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B112
Umgehungsstraße ist ein Politikum

Der Lkw-Verkehr durch Neuzelle nervt: Christiane Jakob aus EH deutet auf das neue 50er-Schild in Neuzelle. Eine Bürgerinitiative will für eine Ortsumgehung demonstrieren.
Der Lkw-Verkehr durch Neuzelle nervt: Christiane Jakob aus EH deutet auf das neue 50er-Schild in Neuzelle. Eine Bürgerinitiative will für eine Ortsumgehung demonstrieren. © Foto: Janet Neiser
Janet Neiser / 22.05.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 23.05.2019, 09:41
Neuzelle (MOZ) Der Wahlkampf geht auch an der seit Jahren heiß diskutierten Ortsumgehung Neuzelle nicht vorbei.

Nachdem die Bürgerinitiative "pro Ortsumgehung Neuzelle" in der vergangenen Woche für heute zu einer Demonstration aufgerufen hat, an der sich auch Schüler der ortsansässigen Schulen sowie Politiker wie der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Gliese beteiligen, hat sich nun auch die SPD Oder-Spree zu Wort gemeldet. Die Überschrift über deren Pressemitteilung lautet: "Die Bürgerinitiative plant zum falschen Zeitpunkt eine Demonstration." Denn nun sei bereits vieles im Fluss, heißt es aus den Reihen der Sozialdemokraten. Jetzt, wo die Sache endlich angeschoben werde, sei diese Demonstration als Wahlkampfmanöver zu werten. Mehrere aktive Mitglieder der Bürgerinitiative treten nämlich bei den Kommunalwahlen an diesem Sonntag für verschiedene Gremien an.

Anwohner, Schüler und Bürger aus Neuzelle und umliegenden Gemeinden demonstrieren für den Ausbau der Umgehungsstraße B112, die Lücken-Schließung der Oder-Lausitz-Straße  zwischen Eisenhüttenstadt und Neuzelle. Organisiert wurde die Demonstration von der Neuzeller Bürgerinitiatve „pro Ortsumgehung“.
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Demo für die Ortsumgehung

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Regionalgeschäftsführer Jörg Skibba verweist in dem Schreiben auf einen offiziellen Termin im Rathaus Eisenhüttenstadt, der am 6. Mai stattgefunden hat. Dort hatte das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) und die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES), die für die B.112 zuständig sind, eingeladen. Bürgermeister, Amtsdirektoren, sowie Vertreter der Bürgerinitiative "pro Ortsumgehung" und Landtagspolitiker seien anwesend gewesen und somit in Kenntnis vom Sachstand und Zeitplan gesetzt worden. "Der Zeitplan sieht vor, dass die neue Linienbestimmung und Planung voraussichtlich im III. Quartal 2019 abgeschlossen ist und dem Bundesverkehrsministerium übergeben wird", teilt Jörg Skibba mit. Anfang 2020 seien zudem zwei große öffentliche Veranstaltungen in Eisenhüttenstadt und Neuzelle geplant. Die Präsentation der DEGES ist auf deren Internetseite zu finden.

Burkhard Jantke, Sprecher der Neuzeller Bürgerinitiative, begründet die Veranstaltung in seiner Pressemitteilung vom 14. Mai wie folgt: "Die Demonstration soll Druck auf die Landespolitik machen, endlich die seit 20 Jahren geplante und immer wieder verschobene Umsetzung der Ortsumgehung zu realisieren." Es seien der in den letzten vier Jahren um zirka 70 Prozent zugenommene Schwerlastverkehr, die damit gestiegenen Lärm- und Umweltbelastungen, die Gefährdung der Schulwege und nicht zuletzt die ungünstigen Verkehrsbedingungen für die Wirtschaftsunternehmen und Einrichtungen, die die Bürgerinitiative zur Durchführung der Demonstration bewogen haben.

Die Demonstration startet heute um 11.Uhr am Bahnhof Neuzelle und endet zirka 13.Uhr in der Chausseestraße. Zwei Demonstrationszüge werden über die Bahnhofstraße-Ortsmitte und über die Waldstraße-Slawengrund führen.

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