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Die Angermünder Stadtverwaltung hat eine Umfrage gestartet. Einwohner können Vorschläge machen.

Haus Uckermark
Namenssuche für neues Museum

Künftiger Touristenmagnet: Das traditionsreiche Haus Uckermark am Marktplatz wird derzeit umgebaut zum Domizil für das neue Angermünder Museum und die Touristinformnation.
Künftiger Touristenmagnet: Das traditionsreiche Haus Uckermark am Marktplatz wird derzeit umgebaut zum Domizil für das neue Angermünder Museum und die Touristinformnation. © Foto: Daniela Windolff
Daniela Windolff / 17.04.2019, 06:45 Uhr
Angermünde (MOZ) Das Angermünder Museum erlebt nach langer Schließzeit eine Wiedergeburt am neuen Standort im Herzen der historischen Altstadt. Doch wie soll das Kind heißen? Die Angermünder Stadtverwaltung hat sich auf Namenssuche begeben und dabei auch die Einwohner mit einer Umfrage beteiligt. Doch das stößt nicht überall auf Verständnis. Der Museumsbeirat reagiert irritiert.

Fest steht: Den alten Namen Ehm Welk-Literatur- und Heimatmuseum Angermünde wolle man nicht beibehalten, um mit einem neuen Namen auch dem neuen Konzept gerecht zu werden. Fakt ist außerdem: Die meisten Angermünder wollen den traditionellen Namen Haus Uckermark, in das das Museum nach Sanierung und Umbau einzieht, gern bewahren. Doch ein Museum müsse auch im Namen als Museum über die Region hinaus erkenn- und wahrnehmbar sein.

Museumsbeirat reagiert irritiert

Die Verwaltung legte in den Fachausschüssen bereits einige Namensvorschläge vor. Der Name soll sowohl die stadt- und regionalgeschichtliche Ausrichtung als auch Ehm Welk als roten Faden der künftigen Ausstellung widerspiegeln.

Doch gerade daran scheiden sich die Geister. Einigen ist der Name zu welk-lastig. Das Angermünder Museum sei kein Literaturmuseum, bemerkt Reinhard Schmook vom Museumsbeirat. Ehm Welk gehöre nach Biesenbrow. Außerdem widme Bad Doberan als letzter Lebensort dem Dichter eine umfangreiche Ausstellung. Doch der Seniorenbeirat zum Beispiel findet gerade im Namen Ehm Welk Identität und Alleinstellung wieder. Ehm Welk gehöre schon immer zu Angermünde.

Der Museumsbeirat, der die Stadt beim Aufbau und der Konzeption des Museums fachlich begleitet, hatte seine Empfehlung für den künftigen Namen ausgesprochen: "Museum Angermünde – Zentrum für Literatur und Geschichte im Haus Uckermark". Dieser Vorschlag sei aus museumsfachlicher Sicht gewählt worden, um Inhalt und Schwerpunkt des Museums im Namen zu beschreiben. Darin müsse auch unbedingt Angermünde vorkommen, denn es gehe in erster Linie darum, die Stadt und ihre Ortsteile mit ihrer reichen Geschichte darzustellen. In der Ferne werde Angermünde kaum mit dem Schriftsteller Ehm Welk in Verbindung gebracht, argumentiert Reinhard Schmook. Die Namensfindung könne man deshalb nicht einer allgemeinen Meinungsbildung überlassen. Das Museum müsse auch durch seinen Namen als Aushängeschild weit über die Stadtgrenzen hinaus wirken. Volkhard Maaß, CDU-Fraktionsvorsitzender und ebenfalls Mitglied im Museumsbeirat kritisiert die Bürgerumfrage als Alleingang der Verwaltung, der die Demokratie ins Lächerliche zieht. Die Entscheidung trifft die SVV.

So könnte das Museum künftig heißen

Erste Vorschläge: sind: "Ehm Welk Museum Angermünde - Stadt und Regionalgeschichte", "Museum Angermünde - Ehm Welk zu Gast", MuseUM Angermünde - Zentrum für Literatur und Geschichte", Museum Angermünde - Zentrum für Literatur und Geschichte im Haus Uckermark sowie Museum "Weltstadt Randemünde". Bis zum 30. April läuft die Umfrage online, auf der WIKU und im Rathaus.⇥dw

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