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Kommunalwahl
Schule bleibt für Die Linke oberste Priorität

Chef der Linken Oberkrämer: Sebastian Wolf
Chef der Linken Oberkrämer: Sebastian Wolf © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 18.04.2019, 10:46 Uhr - Aktualisiert 18.04.2019, 17:28
Oberkrämer (MOZ) Gerechter, sozialer, besser. Das sind die drei Schlagworte, mit denen die Linken in Oberkrämer in den Wahlkampf ziehen. Diese Woche legte der Vorsitzende und Kreistagskandidat Sebastian Wolf ein Vier-Punkte-Programm der Partei vor.

An erster Stelle steht die Forderung nach einer weiterführenden Oberschule für die Gemeinde. Bisher lehnt das Landkreis dies ab, oder wie die Linken es ausdrücken: Der Landkreis habe bisher keine adäquate Lösung parat. Mit bald 11 700 Einwohnern sei aber ein Bedarf entstanden, der "kaum bedient werden kann", so Wolf. Lange Schulwege seien die Folge. "Erst- und Zweitwünsche von Oberkrämers Kindern sind obsolet. Sie kommen dahin, wo ‚Restplatz’ ist. Die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder werden komplett ignoriert." Ihren Beschluss, die Forderung von der Gemeinde untermauern zu lassen, konnte Die Linke im Gemeindeparlament durchzusetzen.

Mehr sozialer Wohnraum

Zweites Wahlkampfthema: "Wir brauchen mehr kommunale Wohnungen!" Die Speckgürtel-Gemeinde wachse um im Schnitt 200 Menschen pro Jahr. Überall werde gebaut. "Im Bereich der kommunalen Wohnungen sieht es dagegen sehr mäßig aus", so Wolf. Das sei ein Missstand, der dazu führe, dass Geringverdiener es ebenso schwer haben auf dem Wohnungsmarkt, wie junge Menschen, die nach der Ausbildung in der Nähe der Eltern wohnen bleiben möchten. "Noch schwieriger wird es für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen." Die Linke will dafür kämpfen, dass die Gemeinde mehr eigene Wohnungen baut. Zudem sollen künftige Investoren, die Wohngebiete planen, vertraglich gebunden werden, einen gewissen Anteil von Sozialwohnungen schaffen zu müssen.

So weit, so populär. Schwieriger mit der breiten Akzeptanz dürfte es der Wunsch der Linken nach einer "erneuerbaren Zukunft" haben. Klimawandel, Umweltpolitik, Starkregen und Dürre sind Stichworte, die fallen. Und es wird leicht abstrakt: "Vor allem ist ein Umstieg auf regenerative Erzeugung ein Einstieg in preiswertere Erzeugung", so Sebastian Wolf. Konkretes Beispiel: Die Linke will alle kommunalen Gebäude mit Solaranlagen und Speichertechnik ausstatten sowie Rückgewinnungsanlagen für Niederschlag durchsetzen.

Zumutung für Radfahrer

Auch eine Landesstraße, die L 17, hat es ins Wahlprogramm geschafft. Hier will die Linke beim Land eine Verbesserung des Zustandes anschieben und zudem die Situation für Radfahrer sicherer gestaltet wissen. "Insbesondere die Ortsteile Vehlefanz, Eichstädt und Marwitz sind für den Radverkehr eine absolute Zumutung", so Wolf. Ebenso die Radverbindungen nach Germendorf, Groß-Ziethen und Perwenitz.

Die Linke will ferner nachrüsten: In Sachen E-Mobilität sollen unter anderem an der Bockwindbühle Ladestationen für E-Bikes entstehen. Um alles miteinander zu verbinden, fordert Wolf deshalb ein gesamtheitliches Verkehrswegekonzept. "Die gute Anschlusslage unserer Gemeinde mit der A 10 und der L 17 darf nicht zulasten der Sicherheit der Einwohner und Einwohnerinnen gehen."

Würdigung vonGünter Franke

Gute 30 Jahre war Günter Franke aus Bötzow für die Linken kommunalpolitisch aktiv. Zur Kommunalwahl tritt der nicht mehr an. Er war Bürgermeister und später Orstvorsteher von Bötzow, saß im Kreistag und der Gemeindevertretung.

Als "aufopfernde Arbeit" würdigt Oberkrämers neuer Linken-Chef Sebastian Wolf das politische Schaffen von Franke, der immer ein streitbarer Genosse gewesen sei. Der Eichstädter Sebastian Wolf trat im Frühjahr 2018 dessen Nachfolge als Vorsitzender des Ortsverbandes an.⇥win

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