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Verkehrsplanung
Empörung im Ausschuss

Margrit Meier / 17.04.2019, 07:00 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Alte Pläne neu verpackt präsentierten der Landesbetrieb für Straßenwesen und der beauftragte Planer Frank Möllerbernd im Bauausschuss. Zwei wenige hundert Meter auseinander liegende Kreuzungsbereiche stehen im Fokus. Zum einen der Waldesruher Knoten und zum anderen die Kreuzung B 1/5/Köpenicker Straße.

Das Problem: Der Waldesruher Knoten ist keine richtige Kreuzung, sondern eine lang gestreckte abbiegende Hauptstraße. Immer wieder kracht es da, wenn Fahrzeuge aus Waldesruh kommend in Richtung B 1/5 abbiegen wollen. Um dieses Problem zu beheben, soll ein Kreisel gebaut werden. Der aber staut sich in Spitzenzeiten zu, so die Fachleute, weil die Grünphasen an der Ampelkreuzung B 1/5 nicht ausreichen. um noch ein Quäntchen mehr Grünphase herauszuholen, soll dafür die Köpenicker Straße, die zu Hoppegarten gehört, abgesperrt werden.

Mehr Verkehr in Alter Berliner

Im Vergleich zu Ideen, die vor rund anderthalb Jahren vorgestellt wurden, soll die Köpenicker Straße aber nun nicht mehr komplett dicht gemacht werden, sondern dürfen Autos noch nach Hoppegarten reinfahren. Aber von der Köpenicker Straße aus nicht mehr auf die B 1/5 auffahren. Das hat zur Folge, sagte Gewerbetreibender Dorian Fritsche, dass dann alle Fahrzeuge, die aus dem Bereich Köpenicker Straße/Alte Berliner Straße nach Berlin wollen, über den Neuen Hönower Weg einbiegen müssen. Dort aber staut es sich schon heute immens. Es wird noch schlimmer. Denn das direkt daneben liegende Gewerbegebiet bekommt weiter Zuwachs. Es wird also auch diese Kreuzung noch voller. Von der Alten Berliner Straße aus auf den Neuen Hönower Weg zu kommen wird also immer problematischer. Planer Frank Möllerbernd schlägt deshalb einen Umbau der Kreuzung am Neuen Hönower Weg vor. Zwei Linksabbiegespuren nach Berlin und eine Ampelregelung von der Alten Berliner Straße aus, sind seine Lösungsansätze.

Kay Juschka (CDU) brachte auf den Punkt, was sich danach wie ein roter Faden durch die Diskussion zog: "Das sind alles keine neuen Ideen. Seit 15 Jahren diskutieren wir das hier und keiner beschäftigt sich mit der wirklichen Lösung. Und die heißt, dass ein Kreisel kurz vor Waldesruh an der Friedhofstraße gebaut werden muss. Von dort müsste eine Straße am Schützenclub Diana vorbei zur Friedrichshagener Chaussee gebaut werden. Das wäre die Lösung. Dann entspannt sich die Zufahrt auf die Bundesstraße, braucht die Köpenicker Straße nicht zum Teil abgesperrt und das Verkehrsproblem nach Hoppegarten verlagert werden", sagte er. Uta Krüger, Sachgebietsleiterin Planung im Landesbetrieb reagierte überrascht: "Diese Idee mit der Friedhofstraße müsste mal an uns herangetragen werden", was zur Folge hatte, dass es hitzig wurde. "Vor anderthalb Jahren haben wir deutlich erklärt, dass wir diese Pläne so ablehnen und haben die Verwaltung gebeten, mit dem Landesbetrieb zu reden. Seit dem warten wir auf eine Stellungnahme, ob unser Vorschlag mit dem Kreisel Friedhofstraße möglich ist", fasste Steffen Molks (SPD) die Empörung zusammen. Kay Juschka ergänzte, dass schon Ex-Bürgermeister Klaus Ahrens vor Jahren diese Ideen an das Amt herangetragen habe.

Fußgängerampel soll wegfallen

Die Empörung steigerte sich, als Uta Krüger bekannt gab, dass die Fußgängerampel an der Waldesruher Kreuzung wegfällt. An Kreiseln seien Ampeln nicht vorgesehen, argumentierte sie. "Welche Lösung haben Sie für unsere Kinder?  Doch wohl nicht, dass sie über die Straße springen müssen" hakte Christian Arndt (FDP/FW/B 90/Grüne) erregt nach. "An Kreisverkehren müssen alle Autofahrer abbremsen", hielt sie dagegen. Planer Frank Möllerbernd reagierte ebenso verdattert. Ihm seien Vorschläge mit der Friedhofstraße nicht bekannt, auch keine Verhandlungen über eventuelle Flächentausche. Die Friedhofstraße, machte Uta Krüger deutlich, falle nicht unter ihre Planungshoheit.

Kritik gab es auch an den Verkehrszählungen. Da sei nicht beachtet worden, dass es in der Köpenicker Straße jetzt eine Kita gibt, das Hotel wieder in Betrieb gegangen sei und im Gewerbegebiet ein Logistikstandort gebaut wird. Dezernatsleiter Marko Jürgen versprach, sich mit den Vorschlägen im Amt auseinander zu setzen und zu sehen, wie das Ganze in die Netzwerksplanung passt.

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