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Zwei Leichen
Spur führt nach Montenegro zur Mafia

Eine Kriminaltechnikerin im Schutzanzug geht über ein Grundstück. Zwei Männerleichen sind am 13. Mai in einer Wohnung in der südbrandenburgischen Kleinstadt entdeckt worden.
Eine Kriminaltechnikerin im Schutzanzug geht über ein Grundstück. Zwei Männerleichen sind am 13. Mai in einer Wohnung in der südbrandenburgischen Kleinstadt entdeckt worden. © Foto: dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
dpa / 15.05.2019, 13:42 Uhr - Aktualisiert 15.05.2019, 15:33
Forst (dpa) Bei den getöteten Männern im brandenburgischen Forst (Spree-Neiße) soll es sich nach Angaben montenegrinischer Zeitungen um Mitglieder einer Mafia aus dem Balkanstaat handeln.

Die brandenburgische Polizei und Staatsanwaltschaft äußerten sich mit Verweis auf laufende Ermittlungen dazu am Mittwoch nicht. Der Fund der Männerleichen gehe auf eine Abrechnung unter Mafia-Mitgliedern zurück, schrieb die regierungskritische Zeitung "Vijesti". Hintergrund sei ein seit mehreren Jahren andauernder Streit in der Adria-Küstenstadt Kotor zwischen zwei Clans. Zuvor hatte unter anderem der "Tagesspiegel" berichtet.

Die beiden Männer sind laut "Vijesti" polizeibekannte Montenegriner. Zwei weitere Männer, ebenfalls aus Montenegro, sollen bei dem mutmaßlichen Angriff am Montag verletzt worden sein. Die Leichen waren am frühen Montagmorgen in einer Wohnung in der Brandenburger Kleinstadt entdeckt worden. Aufgrund der Situation, in der die beiden gefunden wurden, geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus.

Bei dem jahrelangen Banden-Streit gehe es um Drogengeschäfte, berichteten örtliche Medien. Die eine Bande soll der anderen 200 Kilogramm Kokain gestohlen haben. Seitdem seien rund 40 Menschen ermordet worden. Darunter ist den Angaben zufolge auch ein 32-jähriger Montenegriner aus Wien. Der Mann war im vergangenen Dezember unweit des Stephansdoms von einem Unbekannten erschossen worden. Sein 23-jähriger Begleiter wurde durch Schüsse schwer verletzt. Die beiden Opfer wurden ebenfalls einem der beiden Clans zugerechnet.

Laut Brandenburger Medien soll es sich bei einem der beiden Toten aus Forst um einen Informanten des Bundeskriminalamtes handeln. Die Behörde sollte nach dem Bericht auch in weiten Teilen die Ermittlungen übernommen haben. Eine BKA-Sprecherin dementierte dies am Mittwoch: "Wir führen keine Ermittlungen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Forsts Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) erklärte schon am Dienstagabend mit Verweis auf die vielen Anfragen von Vertretern der Presse: "An Spekulationen werde ich mich nicht beteiligen." Es sei ausschließlich Sache der Staatsanwaltschaft und der Polizei, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um das Verbrechen aufzuklären. Für die Bewohner in der Stadt bestehe keinerlei Gefahr, so Taubenek.

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Paul Müller 16.05.2019 - 06:48:31

Scheint im übrigen ein heisses Pflaster ...

... dieses Montenegro. Bei uns in der Schweisserei arbeitet ein ehemaliger Polizist aus der Gegend. Der einzige Ex-Jugoslawe, der in den Ferien nie runter fährt. Ein Kollege meinte (der Ex-Polizist selbst kann kaum Deutsch) das er bei einer Kontrolle von 2 „Fahrenden“ (hinterrücks) bewusstlos geprügelt wurde und am Boden liegend, (wieder zu sich kommend) seine Dienstwaffe gezogen hat und ... naja kurz darauf soll er dann samt Familie die Flucht angetreten haben ... :) unsere Jugos, bieten immer wieder Stoff für spannende Anekdoten aus einem gescheiterten Staat - und dem Tito jammern viele noch heute hinterher ...

Paul Müller 15.05.2019 - 20:45:13

„Für die Bewohner in der Stadt bestehe keinerlei Gefahr, so Taubenek.“ ...

... nach den 2 Mordopfern, eine sehr beruhigende Nachricht ...

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