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Sieben Parteien und Wählergruppen bewerben sich um die Mandate im Beeskower Stadtparlament. Mit dabei ist auch die FDP.

Kommunalwahl
Kulturförderung und Bußgeld

Spitzenkandidat der Beeskower FDP: Klaus Weichselbaum
Spitzenkandidat der Beeskower FDP: Klaus Weichselbaum © Foto: Jörn Tornow
Olaf Gardt / 21.05.2019, 10:15 Uhr - Aktualisiert 22.05.2019, 08:03
Beeskow (MOZ) Klaus Weichselbaum steht an der Spitze der FDP-Liste bei der Wahl zur Beeskower Stadtverordnetenversammlung. Der Frisör mit eigenem Salon ist bekannt in der Stadt. Und Weichselbaum kennt als Abgeordneter die Parlamentsarbeit. Gründe genug für Listenplatz eins, obwohl er nicht Mitglied der FDP ist. Vor allem, weil er mit einigen politischen Positionen der Bundespartei nicht einverstanden sei, habe er die Partei einst verlassen. Dazu gehöre beispielsweise die Zustimmung zu Kriegseinsätzen der Bundeswehr, sagt er. Das ändere aber nichts an seinen liberal-konservativen Grundpositionen, so Weichselbaum. Und mit den FDP-Mitgliedern in Beeskow sei er lange und gut bekannt. "Und hier vor Ort können wir auch etwas bewegen", ist der Friseurmeister überzeugt. So sei es gelungen, dass die Straße zwischen Bornow und Kohlsdorf offen bleibt. Die Verwaltung wollte eine Teileinziehung, nennt er ein Beispiel. Diese "kleinen Sorgen", wie Weichselbaum es nennt, seien es auch, worum man sich in Beeskow kümmern müsse. Große Probleme sieht er in der Stadt nicht.

Zuschüsse für Kultur

Auch deshalb gebe es keinen Wahlkampf mit FDP-Plakaten an den Laternen und vielen Infoständen. Bei den ganzen Plakaten sehe man doch jetzt nicht mal mehr die Hinweise auf das Stadtfest. Das bedauert Weichselbaum. Diese Feste zu fördern, wie auch alle anderen Bereiche von Kultur und Sport, ist ihm wichtig. "Dafür muss es immer kommunale Zuschüsse geben", betont Klaus Weichselbaum. Welche Projekte man genau unterstütze, darüber sei auch politisch zu streiten. Und das könne sich von Jahr zu Jahr auch ändern.

Anpacken will er als Stadtverordneter in der nächsten Wahlperiode einen neuen Bußgeldkatalog für die Stadt. 50 Euro für eine weggeworfene Kippe oder einen auf den Gehweg gespuckten Kaugummi vielleicht. Ihm sei klar, dass dies allein das Probleme nicht löse. "Aber Abschreckung hilft", ist Klaus Weichselbaum überzeugt. Und eine noch sauberere Stadt würden sich viele Beeskower wünschen. Das höre er von seinen Kunden und auch seinen Vereinsfreunden im Kegelclub und in der Schützengilde.

Bei der Debatte über die Zukunft der Beeskower Kitalandschaft plädiert Weichselbaum dafür, die gefassten Beschlüsse umzusetzen, das neue Haus im Fontaneviertel zu errichten. Wichtiger als die Gesamtzahl der dort zu betreuenden Kinder sei doch, dass der Betreuungsschlüssel eingehalten werde, also genügend Erzieher für die Kinder eingestellt werden. In vielen Fragen stimmt der FDP-Kandidat zudem mit Hartmut Rudolph von der Wählergruppe Bauern-Jäger-Angler überein.

Mit ihm könnte er sich auch eine weitere Fraktionszusammenarbeit vorstellen, so wie in der vergangenen Legislaturperiode. Weichselbaum unterstützt die Idee, DDR-Plattenbauten nicht einfach nur abzureißen, sondern familienfreundlich umzubauen. Er begrüßt auch das städtische Wohnungsbauprojekt im Spreepark und verteidigt den Wohnpark in der Ringstraße. die Gestaltung der Außenanlagen dort hätte schneller umgesetzt werden müssen, kritisiert er. Aber jetzt sehe das gut aus.

Wichtig sei zudem, die Umnutzung landwirtschaftlicher Nutzflächen zu verhindern. Und unterstützen will er die Idee, den Ortsvorstehern Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung einzuräumen. Die Ortsteile kämen bislang zu kurz, meint Weichselbaum. Offen müsse man zudem für neue Lösungen sein, beispielsweise zur Lösung von Verkehrsproblemen. Er sei ein großer Fan der E-Scooter. So ein Elektrokleinstfahrzeug werde er sich auch selbst zulegen, um schnell und umweltschonend durch die Stadt zu kommen.

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