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Probefahrt
Autotest Hyundai Tucson

Auffällige Front: Hyundai Tucson
Auffällige Front: Hyundai Tucson © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 02.05.2019, 12:40 Uhr - Aktualisiert 02.05.2019, 13:27
Berlin (MOZ) Während die Zulassungszahlen in Deutschland insgesamt bei einem Miniplus von 0,2 Prozent herumdümpeln, kann Hyundai einen Zuwachs von 6,5 Prozent verbuchen. Das liegt besonders am neuen Kona und dem kompakten i30. Aber auch der Bestseller Tucson soll nach der Überarbeitung nun wieder Fahrt aufnehmen.

Motor

Mit der Überarbeitung hat Hyundai auch das Motorenangebot für den Tucson verändert. Nun gibt es zwei Benziner und drei Diesel. Das ergibt eine Leistungspalette von 132 PS bis 185 PS. Der von uns gefahrene größte Motor, der aus zwei Litern Diesel-Hubraum und vier Zylindern ein zupackendes maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern holt, ist als erster Hyundai ein Mildhybrid. Das bedeutet, er hat ein zweites, 48 Volt starkes Bordnetz. Das versorgt einen Generator, der bei jedem Beschleunigungsvorgang dem Verbrennungsmotor unter die Arme greift und so Dieselverbrauch und Emissionen reduzieren hilft. Die Extra-Batterie für diesen Zusatzantrieb lädt sich etwa beim Bremsen oder bei Bergabfahrten auf. Das Zusammenspiel funktioniert ganz wunderbar. Und so geht es unaufgeregt in knapp zehn Sekunden von 0 auf Tempo 100 und auf der Autobahn bis 201 km/h. Die Sechs-Gang-Schaltung passt gut, es ist aber auch eine Acht-Stufen-Automatik erhältlich.

Karosserie/Ausstattung

Einen Tucson gab es bei Hyundai schon einmal von 2004 bis 2010. Das war ein eher bieder gezeichnetes Gefährt, das durch das deutlich flotter gestylte Kompakt-SUV ix35 ersetzt wurde. Der kam gut auch bei deutschen Käufern an. Doch am Modell-Kürzel verloren die Koreaner bald die Freude, seit 2015 gibt es die dritte Generation des SUV, die wieder auf den Namen Tucson hört und jetzt überarbeitet wurde. Der in Deutschland entwickelte und in Tschechien gebaute Wagen kann sich dabei mehr denn je sehen lassen. Die dynamische Linienführung und die auffällige Front wissen zu gefallen. Im Inneren geht es aufgeräumt, funktional (nun auch mit Touchscreen) und sehr gut verarbeitet zu. Das sieht alles gut aus und fasst sich gut an. Dazu kommt in dem 4,48 Meter langen und 1,65 Meter hohen Gefährt ein überzeugendes Platzangebot in beiden Sitzreihen und im Kofferraum (513 Liter). Ab Werk hat der Tucson sechs Airbags, ESP, Traktionskontrolle, beheizbare Außenspiegel, Audiosystem, Fensterheber rundum, Klima und fernbedienbare Zentralverriegelung. Man kann den Tucson nun auch mit vielerlei Assistenten versehen - etwa zum Halten der Spur und des Abstands, zur Warnung vor Übermüdung und zur Erkennung der Verkehrszeichen. Dafür muss man allerdings bessere Ausstattungsvarianten wählen. 

Im MOZ-Autotest - der Hyundai Tucson
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Fahrverhalten

Mehr als nur Optik: Beim Tucson kann man zwischen Front- und Allradantrieb wählen. Gut so. Der bei uns verbaute Allradantrieb bringt die Kraft des stärksten Triebwerks gut auf die Straße - oder eben ins moderate Gelände. Das Fahrwerk bügelt Unebenheiten jeder Art gut weg. Für einen SUV ist der Wagen fast schon dynamisch zu nennen.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Tucson gibt es zu verträglichen 22.970 Euro. Mit dem von uns gefahrenen größten Motor nebst Allrad und besserer Ausstattung landet man dann aber bereits bei mindestens 39.100 Euro. Nach Norm reichen 5,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer (142 g/km CO2), mit sechs Litern kann man tatsächlich hinkommen. Hyundai gibt fünf Jahre Garantie.

Fazit

Hyundai hat seinen Bestseller Tucson noch besser gemacht. Das Gesamtpaket des kompakten SUV passt einfach. Hajo Zenker

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