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Europawahl
Trotz drastischer Verluste SPD stärkste Partei

Die Wahlergebnisse verfolgen Michael Wobst, Thomas Günther, Birk Grigoleit, Frank Schönfeld (von links).
Die Wahlergebnisse verfolgen Michael Wobst, Thomas Günther, Birk Grigoleit, Frank Schönfeld (von links). © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 26.05.2019, 20:31 Uhr - Aktualisiert 26.05.2019, 21:44
Hennigsdorf (MOZ) Trostpflaster für die SPD: In ihrer Hochburg Hennigsdorf konnten sie bei der Europawahl Platz eins verteidigen. Allerdings büßte die Partei mit 21,9 Porzent gut 13 Prozentpunkte ein. Die AfD wurde mit 18,3 Prozent zweistärkste Kraft, gefolgt von der CDU. Die Grünen konnten die Linke überholen. Die Wahlbeteiligung steigt auf 54,9 Prozent.

Zwischen 23 Uhr und Mitternacht, so hofft Hennigsdorf zuständige Wahlleiterin Jutta Benesch, soll ein verlässliches Ergebnis für die Wahl zum Stadtparlament vorliegen. Nur im Ausnahmefall – wenn sich zum Beispiel in einem Wahllokal immer wieder verzählt wird – soll die Auszählung unterbrochen und Montagvormittag fortgesetzt werden.

Bürgermeister Thomas Günther (SPD) geht nicht davon aus, dass seine Partei bei der Wahl zum Stadtparlament den Erfolg von 2014 mit 44,6 Prozent wiederholen kann: "Das war ein Ausnahmeergebnis." Eine Prognose, ob das Ergebnis wenigstens mit einer Vier vorn beginnt, wollte er nicht abgeben: "Mein Wunsch ist es, dass wir wieder stärkste Fraktion werden."

Als der Bürgermeister gegen 13.30 Uhr seine Stimme im Wahllokal in der Schweitzer-Oberschule abgegeben hatte, gehörte er zu denen, die gut zehn Minuten Schlange stehen mussten. Ein Schwätzchen hier, eins da; so sei die Zeit schnell vergangen. Das sahen andere Wähler anders. "Einige zeigten sich verärgert, weil sie eine Viertelstunde warten mussten und schimpften über eine schlechte Organisation." Dabei hatte sich die Stadt sogar auf eine 100-prozentige Wahlbeteiligung eingestellt. Für 21 329 Wahlberechtigte fürs Europaparlament waren 22 700 Stimmzettel gedruckt worden. Aufregend begann der Tag für die Wahlleiterin dennoch. Kurzfristig hatte eine Handvoll Wahlhelfer abgesagt beziehungsweise war nicht erschienen. "Unsere Reserveliste geht gegen Null", sagte sie am Nachmittag. Ausfallen durfte nun niemand mehr.

Auch in Hennigsdorf zeichnete sich, wie fast überall im Kreis, eine höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab. Gegen 13.30 Uhr hatten 24,9 Prozent ihre Stimme für die EU-Wahl abgegeben, dazu kamen rund 14 Prozent Briefwähler. An der Kommunalwahl hatten zur selben Zeit 23,9 Prozent teilgenommen, dazu ebenfalls rund 14 Prozent Briefwähler. 2014 hatte die Wahlbeteiligung fürs Stadtparlament am Ende 41,1 Prozent betragen.

 

Mehr zum Wahlsonntag in Oberhavel finden Sie hier: https://www.moz.de/landkreise/oberhavel/oranienburg/oranienburg-artikel/dg/0/1/1730997/

 

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