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486 Eberswalderinnen und Eberswalder haben an 36 Einsatzorten mehr als 2000 Arbeitsstunden geleistet. Die Aktion fürs Ehrenamt war ein Erfolg.

Ehrenamt
Theater, T-Shirts und Pelmeni

Sven Klamann / 06.05.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 06.05.2019, 14:31
Eberswalde (MOZ) Noch am Sonnabendmorgen glich die neue Theaterzentrale an der Fritz-Weineck-Straße 10 einer ausgeräumten Wartehalle. Doch den von der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark organisierten elften Freiwilligentag haben die Kulturaktivisten vom Kanaltheater dafür genutzt, sich ihr Finower Wohnzimmer, das sie bis Ende dieses Jahres bespielen werden, wohnlich einzurichten. Zudem wurde im übertragenen Sinne kräftig getrommelt. "Wir schmücken das große Schaufenster mit Plakaten und Bannern, die auf uns und die kommenden Veranstaltungen hinweisen", sagte Katja Kettner, die im Ensemble als Dramaturgin im Einsatz ist.

Schon am 23. Mai wird die Theaterzentrale in den Räumlichkeiten der ehemaligen Schulspeisung am Kleinen Stern offiziell eröffnet. Um 18.30 Uhr mit einem Konzert der Band After-Milk und um 20 Uhr mit der Eberswalde-Premiere des Stücks "Versprochen ist versprochen", das eine Koproduktion des Kanaltheaters mit dem Theater neben dem Turm Marburg und den Uckermärkischen Bühnen Schwedt ist. Die zweite Aufführung gibt es einen Tag später. Und am 21. und 22. Juni ist jeweils ab 20 Uhr der erste Teil von "Kläsh of Kläns" zu erleben, der "Asche im Haus" heißt.  Und am 23. August sowie im Herbst fortgesetzt wird.

 

Greenpeace bietet Siebdruck

"Ich finde ohnehin toll, was die Theaterleute machen. Und noch besser, dass sie jetzt auch bei uns im Stadtteil aktiv sind", begründete Ringo Wrase aus Finow sein ehrenamtliches Engagement in der Theaterzentrale.

Bei Greenpeace im Park am Weidendamm ging es vor allem um Nachhaltigkeit. Die 20 Mitglieder der Ortsgruppe Eberswalde hatten für den Freiwilligentag eine Siebdruckanlage aufgebaut und peppten so gebrauchte Kleidung auf. Auch Stoffbeutel wurden verziert. "So schlagen wir der Wegwerfgesellschaft ein Schnippchen", erklärte Silvan Hild von der Ortsgruppe. Verschönerte Textilien weiter zu tragen, sei tausendfach besser, als sie in der Mülltonne zu entsorgen.

Freiwillige Eberswalderinnen und Eberswalder konnten am Sonnabend bei mehr als 30 Projekten anpacken u.a. in der Suppenküche, der Kita Arche Noah und im Cafe Brücke.
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Freiwilligentag 2019

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Geschenke zum Muttertag

Beim Kontakt-Verein im Brandenburgischen Viertel haben die 40 Mitglieder Werbung in eigener Sache betrieben. "Wir freuen uns immer über weitere Mitstreiter", sagte Irina Dessert, die als stellvertretende Vereinsvorsitzende in der Verantwortung steht. Den Besuchern des Freiwilligentages wurde ein Workshop für Kinder geboten, bei dem zum Muttertag Glückwunschkarten in Maiglöckchenform entstanden. Es gab eine öffentliche Probe des Chores Iwuschka, in dem 15 Frauen und ein Mann ein Repertoire von mehr als 100 russischen und deutschen Liedern bedienen können. Ein gut besuchtes Schachturnier sowie das gemeinsame Zubereiten und Verspeisen von Pelmeni haben die Angebote ergänzt.

Bei Brot & Hoffnung in der Eisenbahnstraße 84 ging es den fünf Fensterrahmen der Suppenküche an den abgeblätterten Lack. "Das Holz hat ewig keine frische Farbe mehr gesehen", berichtete Steffi Wienke, deren Aufgabe es ist, die Arbeit von Suppenküche und Tafelladen zu koordinieren. Täglich werden 30 bis 35 Portionen Mittagessen gekocht. Und wöchentlich kommen 500 Bedürftige in den Tafelladen. Ohne Ehrenamtler wäre dieser Ansturm nicht zu verkraften.

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