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Kommunalwahl
Das sind die Kandidaten für Jacobsdorf

Stefanie Ender / 14.05.2019, 06:30 Uhr
Jacobsdorf (MOZ) Die MOZ stellt die Kandidaten zur Kommunalwahl am 26. Mai in einer Serie vor. Heute: die Gemeinde Jacobsdorf im Amt Odervorland. Zwischen sechs Listen und zwei Bürgermeisterkandidaten dürfen die Jacobsdorfer wählen.

Peter Stumm (WGFAOT)

Die Wählergruppe für alle Ortsteile der Gemeinde Jacobsdorf, kurz WGFAOT, ist mit Kandidaten aus allen Ortsteilen bestückt, um so das vorrangige Ziel der Stärkung aller Ortsteile zu erwirken. Listenführer Peter Stumm, der auch als Bürgermeister kandidiert, sieht die wichtigsten Ziele in der Stärkung der örtlichen Unternehmen, Entwicklung und Erhalt der Infrastruktur und Förderung der Zusammenarbeit der Ortsteile und Bevölkerung.

Priorität haben für die Wählergruppe Straßen und Radwege, der Breitbandausbau, die Suche nach einem Pächter des Gasthauses "Zum Erbkug" und die Unterstützung der Vereine. Außerdem: "Unser Kindergarten mit der Turnhalle muss wieder verstärkt in unseren Fokus gerückt werden", sagt Stumm, der durch Zusammenarbeit der Gemeindevertretung mit den Ortsbeiräten und der Amtsverwaltung ein "Wir-Gefühl" schaffen will. So sieht Jacobsdorf in fünf Jahren aus: "Investitionsentscheidungen werden im Interesse aller Einwohner getroffen, nach vorheriger Beteiligung. Die Erscheinung unserer Ortsteile hat sich weiterhin verbessert, alle Verkehrsinseln werden gepflegt", sagt Stumm.

Dr. Detlfef Gasche (WUB)

Für das Ehrenamt des Bürgermeisters kandidiert auch der amtierende Gemeindechef Dr. Detlef Gasche, gleichzeitig Listenführer der Wählergruppe Unabhängige Bürger, WUB. Er sieht die Schwerpunkte seiner Arbeit in der Schaffung einer "Wohlfühl-Gemeinde", Solidarität mit allen Ortsteilen und einer lebendigen Jugend- Senioren- und Vereinsarbeit. Priorität hat jeder Bürger, denn jeder Bürger sei seiner Meinung nach wichtig: "Jede engagierte Meinung ist Grundlage des Handeln im politisch möglichen Rahmen", so Gasche.

In fünf Jahren soll Jacobsdorf nach Detlef Gasches Vision jedem Bürger eine Heimat bieten, in der er gern lebt. "Dazu gilt es, sich nichts weiter politisch diktieren zu lassen. In Einigkeit werden die Abgeordneten aller Ortsteile dafür ein stehen", sagt Gasche.

Holger Wenzel (SPD)

Für die Sozialdemokraten kandidiert der aktuelle Jacobsdorfer Ortsvorsteher Holger Wenzel. Schwerpunkte seines Programms sind die Stärkung und Verbesserung der Jugend- Senioren und Vereinsarbeit, sowie die weitere Verbesserung der Ortsgestaltung mit seinen vier Ortsteilen und Ausbau und Reparatur der Radwege.

"Weiterhin sollten alle Vereine in den Ortsteilen unterstützt werden", fordert Wenzel, um die sportliche und kulturelle Teilhabe von Jung und Alt zu sichern. "Die Sanierung der Dorfteiche in allen Ortsteilen sollte nicht an Wichtigkeit verlieren, da diese ein Stück des Dorfbildes darstellen", so Wenzel, der diese in fünf Jahren in ansehnlichem Zustand sehen will. Außerdem will er die Gaststätte wieder öffnen, das Einkaufszentrum erhalten und den dörflichen Charakter von Jacobsdorf schützen. "Leider kann man nicht alle Wünsche immer erfüllen. Aber wenn sich alle etwas mehr in das Gemeindeleben einbringen würden, hätten wir es einfacher, das Dorfleben zu erhalten", so Wenzel.

Holger Lehmann (UWP)

Als Urlaubsvertretung für Listenführer Sven Lippold stellt Holger Lehmann das Programm der Unabhängigen Wählergruppe Pillgram, kurz UWP, dar. Schwerpunkte sind der Ausbau der Kita und Erweiterung des Wohngebietes, Bevölkerungs- und Umweltverträglicher Ausbau von Windenergie und Biogas, Stärkung der kleineren Ortsteile in der Gemeinde.

"Priorität hat für uns eine ausgeglichene Gemeindevertretung, dazu starke und in allen Entscheidungen einbezogene Ortsbeiräte", sagt Lehmann. In fünf Jahren sieht er attraktive Dörfer, in denen es sich lohnt, zu leben und zu arbeiten. Aber auch: "leider viel zu viele Windkraftanlagen."

Heike Hoffmann (WVS)

Die Wählervereinigung Sieversdorf, kurz WVS, führt Heike Hoffmann an. Schwerpunkte setzen sie auf eine stärkere Interessenvertretung der kleineren Ortsteile innerhalb der Großgemeinde, Stärkung der Dorfgemeinschaft und Dorfverschönerung. "Durch eine engere Vernetzung der örtlichen Kompetenzen, der wirtschaftlichen Unternehmen  und der kulturellen Vereine und Privatinitiativen,  wollen wir das Leben in unserem Dorf attraktiver gestalten", sagt Hoffmann.

Es gehe darum die Vorzüge des Landlebens mit den kleinteiligen Strukturen auszubauen und zu fördern. "Ein Herzenswunsch für den wir uns einsetzen möchten,  ist  es,  endlich den Anschluss des Radwegenetzes in Richtung Treplin zu schaffen", so Hoffmann. Sie sieht wirtschaftliches Potential für die kommenden fünf Jahre. "Daneben machen  die Tätigkeiten der  kulturellen Vereine, der aktiven freiwilligen Feuerwehr und der Kirchgemeinde, Sieversdorf liebens- und lebenswert", lautet ihr Fazit.

Thomas Kahl (WGP)

Die Liste der Wählergruppe Pillgram führt Thomas Kahl an. Den Schwerpunkt sehen er und seine Mitstreiter in einer vorausschauenden Gemeindepolitik. "Es kann doch nicht sein, dass die Radwege, insbesondere für unsere Pendler zu den Bahnhöfen, unbefahrbar werden, die Dorfteiche verkrauten und schon im Mai anfangen zu stinken, in Jacobsdorf Kellerdecken gedämmt aber die zügigen Fenster nicht erneuert werden und der Erbkrug zwar durch die Gemeinde verwaltet aber trotzdem keine gastronomische Einrichtung darstellt", sagt Kahl. Außerdem fordert er, dass Friedhöfe nicht mehr finanzielle Zuschüsse erhalten als die Jugendfeuerwehr und Feuerwehr, und "Windmüller mehr Planungsgewalt haben als das Land oder die Gemeinde."

Für die Gemeinde in fünf Jahren will er folgendes "schwarzes" Zukunftsszenario verhindern: Windradruinen, eine weitere Biogasanlage in Pillgram/Jacobsdorf, Ertüchtigung der Hochspannungsleitungen, Dorfteiche als Wildschweinsuhlen. Drainagen und Abflüsse sollten besser gewartet werden, sagt Kahl.

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