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Rewoge setzt auf Rentner

Rewoge-Chef Stephan Greiner-Petter
Rewoge-Chef Stephan Greiner-Petter © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 18.05.2019, 09:15 Uhr - Aktualisiert 18.05.2019, 13:18
Rheinsberg (MOZ) Die Rheinsberger Wohnungsgesellschaft Rewoge treibt ihren Schuldenabbau voran.

Ende 2020 möchte Geschäftsführer Stephan Greiner-Petter die kompletten verbliebenen Verbindlichkeiten umschulden, um mehr Geld für Investitionen zur Verfügung zu haben. Er möchte bis 2035 viele Wohnungen barrierefrei gestalten.

Im vergangenen Jahr erzielte das städtische Unternehmen einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 600 000 Euro. Aufgrund der zu bedienenden Kredite in Höhe von 32,1 Millionen Euro muss Greiner-Petter jedoch von jedem Euro, den er pro Quadratmeter an Miete einnimmt, 70 Cent an die Bank zahlen. Das Budget für Investitionen beläuft sich jährlich auf rund auf 600 000 Euro. Der Investitionsbedarf liegt laut dem Rewoge-Chef aber bei 17,3 Millionen Euro. Allein für den Einbau von Fahrstühlen werden 6,5 Millionen Euro benötigt. Zudem möchte er die Bäder barrierefrei gestalten und die Grundrisse der Wohnungen altersgerecht ändern. Für die Instandhaltung des Bestands werden weitere 9,5 Millionen Euro benötigt.

Derzeit erarbeitet die Rewoge ein Konzept, das die Entwicklung bis zum Jahr 2035 umreißt. Mit diesem Papier möchte Greiner-Petter die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) davon überzeugen, die verbliebenen Verbindlichkeiten umzuschulden. Durch die Zinseinsparungen erhofft sich der Geschäftsführer jährlich zwischen 800 000 und einer Million Euro für Investitionen zur Verfügung zu haben. Damit ließen sich die gesetzten Ziele erreichen. Die Umrüstung auf altersgerechtes Wohnen wird nicht nur wegen der Bevölkerungsentwicklung notwendig.

Greiner-Petter hofft, sich damit auch eine neue Zielgruppe zu erschließen: Berliner Rentner, die ihren Altersruhesitz in die Prinzenstadt verlegen wollen. Nicht selten erhalte er aus der Bundeshauptstadt Nachfragen, ob er nicht barrierefreie Wohnungen frei habe. Bisher muss der Chef des größten Vermieters in der Prinzenstadt die Leute vertrösten.

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