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Mit einem Schuss Sahne

Neues von der Bio-Molkerei Lobetal: Die Mitarbeiter Marion Kulke, Heidi Gural und Ronny Bachnick (v.l.) probierten am Dienstag im Ladengeschäft in Biesenthal schon mal ein paar Löffel von "Qurt". Kundin Jutta Schwonke (2.v.r.) schloss sich ihnen ebenso an wie Bereichsleiter Reinhard Manger.
Neues von der Bio-Molkerei Lobetal: Die Mitarbeiter Marion Kulke, Heidi Gural und Ronny Bachnick (v.l.) probierten am Dienstag im Ladengeschäft in Biesenthal schon mal ein paar Löffel von "Qurt". Kundin Jutta Schwonke (2.v.r.) schloss sich ihnen ebenso an wie Bereichsleiter Reinhard Manger. © Foto: Wolfgang Rakitin
Kai-Uwe Krakau / 17.04.2019, 07:00 Uhr
Lobetal (MOZ) Der neueste Spross der Lobetaler-Bio-Familie hört auf "Qurt" und wird wie der männliche Vornamen ausgesprochen. "Die Idee kam uns, als wir mit verschiedenen Worten spielten", sagte Bereichsleiter Reinhard Manger am Dienstag bei der Vorstellung in Biesenthal. "Qurt" enthalte deshalb Magerquark, einen kräftigen Schuss Bio-Joghurt und einen Schluck Sahne. Erhältlich ist der 200 Gramm-Becher mit zwei heimischen Früchten, Himbeere und Sauerkirsche, sowie in den Sorten Vanille und Mango-Vanille. "Die ersten Lieferungen sind bereits an den Handel herausgegangen", so Manger. In den Bio-Fachgeschäften in Berlin und Brandenburg können die Kunden schon zugreifen. Mit zwei Supermarkt-Ketten sei man in Gesprächen. "Wir denken, dass unser Produkt gute Chancen am Markt hat", sagte der Bereichsleiter.

Im Jahr 2017 hatte die Lobetaler Bio-Molkerei eine zweite Produktionslinie eingerichtet. "Ein Grund dafür war, dass wir unseren Mitarbeitern abwechslungsreiche Tätigkeiten anbieten wollten", blickt Manger zurück. Seitdem gibt es aus Biesenthal auch Quark und Frischkäse und das in verschiedenen Fettstufen und Qualitäten. "Die Quarkherstellung ist die leichtere Version, Käse zu machen", so der Bereichsleiter. In einer kleinen Gruppe hatte man sich schließlich zusammengesetzt und das neue Produkt entwickelt. Laut Deutscher Käseverordnung handelt es sich dabei um eine Speisequarkzubereitung, umgangssprachlich kann die Kreation aber als Quarkspeise bezeichnet werden. Rund 50 Tonnen "Qurt" könnte das Unternehmen pro Jahr produzieren. "Wenn wir die Hälfte schaffen, wäre das schon toll", so Manger.

Auf Aluminium verzichtet

Der Becher für "Qurt" besteht übrigens aus einem Talkum-Kunststoff-Gemisch. Dabei kann der Einsatz von Kunststoff um die Hälfte und der Kohlendioxid-Ausstoß um ein Drittel reduziert werden. Auf das schädliche Aluminium wird völlig verzichtet. Zum Selbstverständnis der Lobetaler Bio-Molkerei gehört es, dass in den gesamten Produktionsprozess auch Menschen mit Behinderungen entsprechend ihren Fähigkeiten eingebunden sind.

Das Unternehmen gehört zur Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH und existiert seit 2010. Jährlich werden rund 2,1 Millionen Liter Bio-Milch verarbeitet. Hauptprodukt ist Joghurt, gefolgt von Trinkmilch und Quark.

Quark

Dabei handelt es sich um einen Frischkäse, der heute durch moderne Molkereitechnik hergestellt wird. Die entrahmte und pasteurisierte Milch wird gleichzeitig durch Sauermilchbakterien und Lab dickgelegt. Danach wird die Molke von der frischen Käsemasse durch Zentrifugieren getrennt. Um den so entstandenen Magerquark auf seine gewünschte Fettgehaltsstufe einzustellen, reichert man ihn mit der entsprechenden Menge Sahne an. Anschließend wird der Quark dann cremig gerührt und in die Verpackung abgefüllt. Vor allem bei Magerquark ist der Anteil der Trockenmasse niedrig und der Flüssigkeitsanteil hoch. Deshalb besitzt er besonders viel Milcheiweiß. ⇥au

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