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Kommunalwahl
Rederecht für Ortsvorsteher

Kandidiert: Hartmut Rudolph, Wählergruppe Bauern-Jäger-Angler.
Kandidiert: Hartmut Rudolph, Wählergruppe Bauern-Jäger-Angler. © Foto: Jörn Tornow
Jörg Kühl / 18.05.2019, 06:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Hartmut Rudolph tritt bei der Wahl der neuen Stadtverordnetenversammlung in Beeskow am 26. Mai erneut als Kandidat der Wählergruppe Bauern-Jäger-Angler an. Der 74-Jährige war in der auslaufenden Legislaturperiode Vorsitzender der Fraktion FDP/Bauernverband. Hartmut Rudolph ist auch dieses Mal vom Kreisbauernverband nominiert worden.

Der Oegelner setzt sich für mehr Gemeinsamkeit zwischen der Kernstadt Beeskow und seinen ländlich geprägten Ortsteilen ein. Ein lebenswertes ländliches Umfeld ist dem studierten Agrarpädagogen ein Herzensanliegen. Deshalb ist es ihm besonders wichtig, dass das bestehende Ackerland weiterhin für die Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung steht.

"Jede Stunde verschwindet in Deutschland Ackerfläche in der Größe von zweieinhalb Fußballfeldern!" Diesen Zustand hält Rudolph für die hiesige Landwirtschaft inakzeptabel, weil Landwirten damit die Arbeits- und Lebensgrundlage entzogen wird. Auch sollten Flächen, die sich als Ackerflächen eignen, oder, wie im Gewerbegebiet, früher welche waren, nicht mit Photovoltaikanlagen überbaut werden.

Um den Ortsteilen mehr Gehör zu verschaffen, will sich der Oegelner dafür einsetzen, dass künftig die Ortsvorsteher bei allen Gremiensitzungen der Stadt Rederecht erhalten und Anträge einbringen können. Er versteht dies als ein Beitrag zu mehr Basisdemokratie.

Rudolph fordert ferner, den Abriss von Wohnblöcken zu stoppen. Stattdessen sollte die Stadt darüber nachdenken, wie die Immobilien, beispielsweise durch Abtragung und Zusammenfassung von Stockwerken zu attraktivem Wohnraum umgebaut werden können. Als Beispiel nennt er zweigeschossige Wohnungen mit Dachterrasse, die sich auch für generationenübergreifendes Wohnen eignen.

Rudolph fordert, dass alle Bürger, ob mit Angel oder ohne, freien Zugang zu den Gewässern haben. Die Privatisierung von Ufergrundstücken lehnt er ab. Rudolph will ferner darauf hinwirken, dass die Jagd für die einheimischen Jäger weiterhin zu akzeptablen Bedingungen möglich ist. "Die Jäger haben über Jahre hinweg das Wild so gehegt, dass heute wertvolle Bestände da sind. Sie sollen sie nun auch mitnutzen können!"

Der Kandidat möchte sich dafür einsetzen, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken. Zentraler Punkt sei die Wiedereinrichtung einer Polizeiwache in Beeskow. So könne auch dazu beigetragen werden, Graffitischmierereien konsequenter zu ahnden.

Um die medizinische Versorgung abzusichern, regt Rudolph die Schaffung eines Ärztezentrums an. Dadurch würden teure Einrichtungen und Apparaturen gemeinsam genutzt, für junge Ärzte ergäben sich attraktivere Lebens- und Arbeitsbedingungen und Patienten könnten verschiedene Arztgänge unter einem Dach erledigen.

"Städtische Investitionen müssen einer möglichst großen Bevölkerungsgruppe dienen!" ist eine weitere Überzeugung des Kandidaten. Teure Projekte, wie die separate Tennishalle, die seiner Kenntnis nach von höchstens 20 Vereinsmitgliedern genutzt werde, lehnt Rudolph ab und favorisiert eine Mehrzweckhalle inklusive Tennisfunktion. Für den Agrarpädagogen steht außer Frage, dass der Besuch einer Kita bereits Bildung und Erziehung darstellt. Rudolph fordert die Abschaffung der Kitabeiträge.

Die Ansiedlung eines Rehazentrums mit Schwimmhalle: Für Rudolph keine Spinnerei, sondern eine Idee, über die es sich lohnt, nachzudenken. "Wenn es möglich wäre, die Schwimmhalle zu definierten Zeiten zu öffnen, würde sich ein lange gehegter Wunsch vieler Bürger erfüllen!"

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

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