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Richtfest
Umzug im Herbst geplant

Die Richtkrone wird empor gehoben und kündet vom Stand der Arbeiten am Dreifelderweg in Nauen.
Die Richtkrone wird empor gehoben und kündet vom Stand der Arbeiten am Dreifelderweg in Nauen. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 17.04.2019, 16:59 Uhr
Nauen Seit November 2018 laufen die Bauarbeiten für die neue Pflegefachschule in der Nachbarschaft der Havelland-Klinik. Heute war Richtfest. Die beiden Geschäftsführer der Havelland-Kliniken Unternehmensgruppe, Matthias Rehder und Jörg Grigoleit, Landrat Roger Lewandowski (CDU), zukünftige Lehrkräfte und die Handwerker, sahen zu, als der Kran die Richtkrone in luftige Höhen hob. Im Herbst sollen rund 150 Schüler die Fachpflegeschule beziehen können.

Der zweistöckige Bau wird eine Nutzfläche von 1.200 Quadratmetern haben. Es wird Klassen- und Kleingruppenräume geben, sowie Platz für die praktische Arbeit am Pflegebett oder im Pflegebad, Sporträume, eine Bibliothek und eine lichtdurchflutete Mensa, die gleichzeitig als Aula dient. Inklusive des Preises für das Grundstück wurden hier 8 Millionen Euro investiert. Der Landkreis hat sich mit 3 Millionen Euro an den Baukosten beteiligt. Bauherrin ist die Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege Havelland GmbH.

Bereits seit dem Vorjahr wird hier der sogenannte Havelländer Weg beschritten. Ein Modellausbildungsgang, der ab 2020 bundesweit eingeführt werden soll. Gemeint ist damit die generalistische Pflegeausbildung. In der dreieinhalbjährigen Ausbildung können die beiden Berufsabschlüsse der Altenpflege, sowie der Gesundheits- und Krankenpflege erworben werden. Parallel dazu wird die klassische Altenpflegeausbildung angeboten.

Bisher lernten die Pflegeschüler in Selbelang. Die Räume dort waren, so Grigoleit, zu klein und eine bessere Verkehrsanbindung war gewünscht. "Nach der Übernahme und Fortführung der Altenpflegeschule in Selbelang, der Zulassung der Krankenpflegeschule und der Genehmigung eines Modellausbildungsganges wird nun eine optimale logistische Grundlage für die theoretische Ausbildung geschaffen. Damit ist das Havelland für die Zukunft der Pflege gut aufgestellt", sagt Jörg Grigoleit. Matthias Rehder spricht von einem zweiten geplanten Bauabschnitt. Dann würde sich die Zahl der Auszubildenden am Standort verdoppeln.

Der Bedarf ist hoch und wird voraussichtlich steigen. Es gibt unterschiedliche Angaben dazu, wie viele Pflegekräfte derzeit fehlen. Die Gewerkschaft Ver.di sprach im Juni 2018 von 80.000 fehlenden Kranken- und 63.000 Altenpflegekräften bundesweit. Laut dem statistischen Bundesamt waren Ende 2015 rund 2,86 Millionen Deutsche pflegebedürftig. Bis 2030 wird die Zahl auf 3,4 Millionen Menschen ansteigen.

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