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Einen Tag vor der Sitzung des BEG-Aufsichtsrates gibt es angeblich in Wandlitz für das Basdorfer Wohnungsprojekt einen geheimen Plan B.

Bauprojekt
Stonehedge hofft weiterhin

Baugebiet mit Potenzial: In den "Basdorfer Gärten" entstehen gerade 104 Wohnungen der Gemeinde. Haus I soll zum Jahresende fertig sein, der zweite Block erst zur Jahresmitte 2020. Fraglich ist, wie es nach der Stonehedge-Absage weiter geht.
Baugebiet mit Potenzial: In den "Basdorfer Gärten" entstehen gerade 104 Wohnungen der Gemeinde. Haus I soll zum Jahresende fertig sein, der zweite Block erst zur Jahresmitte 2020. Fraglich ist, wie es nach der Stonehedge-Absage weiter geht. © Foto: Sergej Scheibe
Hans Still / 25.04.2019, 14:07 Uhr
Wandlitz (MOZ) Gespanntes Abwarten: Nach der Absage des Projektentwicklers Stonehedge wird der Aufsichtsrat der Basdorfer Entwicklungsgesellschaft (BEG) am Donnerstag über das weitere Vorgehen entscheiden. "Es gibt einen Plan B", ließ am Dienstag der Wandlitzer Kämmerer Christian Braungard kryptisch verlauten. Wie dieser Geheimplan B aussehen könnte, dazu wollte sich Braungard  nicht einmal im Ansatz äußern. Stonehedge beabsichtigte, in Basdorf auf dem ehemaligen Polizeigelände im ersten Projekt 160 Wohnungen zu errichten, von denen die Gemeinde 40 Wohnungen zum festgelegten Preis als Sozialwohnungen aufkaufen wollte. Insgesamt war von 480 neuen Wohnungen auf zwei Baufeldern die Rede.

Ganz vorn am Tisch des BEG Aufsichtsrates sitzt die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant – sie ist die Vorsitzende des Aufsichtsrates und wurde nach der Stonehedge-Absage von der Wandlitzer CDU mit einer Rücktrittsforderung attackiert. Ihre Reaktion darauf kam prompt. "Ich bin doch sehr verwundert über die von der Wandlitzer CDU aufgestellte Forderung nach meinem Rücktritt und ordne dies eher im Zusammenhang mit dem auf Hochtouren laufenden Wahlkampf ein", antwortete die Bürgermeisterin. Gaby Morr, sie fungiert neben Kämmerer Braungard ebenfalls als Geschäftsführerin der BEG, äußerte sich ebenfalls mit einem Statement. Demnach zeuge die CDU-Rücktrittsforderung "nicht von einem Grundverständnis der Aufgabenstellung der BEG". Immerhin sei, laut Morr, schon anhand der wenigen Angebote auf die Wandlitzer Ausschreibung klargeworden, "dass die Forderung nach einem Anteil an mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum offensichtlich eine Belastung für Investoren darstellt ..."

Zudem hätten die Bürgermeisterin und die BEG "eine Quersubventionierung des Vorhabens durch höhere Verkaufspreise bei den Eigentumsmaßnahmen oder den freifinanzierten Mietwohnungen" strikt abgelehnt.

Nach MOZ-Recherchen scheint das Tischtuch zwischen Stonehedge und der BEG nicht völlig zerschnitten zu sein. "Uns liegt weiterhin viel an diesem Projekt", war am Dienstag bei Stonehedge zu erfahren. Die Firma möchte die Gespräche nicht abreißen lassen, schließlich sei "mit Herzblut" daran gearbeitet worden. Das Unternehmen sei weiterhin bereit, mit der BEG und der Gemeinde Wandlitz "nach Lösungen zu suchen, die sich für alle Seiten rechnen lassen".

Laut Peter Liebehenschel, Basdorfer Ortsvorsteher, wolle die Gemeinde weiterhin 25 Prozent der Wohnungen als Sozialwohnungen erwerben. "Aktuell stehen wir aber bei Null", sagte er jüngst im Ortsbeirat.

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