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Brückenfest
OB Wilke fordert Linke zum Umdenken auf

Mehrere Tausend Menschen besuchten in Fankfurt das 26.Brückenfest im Jahr 2018.
Mehrere Tausend Menschen besuchten in Fankfurt das 26.Brückenfest im Jahr 2018. © Foto: René Matschkowiak
Heinz Kannenberg / 19.04.2019, 07:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Ausladung der FDP vom Brückenfest am 1. Mai durch die Partei Die Linke sieht der CDU-Kreisvorsitzende Michael Möckel gewissermaßen auch als eine Ausgrenzung seiner Partei. "Das Brückenfest war immer ein Fest der Linken und ein Ort des parteiübergreifenden Gedankenaustausches", betont Möckel. Die Ausladung der FDP stehe auch im Widerspruch zum Anspruch von Oberbürgermeister René Wilke (Linke), mit allen demokratischen Parteien das Gespräch zu führen und nicht nur mit einem rot-rot-grünen Block.

Auch Wilke selbst fordert seine Partei auf, ihre Entscheidung nochmal zu überdenken. "Fehler einzuräumen und sich selbst zu korrigieren, war und ist auch eine Stärke", betont er. Eine der großen Stärken der Frankfurter Linken sei es immer gewesen, nicht den Anspruch zu erheben die allumfassende Antwort auf alle Fragen zu kennen. Sondern für den offenen Wettbewerb der Ideen zugunsten unserer Stadt einzutreten. Dazu gehörte bislang auch die große Souveränität, auf dem eigenen Fest, politische Mitbewerber einzuladen, um offen, tolerant und im Sinne der Suche nach der besten Lösung, in den Diskurs zu treten, betont Wilke. Dieses Prinzip sei immer ein wichtiger Teil seiner Grundhaltung gewesen. "Der gesamte Aufbau unserer Zusammenarbeit in der SVV und Verwaltungsspitze folgt erfolgreich diesem Prinzip", ergänzt Wilke.

Der AfD-Stadtverband wertet die Ausladung der FDP vom Brückenfest als "weitere Radikalisierung" der Frankfurter Linkspartei. "Man merkt, dass die alte Garde um Hammer und Henschke nicht mal mehr als ‚Graue Eminenz’ in dieser merkwürdigen Partei Einfluss haben", schreibt der Kreisvorsitzende Wilko Möller. Der ehemalige Landtagsabgeordnete Axel Henschke (Linke) hatte seine Partei auch wegen der Ausladung der FDP kritisiert.

Im MOZ-Bericht über die Pressekonferenz zum Brückenfest ist uns in der Dienstagausgabe ein Fehler unterlaufen. Das Zitat  "Parteien, die rechts von der SPD stehen, nicht (zum Brückenfest, d.R.) einzuladen" stammt nicht von Frank Kreitner und Anja Kreisel sondern unter anderem von Annelie Böttcher.

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Norbert Wesenberg 21.04.2019 - 09:45:57

Zeit zum Umdenken

Nicht erst seit jetzt wäre es an der Zeit für den OB darüber nachzudenken ob er denn in der Partei Die Linke die richtige politische Heimat gefunden hat. Die Realitäten denen er sich jeden Tag in seinem Amt stellen muß, haben nichts mit dem Wunschdenken seiner Partei zu tun. Links und Sozial geht auch anders.

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