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Baustart
Spatenstich für neuen Radweg an der B 96

Mit einem symbolischen Spatenstich zeigen Alexander Marquardt, Bauleiter der Firma Matthäi, Teschendorfs Ortsvorsteher Michael Grüber, Nassenheides Orts-Chefin Andrea Schild und Bürgermeister Bernd-Christian Schneck (von links) den Baubeginn an.
Mit einem symbolischen Spatenstich zeigen Alexander Marquardt, Bauleiter der Firma Matthäi, Teschendorfs Ortsvorsteher Michael Grüber, Nassenheides Orts-Chefin Andrea Schild und Bürgermeister Bernd-Christian Schneck (von links) den Baubeginn an. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 25.04.2019, 07:45 Uhr
Nassenheide/Teschendorf (MOZ) Eigentlich wird am Lückenschluss des Radweges von Nassenheide nach Teschendorf schon gearbeitet. Mittwoch wurde der Beginn der Arbeiten mit einem symbolischen Spatenstich vollzogen.

Erklärtes Ziel ist es, dass die ersten Radler noch in diesem Jahr von Nassenheide nach Teschendorf fahren können. "Dann haben die Berliner sozusagen freie Fahrt von der Hauptstadt über Hohen Neuendorf, Birkenwerder und Oranienburg bis nach Nassenheide und weiter über Teschendorf bis nach Löwenberg", verwies Bernd-Christian Schneck (SPD), Bürgermeister des Löwenberger Landes, auf die Bedeutung der Baumaßnahme. Das Berliner Umland mit dem Rad zu entdecken, das sei nun über eine weitere Anbindung möglich geworden.

Zurück reichen die Überlegungen und Planungen für den Radwegebau bis ins Jahr 2006. Das Jahr hatte Hans-Jürgen Otte, beim Landesbetrieb für Straßenwesen in Eberswalde  für die Bauplanungen zuständig, bei der Durchsicht der Unterlagen in Vorbereitung auf den symbolischen Spatenstich am Mittwoch entdeckt.

Fünf Kilometer lange Strecke

Doch erst 2015 wurden die Planungen konkret. Da begannen die Absprachen für den Streckenverlauf und die Anbindung an das schon vorhandene Radwegenetz. Das reicht von Sachsenhausen kommend bis nach Nassenheide und aus Richtung Löwenberg  bis nach Teschendorf. Knapp fünf Kilometer lang ist der noch fehlende Streckenabschnitt vom Ortsausgang in Teschendorf bis nach Nassenheide. Begonnen wird mit dem Bau in Nassenheide. Das Löwenberger Land ist dafür verantwortlich, den Radweg vom Ortseingang an der Sprint-Tankstelle durchs alte Dorfzentrum und weiter über die Teschendorfer Straße bis zur Q-1-Tankstelle zu führen. Das ist zum Teil schon geschehen. Jeweils in der Nähe der Tankstellen überqueren die Radler an einer Ampel die Bundesstraße.

Noch nicht ganz fertig, aber doch schon gut zu erkennen, ist der Überweg an der Q-1-Tankstelle. Von dort geht es dann rechts entlang der Bundesstraße bis nach Teschendorf. Der Verlauf der Trasse ist durch die Markierungen bereits zu erahnen. Probleme mit dem Bau gibt es keine, so Otte. "Egal wie der Untergrund ist, das können wir alles meistern, das ist unser Job", stellte der Fachmann vom Landesamt für Straßenwesen klar. Dennoch seien Verkehrseinschränkungen nicht zu vermeiden.

Die nächste beginnt schon in der kommenden Woche. Dann wird der Verkehr aus Oranienburg kommend kurz vor der Brücke über den Teschendorfer Graben auf die andere Straßenseite verschwenkt. Der Grund: Da für den Radweg keine separate Brücke gebaut wird, muss die Fahrbahn verbreitert werden, damit Kraftfahrer und Radler sicher nebeneinander fahren können. Dazu muss die Fahrbahn dort komplett aufgenommen und ein zusätzliches Betonstück angesetzt werden.

Hinter der Brücke wird der Radweg wieder auf das Feld verschwenkt und neben der Bundesstraße weitergeführt. Der letzte Abschnitt das Lückenschlusses ist am Ortseingang von Teschendorf der Bau einer so genannten Querungshilfe. Dazu wird die Fahrbahn um eine Mittelinsel erweitert.

Vom Bauablauf her hofft Hans-Jürgen Otte, dass die "schwierigsten Arbeiten" im Bereich von Nassenheide bis zum Ende des Sommers geschafft werden können. Das beinhaltet den Streckenabschnitt von der Q-1-Tankstelle bis zum Teschendorfer Graben, der sehr feucht ist und deshalb extra befestigt werden muss, und die Überquerung des Grabens.

Gut zwei Millionen Euro wird der Bau des Radweges kosten. Dabei zahlt der Bund für den Radweg entlang der Bundesstraße. Die Gemeinde ist für die innerörtlichen Anschlüsse zuständig.

Radwegnetz

Auf dem Radweg können Radler nun von Oranienburg kommend bis nach Löwenberg durchfahren.

Von Teschendorf geht es nach Neuendorf, wo sich ein beliebter Zeltplatz befindet.

In Löwenberg können sich Radler entscheiden, ob sie über Neulöwenberg weiter bis nach Liebenberg fahren, wo Schloss und Gut zum Verweilen einladen, oder entlang der B 167 über Linde bis nach Grieben radeln.

Von Liebenberg fehlt der Anschluss weiter in Richtung Falkenthal. Er ist in Planung. Zusätzlich wünschen sich die Falkenthaler die Weiterführung des Radweges entlang der Bundesstraße 109 bis nach Zehdenick. ⇥veb

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