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Die Kindertagesstätte Kinderparadies im Eberswalder Nordend besteht seit 40 Jahren. Es gibt einen neuen Förderverein, der viel vor hat.

Erziehung
Das Kinderparadies Nordend in Eberswalde feiert Geburtstag

Gabi Kowalczik / 24.05.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 24.05.2019, 12:39
Eberswalde (Reportertausch) Es ist 40 Jahre her, dass die ersten Mädchen und Jungen das Kinderparadies Nordend besuchten. Vier Jahrzehnte, in denen sich eine Menge getan hat – angefangen bei der Wende bis hin zu immer wieder neuen Herausforderungen und Aufgaben, die der Beruf des Erziehers mit sich bringt. "Und letztlich haben sich auch die Kinder im Laufe der vergangenen 40 Jahre verändert", blickt Ute Ferl, seit fünf Jahren Leiterin des Kinderparadieses, anlässlich des runden Geburtstags zurück. Gefeiert wurde dieser nun mit einem bunten Fest mit Sketchen, Musik, Leckereien und vielem mehr.

"Anfangs waren hier noch Kindergarten und Krippe getrennt", berichtet Ute Ferl. Mittlerweile sei die Einrichtung längst zu einer gemeinsamen städtischen Einrichtung zusammengeschmolzen, von den 176 Plätzen seien derzeit 170 belegt. 22 Mitarbeiter hat die Kita, davon zwei Männer.

Die Bäder wurden saniert

Baulich habe sich seit den Anfängen mit den Jahren immer mal wieder etwas verändert. "So haben wir zum Beispiel die Bäder saniert", so die Leiterin weiter. Und auch ein eigenes Profil hat das Kinderparadies mit den Jahren entwickelt und immer weiter gestärkt. "Musik und Bewegung sind uns hier sehr wichtig", sagt Ute Ferl. "Wir versuchen immer wieder aufs Neue, das in unseren Alltag einzubauen."

Dieser Ansatz war auch beim Geburtstagsfest deutlich spürbar. Ob nun die Erzieher Matthias Reims Hit "Verdammt, ich lieb‘ dich" zu "Wir sind Erzieher" umdichteten oder die Mädchen und Jungen Runden auf Ponys drehten oder sich auf der Hüpfburg austobten – es war ein lebendiges Fest mit jeder Menge Musik und Bewegung.

Aber auch Platz für kritische Töne gab es: "Die Kindertagesstätte liegt leider nicht gerade im Fokus der Stadt und ihrer Finanzplanungen", sagte Vater André Richlick. "Es gibt viele Projekte, die eher an der Reihe sind, wenn es ums Geld geht." Das findet der Vater schade, denn "Bildung beginnt doch in der Kita." Das Engagement der Erzieher sei im Kinderparadies enorm, so André Richlick weiter. Er sieht aber auch die Stadt in der Pflicht, für passende Rahmenbedingungen zu sorgen. "Baulich und von der Ausstattung her gibt es hier noch viele Stolperfallen und einen großen Verbesserungsbedarf", findet der Vater.

Um die ein oder andere "Stolperfalle" auszubessern, haben Richlick sowie sechs weitere Mütter und Väter sowie zwei Erzieher sich entschieden, einen Förderverein ins Leben zu rufen und die Gründung nun auf den Weg gebracht. "In etwa vier bis sechs Wochen sollte alles offiziell sein", sagte Vater Kay Patzwald. Derzeit sucht der neue Verein noch nach weiteren Eltern und anderen Förderern, die die Arbeit mit ihren Mitgliedsbeiträgen unterstützen oder mit anpacken möchten.

Die Dinge angenehmer gestalten

Die erste Aktion gab es bereits vor der offiziellen Gründung, der Förderverein hat einen Flohmarkt veranstaltet. Teile des Erlöses wurden nun genutzt, um für das Fest zum 40. Geburtstag des Kinderparadieses Alpakas zu mieten.

Aktionen wie diese stellen sich Kay Patzwald und André Richlick auch in Zukunft vor. "Wir möchten die Erzieher in ihrer täglichen Arbeit unterstützen und Dinge, bei denen wir helfen können, noch ein wenig angenehmer machen."

Kita-Leiterin Ute Ferl freut sich über das Engagement der Eltern, die auch im Kita-Ausschuss mitreden. Der Beruf des Erziehers habe sich durch wachsende Bürokratie und immer mehr auch beratende Funktion den Eltern gegenüber in den vergangenen 40 Jahre stark verändert, berichtete sie. Ein gutes Miteinander von Eltern und Erzieher sei da immer wichtiger geworden. Auf ihr Team ist Ute Ferl stolz. Denn, wie die Erzieher auch in ihrer Version von Matthias Reims Hit sangen, alle seien "mit viel Erfahrung und viel Witz" bei der Sache.

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