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Ein Ahrensfelder Jogger ruft zum Abfallsammeln in der Natur auf. "Plogging" ist das neue Wort für die Aktivität, die am Sonnabend am Rathaus startet.

Trendsport
Müll pflücken am Wegesrand

Schrammelecken: Am Neuen Schwanebecker Weg in Blumberg erregt Müll bei Naturliebhabern Missfallen.
Schrammelecken: Am Neuen Schwanebecker Weg in Blumberg erregt Müll bei Naturliebhabern Missfallen. © Foto: Sergej Scheibe
Kerstin Ewald / 25.04.2019, 14:15 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Plocka" ist das schwedische Wort für aufheben. Wenn ein Jogger sich auf seinen Touren durch Wald und Wiese immer wieder bückt, um Becher, Dosen, Flaschen und anderen Unrat vom Boden zu pflücken, dann heißt das neu-deutsch "Plogging". Bernhard Müller, ein Ahrensfelder, der im letzten Jahr zu laufen begonnen hat,  will nun für seinen Ort den Anstoß geben. Am kommenden Sonnabend lädt er alle Interessierten um 10 Uhr zum Treffpunkt Ahrensfelder Rathausplatz ein. Müllsäcke werden gestellt, die Touren, und ob es Folgetermine geben wird, hängen von der Beteiligung ab. Jeder macht, so viel er kann, wer will, kommt in Sportklamotten.

Ideengeber gerne gesehen

"Eigentlich ist es bei uns in Ahrensfelde ja relativ sauber", findet Bernhard Müller, "aber es gibt eben diverse Ecken, da liegt unglaublich viel herum." Regelmäßig joggt der Freizeitsportler eine große Runde um den Ahrensfelder Friedhof. Nach einer Weile hatte er keine Lust mehr, sich über den achtlos verstreuten Unrat, wie er zum Beispiel am Neuen Schwanebecker Weg herum liegt, zu ärgern, sondern wollte stattdessen lieber aktiv werden. "Ich habe Herrn Reimann von der Ehrenamtsagentur geschrieben, ihm von den Müllmengen erzählt und auch, dass ich angefangen habe, mit blauem Sack zu sammeln." "Toll", hätte Lutz Reimann, der Koordinator der Agentur Ehrenamt Ahrensfelde, geantwortet, "da kann man was draus machen!"

Die beiden Männer verständigten sich unkompliziert auf die Modalitäten und setzten gleich den ersten Termin ins Amtsblatt. Lutz Reimann war es auch, der den Begriff "Plogging" ins Spiel brachte und die Gemeinde Ahrensfelde um Unterstützung für die Müllsammelaktion bat. Die wurde prompt und unbürokratisch zugesagt: Bauhofleiterin Carola Riedel sagte Müllsäcke zu, die nach der Arbeit an verschiedenen Sammelstellen von Gemeindemitarbeitern wieder abgeholt werden.

Weit verbreiteter Gedanke

Neu-Plogger Müller freut sich über die positive Aufnahme seiner Initiative. "Ich finde es gut, dass man in Ahrensfelde versucht, die Gemeinschaft über das Ehrenamt weiter zu entwickeln." Die Plogging-Initiative sei ein idealtypisches Beispiel für die "tolle Zusammenarbeit" von Bürgern, der Agentur und Gemeinde Ahrensfelde, erklärt Ehrenamtskoordinator Lutz Reimann. "Leute haben Ideen, Zeit oder beides anzubieten, und wir versuchen dies zu koordinieren."

Die Idee, aus Müllsammeln eine Sportart zu kreieren, kommt angeblich aus Schweden und hat sich von dort aus seit dem Jahr 2016 über die sozialen Medien verbreitet. "Plogging" hin oder her – engagierte Müllsammler gibt es natürlich auch längst in anderen Kommunen, zum Beispiel in den Nachdörfern Eiche und Lindenberg. Im "Plogging" übt sich seit kurzem auch der Lauftreff der Oberhaveler Gemeinde Gransee.

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