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In Kienitz sind Ausflügler wieder im besonderen Ambiente von "Himmel und Erde" willkommen. Uta Gneiße ist neue Betreiberin.

Kienitz
Sachsen-Charme an der Oder

Frühstück im Kirchencafé Kienitz: Uta Gneiße setzt als neue Betreiberin vor allem auf Regionalität, will ihren Gästen Besonderes bieten.
Frühstück im Kirchencafé Kienitz: Uta Gneiße setzt als neue Betreiberin vor allem auf Regionalität, will ihren Gästen Besonderes bieten. © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 19.04.2019, 10:00 Uhr
Kienitz (MOZ) Mit rotem Osterschmuck und roter Tresentheke erwartet Uta Gneiße ab Ostern die Gäste im KIenitzer Café "Himmel und Erde" in der Radwegekirche. Bis zum Reformationstag will die neue Wirtin, die im Oderbruch seit 2017 den Gusower "Hollerhof", eine Ferienpension in einem alten Bauerngehöft, betreibt und in der Dresdner Königsstraße ihr Atelier hat, dort die Gäste bewirten. Nicht ganz allein. Unterstützt wird Uta Gneiße durch eine Mitarbeiterin auf Minijobbasis, so dass die Bewirtung im Café sowie im offenen Kirchenschiff stets gewährleistet sein wird.

Das Besondere lange gesucht

"An so etwas Besonderem war ich schon lange interessiert", sagt die Kunsthandwerkerin, die zwölf Jahre lang am Neubarnimer Storchennest ihre Bilder und Accessoires aus Wolle und Seide verkaufte. Dem besonderen Ort entsprechend, auf den sie durch einen Tipp von Jörg Hannemann von der nahen Kienitzer Hafenmühle aufmerksam wurde, bietet sie auch besondere kulinarische Dinge an. Den Görlsdorfer "Segelkaffee" von Hans-Peter Bienert zum Beispiel. Und selbstgebackenen Kuchen ganz in der Tradition der vor zwölf Jahren verstorbenen legendären Pfarrfrau Erna Roder, die sich mit ihren Kalender-Bildern und Kuchen dort für den Erhalt der Kienitzer Kirche eingesetzt hatte.

Uta Gneißes Spezialität wird allerdings die Dresdner Eierschecke sein, die die Wirtin vorzugsweise mit Mohn zubereitet. Sie kann davon so schwärmen, dass einem schon bei der Vorstellung das Wasser im Munde zusammenläuft. Mohn findet sich aber nicht nur im Kuchen, sondern als stilisierte Blüte auch in ihren Kunstwerken. Und als mohnrote Farbe durchzieht die Blume unverkennbar die Inneneinrichtung.

Regionalprodukte im Angebot

In Regalen werden Lebensmittel von regionalen Produzenten angeboten sowie Kunsthandwerk aus dem Oderbruch und ihrer Heimatstadt Dresden. Außerdem will die Wirtin Verpflegungspakete für die Radler bereithalten, die vom nahen Oder-Neiße-Radweg bei ihr einkehren. Auf dem deutschlandweit beliebten Radweg herrscht bereits Hochbetrieb. Angesichts des angekündigten Super-Wetters über Ostern dürften es noch ein paar mehr Radler werden, die die einzigartigen Blicke übers weite Oderbruch und den Grenzfluss mit seiner Tiervielfalt genießen wollen.

Uta Gneiße ist seit langem eingebunden in das Netzwerk der Kunst- und Kulturschaffenden im Oderbruch und pflegt auch die gute Nachbarschaft zu den touristischen Anbietern in Kienitz, Groß Neuendorf bis hinunter nach Zollbrücke und Neuenhagen-Insel. Wie bei Torsten Kohn, ihrem Vorgänger im Café, wird es auch kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte geben. Die Räumlichkeiten werden auch für Familienfeiern angeboten, wofür bereits mehrfach Interesse bekundet worden war.

Und die Kirche? "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zur Kirchgemeinde und zu Pfarrer Frank Schneider", sagt die neue Café-Wirtin. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit bei den kirchlichen Veranstaltungen." Viele in der Region freuen sich, dass das Kirchencafè wieder einen neuen Betreiber gefunden hat. Im Mai vergangenen Jahres hatten sich die Türen vorerst geschlossen. Die Zukunft war ungewiss.

Kirchencafé Himmel und Erde, geöffnet Ostern bis Reformationstag, Do bis So jeweils von 12 bis 18 Uhr, im Internet unter www.kirchencafe-kienitz.de, Telefon 0152 28744452.

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