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Abiturpanne
Glienicker Schulleiter räumt Fehler ein

"Ich habe nicht aufgepasst." Hans-Joachim Bork, Schulleiter am Neuen Gymnasium in Glienicke, gibt unumwunden zu, bei der diesjährigen Mathe-Klausur fürs Abitur Fehler gemacht zu haben.
"Ich habe nicht aufgepasst." Hans-Joachim Bork, Schulleiter am Neuen Gymnasium in Glienicke, gibt unumwunden zu, bei der diesjährigen Mathe-Klausur fürs Abitur Fehler gemacht zu haben. © Foto: Heike Weißapfel
Jürgen Liebezeit / 16.05.2019, 20:00 Uhr
Glienicke (MOZ) "Ich habe nicht aufgepasst." Hans-Joachim Bork, Schulleiter am Neuen Gymnasium in Glienicke, gibt unumwunden zu, bei der diesjährigen Mathe-Klausur fürs Abitur Fehler gemacht zu haben. Es seien falsche Aufgaben bestellt worden. Auch bei der ersten Sichtung der Klausuren kurz vor Beginn der Prüfung sei das nicht aufgefallen, so der Mathematiklehrer. Bei der diesjährigen Abiturprüfung im Fach Mathematik haben Schülerinnen und Schüler der Schule die Aufgaben, die ohne CAS-Rechner, das ist ein computergestütztes Algebra-System, gelöst werden mussten, mit CAS bearbeitet.

In Vorbereitung der Prüfungen müssen die Schulen angeben, wie viele Schülerinnen und Schüler an den schriftlichen Abiturprüfungen teilnehmen. Für das Fach Mathematik besteht die Auswahl zwischen den Aufgaben mit und ohne CAS. Die Auswahl ist davon abhängig, ob der Unterricht mit oder ohne CAS erteilt worden ist. Auf dieser Grundlage erfolgt laut Bildungsministerium die Lieferung der Aufgaben.

Alle Eltern informiert

Um Schaden von den Schülern abzuwenden, habe er umgehend das Schulamt informiert, als bei der Korrektur der Klausuren Ungereimtheiten auftraten und der Fehler erkannt wurde. Durchaus denkbar sei beispielsweise, dass das Abitur für die Glienicker Mathe-Abiturienten aberkannt werde, wenn die falsche Klausur gewertet und Beschwerden dagegen eingereicht worden wären. Das Schulamt riet dem Schulleiter am Telefon, alle betroffenen Eltern und Schüler schnellstmöglich zu informieren, weil die Klausur nachgeschrieben werden könnte. Das tat Bork dann auch. Doch erst am Donnerstag hat das Schulamt endgültig entschieden, dass eine neue Klausur geschrieben werden muss. Das bestätigte Ralph Kotsch, Sprecher des Brandenburger Bildungsministeriums.

Die Schülerschaft und die Eltern hätten überwiegend besonnen auf die Wiederholung der Klausur reagiert. Den Jugendlichen wurde auch angeboten, andere Prüfungen zeitlich zu verschieben, wenn die Belastung durch den zusätzlichen Termin zu groß sei. Bork ist bewusst, dass durch den Fehler die Schülerinnen und Schüler jetzt großen Stress haben.

Im Gymnasium sind im Zusammenhang mit der falschen Klausur alle Abläufe analysiert worden, um künftig Fehler zu vermeiden. Die fünfstündige Klausur wird am 22. Mai wiederholt. Dann nehmen 60 Schüler daran teil. Zwei hatten die erste Klausur wegen Krankheit verpasst. Sollten Mittwoch wieder Jugendliche aus Krankheitsgründen nicht mitschreiben können, gibt es eine dezentrale Prüfung.

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