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Aus Gründen des Naturschutzes droht eine Räumung. Im Mai findet ein weiteres Gespräch zum Abschluss einer Nutzungsvereinbarung statt.

Ausflugsort
Sorge um Rastplatz am See

Badeanstalt am Nonnenfließ: Die historische Aufnahme zeigt, dass auch in früheren Zeiten die Landschaft um die Neue Mühle bei Tuchen-Klobbicke gern von Sommerfrischlern genutzt wurde.
Badeanstalt am Nonnenfließ: Die historische Aufnahme zeigt, dass auch in früheren Zeiten die Landschaft um die Neue Mühle bei Tuchen-Klobbicke gern von Sommerfrischlern genutzt wurde. © Foto: privat
Olav Schröder / 21.04.2019, 07:00 Uhr
Tuchen-Klobbicke (MOZ) Seit mehr als 100 Jahren ist der Lagersee an der Neuen Mühle nördlich von Tuchen-Klobbicke ein gern aufgesuchter Erholungsort für die Einwohner aus den umliegenden Orten. Die Badestelle wurde zum beliebten Ausflugsziel. Um die Existenz des heutigen Rast- und Erlebnisplatzes an dieser Stelle langfristig abzusichern, ist eine Nutzungsvereinbarung erforderlich. Seit geraumer Zeit werden viele Gespräche geführt, ein Vertrag zwischen der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim beziehungsweise der Gemeinde Breydin und der Landeswaldoberförsterei ist als Eigentümer jedoch noch nicht unterschrieben.

Anfang der 2000er-Jahre entwickelte Winfred Mikeska die "Froschmühle" mit Ferienzimmern. Seitdem hat sich dieser Name für den Standort eingebürgert. Der Betreiber der Pension berichtet, wie die Einwohner von Tuchen-Klobbicke nach dem Abzug der sowjetischen Truppen das Areal wieder in Besitz nahmen. Er selbst habe versucht, die Flächen zwischen seinem Grundstück und dem See zu erwerben. Diese solIten damals aber an den Naturschutz übertragen werden. Wie Winfried Mikeska berichtet, hätten jedoch die Mittel gefehlt, um die Flächen von Munition beräumen zu lassen.

Im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eines dritten Trägers seien dann etwa um das Jahr 2003/3004 herum Rundwege, kleine Brücken und Sitzbereiche geschaffen worden. Mikeska selbst hat wesentlich später einen Barfußpfad angelegt. Eine Seilschaukel zum Hineinspringen in den See kam hinnzu.

2017 wurde seitens der Forst die Beräumung der Fläche gefordert, da sie in einem Naturschutzgebiet liege und zudem durch die sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt sei. Einwohner reagierten mit einer Unterschriftensammlung für den Erhalt und die weitere Nutzung der Fläche. Die Initiative, so Mikeska, sei beendet worden, als die Erarbeitung einer geeigneten Nutzungsvereinbarung verabredet wurde. Diese kam allerdings bis heute nicht zustande.

Hoffnung auf Einigung

Im März diesen Jahres stand erneut die Räumung des Geländes durch die Forst zur Debatte. "Es ist das Anliegen der Gemeinde, den Platz für die Allgemeinheit zu erhalten", sagte Breydins Bürgermeister Peter Schmidt in der Gemeindevertretung in dieser Woche. Auch der Kultur- und Sozialausschuss habe sein Unverständnis über die angekündigte Beräumung geäußert. In einem Gespräch mit der Landeswaldoberförsterei sei jedoch Hoffnung auf den Abschluss der Nutzungsvereinbarung gemacht worden. Im Mai werde ein weiteres Treffen stattfinden.

Zum bereits traditionellen Osterspaziergang zur Froschmühle lädt der Breydiner Kultur- und Sozialausschuss am Sonnabend ein. Treffen ist um 13.30 Uhr am Gemeindezentrum in Tuchen. Bei schönem Wetter ist an der Froschmühle eine Pause mit Zeit für Spiel und Spass vorgesehen. Im Anschluss daran können die Teilnehmer wiederum im Gemeindezentrum Kaffee und Ostergebäck genießen.

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