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Ungeklärte Ursache
Windrad zwischen Heckelberg und Trampe komplett abgebrannt

© Foto: Wolfgang Rakitin
Nadja Voigt / 19.04.2019, 13:50 Uhr - Aktualisiert 19.04.2019, 18:39
Heckelberg (MOZ) Aus noch ungeklärter Ursache ist in der Nacht ein Windrad zwischen Heckelberg (Märkisch-Oderland) und Trampe (Barnim) komplett abgebrannt. Wie der Amtswehrführer des Amtes Falkenberg-Höhe auf MOZ-Nachfrage an Karfreitag mitteilte, erfolgte der Alarm gegen Mitternacht. Bis in die Morgenstunden des Feiertages waren die Einsatzkräfte der Amtswehr mit rund 50 Leuten im Windpark zugegen, um das Gebiet weiträumig abzusperren.

Gelöscht werden konnte die Anlage nicht. „In diese Höhen kommen wir mit unserer Ausrüstung nicht. Wir haben sie kontrolliert abbrennen lassen“, so Mario Sarre. Es sei das erste Mal, das im Amtsbereich ein Windrad in Flammen stand, so der Amtswehrführer weiter. Zur Brandursache konnte er am Freitagmittag noch nichts sagen. „Die Alarmierung erfolgte um 23.50 Uhr und wir waren bis 7.30 Uhr vor Ort“, berichtete er am Telefon. Das Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte, die gemeinsam mit Polizei und Rettungsdienst sowie einer Sondereinheit vom Katastrophenschutz und Verstärkung aus Bad Freienwalde über Stunden vor Ort waren, lag darauf, das Gebiet um die Anlage weiträumig abzusperren. „Eine Ausbreitung zu verhindern hatte oberste Priorität“, so Robert Müller, Einsatzleiter und stellvertretender Amtswehrführer. Über Stunden war deshalb auch die B168 als viel befahrene Straße gesperrt.

Fotos aus der Nacht, die dem Oderland Echo vorliegen, zeigen, wie aus der Narbe des Windrads Flammen schlagen. „Das Maschinenhaus stand in rund 100 Metern Höhe in Flammen, als wir ankamen“, so Müller weiter. Und übt Kritik an den unklaren Zuständigkeiten: Über Stunden haben seine Leute und die Leitstelle versucht, herauszufinden, wer für die Anlagen zuständig ist. „Die Firmen verdienen sehr viel Geld damit. Und wenn etwas passiert, müssen sich Menschen im Ehrenamt darum kümmern.“ Und fordert von der Landesregierung das Erstellen einer Rettungskette mit klar definierten Zuständigkeiten. „Erst um 5 Uhr morgens hatten wir jemanden von der norddeutschen Firma am Telefon.“

Das so etwas wieder passieren könnte, darüber macht sich Robert Müller keine Illusionen. „Die Anlagen sind zum Teil 20 Jahre alt.“ Froh ist er nur, das dies nicht im Wald passiert ist. „Dann hätten wir ein noch größeres Problem gehabt.“

Angesichts des Vorfalls sieht sich die Bürgerinitiative gegen die geplanten sieben Windkraftanlagen im Wald bei Brunow in ihren Ängsten bestätigt. Nicht auszudenken, welche verheerenden Folgen ein solcher Brand in einem Waldgebiet bei der Trockenheit hätte, hieß es am Freitag auf MOZ-Nachfrage.

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