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Projektwoche
Grundschüler forschen zu jüdischem Leben

Zu jüdischem Leben während des Nationalsozialismus geforscht: Lilli Benckendorff erklärt ihren Eltern Sabrina und Christian die Ausstellung. Ihre Mitschüler hören zu.
Zu jüdischem Leben während des Nationalsozialismus geforscht: Lilli Benckendorff erklärt ihren Eltern Sabrina und Christian die Ausstellung. Ihre Mitschüler hören zu. © Foto: Klaus D. Grote
Klaus D. Grote / 08.06.2019, 10:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Die Präsentation wird zum kleinen Filmfestival. Am Freitag zeigten Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse der Waldschule die Ergebnisse einer Projektwoche. Bevor die Gäste eine Ausstellung sehen konnten, wurden sieben kurze Filme gezeigt, in denen über das Leben jüdischer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus berichtet wurde. "Keine Schule, kein Haustier, kein... – Alltag jüdischer Kinder im Nationalsozialismus", lautete der Titel der Projektwoche, die mit dem Berliner Bildungsverein Schlaglicht durchgeführt wurde.

"Seev hat überlebt, er wohnt heute in New York", heißt es am Ende des zweiten Films. Als 15-Jähriger war der Junge seinem Bruder gefolgt und von Berlin allein nach Palästina geflohen. Die Eltern brachten sich um. Mit Zeichnungen, Bilderschnipseln und den Stimmen der Schüler sind die Filme entstanden. Erzählt wird beispielsweise auch von der Neuköllnerin Ruth, die 1936 eingeschult wurde, mit neun Jahren den Zweitnamen Sara bekam und die Schule verlassen musste. Ein anderes Mädchen namens Ruth  musste sich von ihrem Traum als Tänzerin verabschieden, weil sie Jüdin war. Erzählt wird von den Schwierigkeiten im Alltag, dem Verbot, ins Kino zu gehen, von Flucht und vom Wiedersehen zweier Schulfreundinnen, die sich erst nach 65 Jahren wieder in die Arme schlossen.

Schulleiter Torsten Lattke, Kollegen und Eltern zeigten sich beeindruckt vom Ergebnis der Projektwoche.

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