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Beim 5. Hafenfest geht es um die Besten im Flößerstechen und in diesen Wochen um die Schleusenübernahme.

Hafenfest
Kanal der Entscheidungen

Flankiert von Flößern: So läuten Jan König, Hartmut Ginnow Merkert und Peter Münch (v.l.) das Fest ein.
Flankiert von Flößern: So läuten Jan König, Hartmut Ginnow Merkert und Peter Münch (v.l.) das Fest ein. © Foto: Ulrich Wessollek
Marco Marschall / 19.05.2019, 21:00 Uhr
Finow Keine Verletzungen, nur ein paar blaue Flecken hat es gegeben beim Flößerstechen auf dem Finowkanal. Und am Ende haben beim Wettbewerb des Eberswalder Hafenfestes an der Stadtpromenade irgendwie alle gewonnen. Das Team "Meine Favoriten" vom SV Motor Eberswalde hat beim Kampf auf den schwimmenden Untersätzen mit den langen mit Boxhandschuhen gepolsterten Stangen die meisten Punkte erzielt – gegen ein zweites Team ihres SV, mit dem die Sportler den Geldgewinn und die Kiste Craft-Bier nun teilen wollen. Nur zwei Zweierteams waren in der Gruppe der Erwachsenen überhaupt an den Start gegangen. Bei den Jugendlichen – sechs Mannschaften vom Humboldt-Gymnasium – errang Team "Wasserratten" den ersten Platz.

Angesichts der knappen Teilnehmerzahl waren die nachmittäglichen Wettkämpfe am Kanal eine schnelle Sache, aber bei weitem nicht der einzige Programmpunkt des Hafenfestes. Im Laufe des sonnigen Sonnabends gab es Live-Musik, die Rettungshundestaffel der Johanniter stellte sich vor, außerdem Budenzauber mit Bratwurst, Eis und mehr. Eröffnet wurde das Fest auf der Bühne gegen 13 Uhr vom Shanty-Chor der Wasserschutzpolizei des Landes Brandenburg und deren markigen Seemannsliedern.

Das offizielle Einläuten der Veranstaltung an der Flößerglocke übernahmen Eberswaldes Wirtschafts- und Sozialdezernent Jan König, Hartmut Ginnow-Merkert vom Verein "Unser Finowkanal" und der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde (WSA) Peter Münch.

Grundsatzbeschlüsse

Wie Münch in seinen Grußworten deutlich machte, sei die Wasserstraße, an der das nun schon das fünfte von der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal (KAG) ausgerichtete Hafenfest stattfand, ein Gemeinschaftsprojekt. Das Politikum Finowkanal war damit auch beim Feiern präsent. Zur Finanzierung der  Schleusensanierung gibt es, wie diese Zeitung bereits berichtete, einen Plan. Er sieht vor, dass Bund und Land sich die Kosten teilen, die Kommunen am Kanal zusammen mit dem Landkreis Barnim zehn Prozent des Landesanteils schultern.

Noch ist diese Aufteilung nicht Bestandteil des Beschlusses, der derzeit die Stadtversammlungen und Gemeindevertretungen durchläuft. Darin geht es um die Entwicklung einer Grundsatz- und Finanzierungsvereinbarung zur Schleusenübernahme  mit dem Bund und die Gründung eines Zweckverbands.  Konkretes muss später erneut die Gremien passieren. Trotzdem wird die Abstimmung in den Kommunen vom WSA mit Spannung verfolgt. "Wir haken mit ab", sagt Peter Münch. Eberswaldes Stadtverordnete haben bereits zugestimmt, Oderberg sowie die Gemeinden Liepe und Niederfinow ebenfalls. Am Mittwoch ist die Gemeinde Schorfheide an der Reihe, die kurz vor der Kommunalwahl im Rahmen einer Sondersitzung über das Papier entscheidet.

Mit Shantysunterwegs

Der Shanty-Chor der Wasserschutzpolizei wurde schon 1992 gegründet und pflegt maritimes Liedgut. Damit unterstützen die Sänger die polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit. Auch Frauen singen mit. Shanty leitet sich vom englischen chant und französischen chanter ab – übersetzt: singen. Nach dem Auftritt beim Eberswalder Hafenfest hat der Chor seinen nächsten am 9. Juni in Klaistow bei Beelitz. ⇥mm

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