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Kommunalwahlen
Neues Gesicht im Stadtparlament

Frisch gewählt: Tom-Morten Theiß ist für die FDP in die Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung eingezogen.
Frisch gewählt: Tom-Morten Theiß ist für die FDP in die Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung eingezogen. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 05.06.2019, 10:32 Uhr
Rheinsberg (MOZ) Tom-Morten Theiß ist eines der neuen Gesichter in der Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung. Der 23-Jährige möchte die Blockbildung in dem Stadtparlament gern aufbrechen.

Derzeit studiert der Linower Fahrzeugtechnik in Berlin. Seiner Heimat ist er jedoch nach wie vor sehr verbunden. Er ist, soweit es das Studium zulässt, aktiv in der Feuerwehr. "Ich hab Gefallen an diesem Leben in zwei Welten gefunden. Ich kann Berlin erleben, wenn ich möchte aber in kurzer Zeit in meiner Heimat das Dorfleben genießen", sagt er. Den Zusammenhalt in seinem Ort bewundert er. "Wir haben einen Anglerverein und den Faschings­club. Wir haben ein cooles Dorf, es ist immer etwas los", schwärmt er.

Die zerstrittene Lage in der Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung habe ihn dazu bewogen, für die FDP um ein Mandat zu kandidieren. "Ich habe mich schon immer für Kommunalpolitik interessiert. Sie ist sehr nah an einem dran. Man kann etwas bewegen", so Theiß. In die FDP zog es ihn vor zwei Jahren, weil ihm gesellschaftliche Liberalität aber auch wirtschaftlich vernünftiges Denken wichtig sind. "Wir haben unseren Wohlstand in Deutschland nur, weil wir viele mittelständische Unternehmen haben", findet er. Da ihm Umweltschutz ebenso am Herzen liegt, bezeichnet Theiß sich als "grünen FDPler". Daher würde er sich von seiner Partei auf Bundesebene mehr Klimapolitik wünschen.

Der 23-Jährige selbst möchte dazu beitragen, dass die Stadtverordneten künftig besser zusammenarbeiten. Zuletzt hatten die Fraktionen von SPD, CDU und Linke vor allem beim Bürgerzentrum gegen Vorschläge aus der Verwaltung gestimmt. Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) wirft den Parteien Blockade vor. Die drei Fraktionen ihrerseits bemängeln die schlechte Zusammenarbeit des Rathauschefs mit ihnen. Theiß selbst möchte konstruktiv tätig sein. Er hat sich im Vorfeld der Wahl aber bereits von der Fraktion BVB/Freie Wähler distanziert, weil sie mit Jürgen Scheigert ein AfD-Mitglied in ihren Reihen hat.

Junge Menschen im Ort halten

Inhaltlich möchte Tom-Morten Theiß dazu beitragen, junge Rheinsberger davon zu überzeugen, in der Region zu bleiben. Deshalb ist es ihm wichtig, die Infrastruktur zu verbessern: Spiel- und Sportplätze, Gemeindehäuser sowie Straßen. Vor allem die Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz ist aus seiner Sicht stark ausbaufähig. Als ehemaliger Schüler des Neuruppiner Schinkelgymnasiums weiß er aus eigener Erfahrung, wie schlecht die Prinzenstadt ohne eigenes Auto zu erreichen ist. "Man kommt nach der letzten Schulstunde zum Teil nicht mit dem Bus nach Linow. Solche Fragen sind für junge Familien auch ein Aspekt, ob sie sich hier niederlassen", so Theiß. Auch der schlechte Zustand mancher Straßen und Gehwege spiele eine Rolle.

Da Rheinsberg selbst vor allem Arbeitsplätze im Tourismus zu bieten hat, ist es wichtig, Berufspendler im Ort zu halten. Dafür ist eine bessere Zuganbindung in Theiß’  Augen elementar. "Es macht einen Unterschied, ob ich eine Stunde im Auto sitze und nichts machen kann, oder ob ich entspannt eine Stunde im Zug sitze und zum Beispiel lesen kann." Als Halbberliner mit Hauptwohnsitz in Linow weiß er es schließlich selbst am besten.

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