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Tierschutz
Im Ehrenamt für den Tierschutz aktiv

Mario Lindenborn mit Sami. Der kleine Pinscherrüde sucht ein neues Zuhause.
Mario Lindenborn mit Sami. Der kleine Pinscherrüde sucht ein neues Zuhause. © Foto:
Pia Rückert / 18.05.2019, 08:00 Uhr
Medewitz Sami ist ein zweijähriger Pinscherrüde, der ein neues Zuhause sucht. Er ist aufgeschlossen, hat ein freundliches Wesen. Zurzeit ist er beim Tierschutzverein "Hoher Fläming e.V." untergebracht. Ebenso eine zutrauliche Katze, die im Moment als Fundtier noch in Quarantäne sitzt. "Vielleicht erkennt sie jemand wieder", so Vereinsvorsitzender Mario Lindenborn.

Der Verein, der das Tierheim "Hoher Fläming" bei Medewitz betreibt, besteht seit November 2018. Dieses befand sich vorher in den Händen von Mario Lindenborn. Jetzt  hat er alle Aufgaben komplett an den Verein übertragen. Zweck des Vereins ist die Fund- und Verwahrtierbetreuung für kommunale Partner sicher zu stellen. Dazu gibt es Verträge mit acht Kommunen. Verwahrtiere sind Tiere, die von Amtswegen eingewiesen werden, sei es aus schlechter Haltung oder auch durch Tod oder Krankheit des Besitzers. Das reicht bis zu Listenhunden oder auffälligen Tieren.

Die zweite Schiene des Vereins ist die Tierpension. Wer also in den Urlaub fahren möchte und nicht weiß, wohin mit seinem Vierbeiner, kann ihn für die Zeit im Tierheim abgeben. Eine Übernachtung kostet für einen Hund 15, für eine Katze 7 Euro. Darin sind sämtliche Kosten enthalten. Im Tierheim hat jedes Tier seinen eigenen Zwinger. Vertragen sich die Tiere, kommen sie gemeinsam in den angrenzenden Auslauf. Aber natürlich steht auch Gassi gehen auf dem Tagesplan. "Eine familiäre Anbindung ist für die Tiere wichtig", so Mario Lindenborn. Der zugelassene Sachverständige kommt mit jedem Hund klar, auch mit schwierigen Fällen. Das liegt ihm anscheinend im Blut. Derzeit gibt es 14 Vereinsmitglieder. "Aber wir sind natürlich auf der Suche nach Verstärkung", so Lindenborn, "denn egal, wie viele Tiere wir haben, alle müssen versorgt werden."

Alle Aufgaben werden ehrenamtlich erledigt. So ist  die erste Aufgabe für die Frühschicht die Tiere zu füttern und die Boxen zu reinigen. Im Moment ist der Tierbestand nicht so groß, so dass in unterbrochener Schicht gearbeitet wird. Seit Kurzem hat der Verein einen Mitarbeiter auf geringfügiger Basis angestellt. Man hat inzwischen ordentlich investiert, Zaunanlagen erneuert und einen Vereinsraum eingerichtet. Aber es gibt noch viel zu tun. Einige Zwinger müssen mit neuen Böden versehen und auch das Umfeld muss hergerichtet werden. Die Gelder müssen selbst erwirtschaftet werden, auch für die Miete, die nur noch bis Jahresende ermäßigt ist.

Der Verein gewährleistet eine 24 Stunden Bereitschaft. Für die Öffentlichkeitsarbeit ist eine Homepage angedacht. Flyer und Visitenkarten sind in Arbeit und werden nach Erhalt ausgelegt. Zum Bad Belziger Altstadtsommer wird sich der Verein mit einem Infostand präsentieren.

Eine Genehmigung zur Aufnahmen von 60 Katzen und 30 Hunden, dazu Reptilien, Nager und Vögel besteht. Momentan sind vier Hunde und etwa 30 Katzen untergebracht, es gibt also noch freie Kapazitäten. Die Katzen sind Freigänger, haben jederzeit aber die Möglichkeit ins Haus zu kommen. An kalten Tagen werden die Räume mit Rotlichtlampen beheizt.

Werden Tiere zu Mario Lindenborn gebracht, beobachtet er sie mindestens vier Wochen lang. Erst dann kann er entscheiden, ob sie vermittelbar sind. In seltenen Fällen gibt es Tiere, bei denen das nicht möglich ist. Dann tritt eine Kommission – bestehend aus der einweisenden Behörde, dem Veterinäramt und einem unabhängigen Gutachter – zusammen und entscheidet gemeinsam über die weitere Vorgehensweise.

Wer sich für den Pinscherrüden Sami oder einen anderen tierischen Bewohner interessiert, oder sich über den Verein und Beitrittsmöglichkeiten informieren möchte, kann sich unter der 01590/1746646 melden.

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