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Spielhaus
Kita-Anbau am Haken

Neue Kita aus der Luft: Ein 200-Tonnen-Kran setzt die Module für den Anbau ein. Die Elemente sind in einem Werk bei Halle (Saale) vorgefertigt worden. Der Erweiterungsbau der Einrichtung besteht aus 15 solcher Module. Bis Donnerstag sollen alle stehen.
Neue Kita aus der Luft: Ein 200-Tonnen-Kran setzt die Module für den Anbau ein. Die Elemente sind in einem Werk bei Halle (Saale) vorgefertigt worden. Der Erweiterungsbau der Einrichtung besteht aus 15 solcher Module. Bis Donnerstag sollen alle stehen. © Foto: Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 17.04.2019, 07:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Dienstag, 8 Uhr an der Tornower Straße in Ostende: Die Fahrbahn ist gesperrt. Fünf große Laster, beladen mit Raummodulen, haben Aufstellung genommen. Ganz vorn ein riesiger Kran, der gerade das erste Element am Haken hat. Mit Fingerspitzengefühl manövriert der Kranführer das Element durch die Luft, setzt es vorsichtig auf der Bodenplatte an. Das Modul trägt die Nummer 109, es ist – dies wird bei der Platzierung sogleich deutlich – ein Verbindungsteil zur alten Kita. Erste Montagearbeiten beginnen ... Unter den Augen einiger neugieriger Anlieger und natürlich der Kita-Kinder. Louis, Justus, Fabian und Co. verfolgen die Aktion vom Fußballfeld aus.

Nie war Kita so spannend wie jetzt. Um das Beschäftigungsprogramm muss sich Kita-Leiterin Britta Schulz dieser Tage keine Gedanken machen: Baustellen-Gucken. Je größer die Technik, desto aufregender. Am Freitag war die Bodenplatte geschüttet worden. Mittels einer Betonpumpe. Längst hat sich der Nachwuchs im Haus auf das Geschehen eingestellt, begleitet die Arbeiten mit der passenden Deko. In den Fenstern sind entsprechende Vignetten zu sehen, vor der Kita liegen Bausteine.

Auch für die Firma Kleusberg aus Wissen (Rheinland-Pfalz), auf Modulbau spezialisiert, ist das Projekt in Eberswalde ein besonderes. "Vor allem wegen des abschüssigen Geländes", so Projektleiter Roger Rudolph. Deshalb waren im Vorfeld umfangreiche Erdarbeiten nötig. Ansonsten laufe alles "nach Plan". Der Kita-Anbau, für 41 Kinder bis vier Jahre konzipiert, bestehe aus insgesamt 15 Modulen. Die wurden in den vergangenen Tagen im Werk bei Halle (Saale) produziert – als Stahl-Skelett-Rahmenkonstruktion. Die Außenwände wiederum bestehen aus Gipsfaser-Platten. Türen, Fenster, Decken und Böden sind bereits drin. Bis Donnerstag sollen alle Module stehen.

"Dort drüben gibt es einen großen Spielflur", zeigt Rudolph Richtung Westen. Nach Ostern ginge es sogleich mit dem Innenausbau los. Mit der Installation der Medien sowie dem Setzen der Innenwände. Dazu bediene sich das Unternehmen Nachauftragnehmer. Seinen Worten zufolge käme die Modulbauweise vor allem bei Kitas und Schulen sowie bei Bürogebäuden zum Einsatz. Auch Jobcenter sowie Klinikanbauten habe Kleusberg schon realisiert. "Derzeit bauen wir allein in Potsdam fünf Kitas", so der Projektleiter. Der entscheidende Vorteil liege in der kurzen Bauzeit, in der Schnelligkeit. Viele Bauherren, so Rudolph aus Erfahrung, seien beim Abruf von Fördermitteln an Fristen gebunden.

Kurze Bauzeit gibt Ausschlag

Genau deshalb hat die Stadt Eberswalde sich auch erstmals für diese Bauweise entschieden und das Vorhaben in eine Hand gelegt. Bis 31. Juli muss der Anbau fertig sein. Einschließlich Fassade.

In der Gestaltung, so verrät Britta Schulz, nehme man die Farbgebung der "alten" Kita auf. "Das Dahliengelb findet sich im Anbau wieder." Das "Spielhaus" war sozusagen der letzte DDR-Kindergarten. Er wurde genau zur Wende 1990 fertig.  Mit seinerzeit 108 Plätzen. Mit dem jetzigen Anbau erhöht sich die Kapazität auf 164 Schützlinge. Lediglich die Neugestaltung der Außenanlagen, die folgt 2020.

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