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Angeradelt
"Ab in die Pedalen"

Erhard Herrmann / 17.04.2019, 15:00 Uhr
Boecke Ab jetzt ist es wieder soweit und es heißt "Ab in die Pedalen". In vielen Städten und Gemeinden im Land Brandenburg wurde die neue Fahrradsaison mit dem traditionellen "Anradeln" eröffnet. Kühlen Frühlingstemperaturen und Regen zum Trotz zeigten sich viele Radler sattelfest und beteiligten sich an der 7. Stern-Radtour "von Dorfzentrum zu Dorfzentrum". Das Motto in diesem Jahr: Radwege verbinden! Gemeinsam Radeln, gemeinsam das Land entdecken, in dem wir leben". Aus allen Himmelsrichtungen machten sich die Radler auf den Weg. Ihr Ziel hieß Boecke. Empfangen wurden sie nicht nur von den Burgmusikanten aus Ziesar, auch die Einwohner hatten einiges vorbereitet, um die Radfahrer nach ihrer Tour mit Erbsensuppe,  Gegrilltem, Kaffee, Kuchen und Getränken bestens zu verpflegen. Schließlich gab es ja im Prinzip auch etwas zu feiern. "Radwege verbinden" heißt es nicht nur sprichwörtlich, sondern wird mit dem lange geplanten Radweg zwischen Boecke bis zur Gemarkung von Mahlenzien in die Tat umgesetzt. "In den nächsten Wochen wird mit dem Bau begonnen", bestätigte Boeckes Ortsvorsteher Manfred Matthies. Seit etlichen Jahren setzen sich er und die Ortsvorsteher aus Mahlenzien für den Ausbau des Wirtschaftsweges ein. "Die Gelder sind schon bewilligt. Bei der Ausschreibung für die Baumaßnahmen im letzten Jahr fanden wir keine Firma. Leider hatten sich dann auch die Baukosten erhöht und es musste nachfinanziert werden. Jetzt kann es aber losgehen", so der Ortschef weiter. Gut ausgebaute Rad- beziehungsweise landwirtschaftliche Wege erleichtern nicht nur den "kleinen Grenzverkehr" zwischen den Dörfern wie Boecke, Mahlenzien, Viesen oder Wenzlow, sondern sie eröffnen auch neue touristische Perspektiven. Denn das Land Brandenburg hat sich in den letzten Jahren zum Fahrradland entwickelt. 17 der 51 deutschlandweiten Routen verlaufen durch Brandenburg. 25 Prozent der Urlaubsgäste im Land Brandenburg fahren Rad. Der Radtourismus bringt etwa 850 Mio. in die Kassen. Mit dieser Perspektive kann der Landkreis die geplanten Millionen für den Ausbau des Radwegenetz verschmerzen. Ein Großteil des Geldes soll in die Erneuerung des Europaradweg 1, des Havelradweg, der Tour de Brandenburg und der Route historische Stadtkerne verwendet werden. Für Lückenschlüsse auf der Verbindung zwischen dem Fläming und Brandenburg/Havel über Ziesar und für neue Wege auf der Tour de Brandenburg im Bereich von Treuenbrietzen, Kloster Lehnin und Groß Kreutz (Havel) sollen bis 2022 vier Millionen Euro aufgebracht werden. Ein Teil des Budgets soll auch in die Modernisierung der teilweise schon 15 Jahre alten Radwege fließen.

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