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Straßenverkehr
Anwohner fordern Tempo 30

Raserstrecke? In der schnurgeraden Ernst-Thälmann-Straße wird meist schneller gefahren als erlaubt.
Raserstrecke? In der schnurgeraden Ernst-Thälmann-Straße wird meist schneller gefahren als erlaubt. © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 18.05.2019, 06:30 Uhr
Brieskow-Finkenheerd (MOZ) Wir Anwohner der Ernst-Thälmann-­Stra­ße von Brieskow-Finkenheerd haben es satt", heißt es auf der Willenserklärung. Was sie satt haben? "Das Rasen und den dadurch entstehenden Lärm auf der Thälmannstraße und in den deren Seitenstraßen." Und deshalb "fordern wir nun endlich verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Ernst-Thälmann-Straße und deren Seitenstraßen" von der Gemeinde, vom Amt, vom Straßenverkehrsamt des Landkreises Oder-Spree und von der Polizei. Überschrieben ist diese Willensbekundung mit "Es reicht!!!", und die dazu gehörende Unterschriftenliste trägt die Unterschriften von 26 betroffenen Anwohnern.

Was hier mit sehr deutlichen Worten gefordert wird, beschäftigt die Anwohner der Ernst-Thälmann-Straße bereits seit mehreren Jahren. Sie wollen, dass die verantwortlichen Behörden endlich Maßnahmen ergreifen, um die Verkehrssituation in der Ernst-Thälmann-Straße zu beruhigen und zu entschärfen. Die Straße führt mitten durch ein dicht bewohntes Gebiet, das im Osten von der alten B 112 beschnitten wird, und ist Hauptzufahrtsstraße für die Wohnhäuser. Viele der Seitenstraßen sind Sackgassen, genauso wie die Thälmannstraße selbst – das heißt, der gesamte Fahrzeugverkehr zu den Grundstücken und wieder zurück führt über diese Straße. Dazu kommen Linienbusse und die Schulbusse.

Derzeit gilt in der Ernst-Thälmann-Straße Höchsttempo 50. Daran hielten sich aber längst nicht alle Autofahrer, sagt Thomas Krzycki, Initiator der Unterschriftensammlung. Auf der schnurgeraden Straße würden die meisten Fahrzeuge mit geschätzt 55 bis 65 km/h unterwegs sein, nachts gern noch schneller. Das sei noch gefährlicher angesichts der Tatsache, dass der Verkehr hier seit Jahren zunehme, wie er festgestellt hat. Das gelte vor allem auch für den Lkw- und Transporterverkehr zu den ansässigen Gewerbebetrieben und – Stichwort Sackgasse – wieder zurück.

Thomas Krzycki und andere Anwohner kämpfen bereits seit Jahren darum, dass entlang der Thälmannstraße eine Höchsttempo-30-Zone mit Rechts-vor-links-­Vorfahrtsregelung eingerichtet und weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ergriffen werden. Im Juni 2017 hat Thomas Krzycki sogar einen entsprechenden Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises gestellt und verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen – ohne Erfolg. Die Anlieger haben ihren Forderungen auch schon mal mit "zivilem Ungehorsam" Nachdruck verliehen – indem sie ihre Autos versetzt beidseitig am Fahrbahnrand geparkt haben, was sofort verkehrsberuhigend gewirkt hat.

"Vor Jahren wurde von der Gemeindevertretung eine Tempo-30-Zone als Ziel angesprochen, was bis heute nicht verwirklicht wurde", heißt es in der Willenserklärung. Auch eine Rechts-vor-links-Regelung sei nie realisiert worden. "Wir Anwohner fordern nun endlich eine Lösung zur Verkehrsberuhigung", ist abschließend zu lesen. Und in etwas kleinerer Schrift und in Klammern wird für den Fall, dass wieder keine Lösung gefunden wird, erneuter "ziviler Ungehorsam" angekündigt. Beispielsweise mit einer Straßenparty.

Wir bleiben dran! Möchten auch Sie uns auf Probleme aufmerksam machen, bei denen wir dranbleiben sollen, dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an die Adresse dranbleiben@moz.de mit dem Betreff Eisenhüttenstadt.

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