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Probefahrt
Autotest Ford Focus

Sehr athletisch geworden - Ford Focus.
Sehr athletisch geworden - Ford Focus. © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 24.04.2019, 14:15 Uhr - Aktualisiert 25.04.2019, 15:56
Berlin (MOZ) Die Kölner Europa-Tochter des US-Autobauers Ford hat bei uns in diesem Jahr bisher ein Plus von 5,2 Prozent eingefahren – bei einem nur leichten Wachstum des Gesamtmarktes von 0,2 Prozent. Dabei profitierte man besonders von den größeren Modellen: Mondeo, Galaxy, S-Max und Transit legten zu, während Ka, Fiesta und Focus verloren.

Motor

Fünf Dreizylinder-Benziner und drei Vierzylinder-Diesel stehen für den Ford Focus zur Verfügung. Das ergibt eine Leistungspalette von 85 PS bis 182 PS. Dazu kommen dann noch die besonders sportiven Varianten, die anderswo mit dem Kürzel GTI versehen sind, bei Ford aber ST heißen und 190 PS (Vierzylinder-Diesel) beziehungsweise sogar 280 PS (Vierzylinder-Benziner) leisten. Bereits der von uns gefahrene 120-PS-Diesel ist eine gute Wahl, holt er doch aus 1,5 Litern Hubraum bis zu 300 Newtonmetern maximales Drehmoment (1750-2250 Umdrehungen). Das reicht (bei der bei uns verbauten und sehr passenden Acht-Gang-Automatik) für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in zehn Sekunden und 193 km/h als Spitze auf der Autobahn. 

im MOZ-Autotest - der Ford Focus
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Ford Focus

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Karosserie/Ausstattung

Seit 1998 steht der Name Focus für das Kompaktklassemodell von Ford. Die komplett neue vierte Generation sieht dabei überaus attraktiv und dynamisch aus, die eher glatten, etwas rundlichen Formen des Vorgängers wurden durch eine athletische Erscheinung ersetzt. Damit fällt der Focus in diesem mit vielen Modellen gespickten Segment wirklich auf. Hierzulande gibt es den Focus lediglich als Fünftürer und Kombi. Als Fünftürer ist er 4,38 Meter lang und bietet vorn viel Platz, hinten geht es kompaktklassentypisch weniger üppig zu. Zudem könnte der Einstieg in die zweite Reihe etwas komfortabler ausfallen. Für das Gepäck stehen eher durchschnittliche 341 Liter zur Verfügung. Der Innenraum macht bei Materialauswahl und Funktionalität einen guten Eindruck. Das beim Vorgänger kritisierte Übermaß an kleinen Tasten ist erfreulicherweise einer einfachen Bedienung gewichen. Und die Automatik wird per Drehschalter bedient. Ab Werk hat der Ford unter anderem sechs Airbags, ESP, Berganfahrhilfe, Klima, Audiosystem, Fensterheber rundum, beheizbare Außenspiegel, Tag-Nacht-Sensor für die Scheinwerfer und fernbedienbare Zentralverriegelung. Natürlich kann auch der aktuelle Focus aufgerüstet werden mit diversen Assistenzsystemen, etwa zum Einparken, zur Verkehrsschilderkennung, zur Warnung vor Müdigkeit. Bemerkenswert ist das Falschfahrer-Warnsystem, welches ein übersehenes „Einfahrt verboten“ meldet und so die eigene Geisterfahrt verhindert.

Fahrverhalten

Fahrwerke bauen konnte Ford schon immer, gerade im Kompaktbereich. Beim Focus wird das nun erneut unter Beweis gestellt. Straff und trotzdem nicht unkomfortabel, agil, mit präziser Lenkung und tollem Handling.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einem Focus gibt es ab verträglichen 18.700 Euro. Mit dem von uns gefahrenen Diesel und der gehobenen Ausstattung des Testwagens wurden daraus aber bereits stolze 35.045 Euro. Der Motor begnügt sich mit gut fünf Litern Diesel auf 100 Kilometer (offiziell: 4,4 Liter und 115 g/km CO2).

Fazit

Der Focus ist Kompaktklasse auf hohem Niveau, dynamisch in Design und Fahrverhalten, technisch up to date – und daher eine Überlegung wert für all die, die der guten alten Kompaktklasse die Treue halten. Hajo Zenker

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