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Die Eberswalder Feuerwehr befreit Dienstagnachmittag eingeklemmten Schwan aus der Stadtschleuse.

Feuerwehreinsatz
Den Hals gerettet

Geschafft: Die Feuerwehr entlässt den geretteten Schwan hinter der Schleuse in den Finowkanal.
Geschafft: Die Feuerwehr entlässt den geretteten Schwan hinter der Schleuse in den Finowkanal. © Foto: Marco Marschall
Marco Marschall / 24.04.2019, 09:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Wie das Tier dort hineingelangt war, konnte an der Stadtschleuse niemand sagen. Mit seinem Hals hatte sich das Schwanenweibchen in den Sprossen der gelben Leiter im Schleusenbecken verhakt. Beim Hochschleusen muss das Unglück passiert sein. Die wichtigste Erkenntnis noch vor der Rettungsaktion der Feuerwehr: Sie lebt.

Minutenlang rührte sich der weißgraue Körper des Vogels nicht. Nur wenn sein Begleiter heranschwamm und versuchte, das eingeklemmte Tier mit dem Schnabel zu befreien, regte sich etwas. Immer wieder musste der verzweifelte Schwanerich vertrieben werden, um das Weibchen nicht zu verletzen. Auch Schleusenwärter Markus Stenemann hatte einen solchen Fall noch nicht erlebt. "Aber ich bin auch erst eine Woche dabei", sagte er.

Für die alarmierten Einsatzkräfte der Eberswalder Berufsfeuerwehr war ein solches Unglück ebenfalls neu. Trotzdem war nach kurzer Inaugenscheinnahme klar: "Wir brauchen ein Boot". Für Notfälle steht an der Schleuse im Zentrum ein Kahn bereit, mit dem sich die Retter dem Tier nun behutsam näherten. Vom Schwanenmännchen fehlte bald jede Spur. So blieben die Feuerwehrmänner bei ihrer Aktion ungestört.

Vorsichtig und mit Handschuhen untersuchten sie den Körper des eingeklemmten Tieres, führten den Kopf des Schwans aus dem Spalt zwischen Sprosse und Schleusenwand. Dann tätschelten die Schwimmfüße die Wasseroberfläche – ein Lebenszeichen! Die Feuerwehr sicherte das verwirrte Tier unter einer Decke im Boot, um es schließlich hinter dem Schleusentor in den Finowkanal zu entlassen. Bis auf leichte Blutspuren, durch den Eingriffe des Männchens hervorgerufen, schien der Schwan unverletzt, bedankte sich fauchend und schwamm davon.

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