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Judo
Schöner Abschluss mit Silber

In ihrem Finale haben sich der Frankfurter Nick Köhler (in Blau) und der Berliner Nikita Mantel nichts geschenkt.
In ihrem Finale haben sich der Frankfurter Nick Köhler (in Blau) und der Berliner Nikita Mantel nichts geschenkt. © Foto: Daniel Braune
Kerstin Bechly / 15.06.2019, 03:15 Uhr - Aktualisiert 15.06.2019, 10:08
Frankfurt (Oder) (MOZ) Über 400 Judoka aus sieben Ländern reisten nach Berlin-Hellersdorf zum 24. Internationalen Tuzla-Cup des AC Berlin für die Altersklassen U 15 bis U 21.

Aus der fünfköpfigen Gruppe des Stützpunktes Frankfurt gewannen zwei Sportler eine Medaille, für den Polizeisportverein waren vier Sportschüler und zwei Freizeitjudoka erfolgreich.

Zum Turnier hatten zahlreiche deutsche Landesverbände ihre Sportler entsendet, auch alle Stützpunkte aus Brandenburg, Berlin und Sachsen. Das georgische Nationalteams der Männer U.18 nutzte es, um sich auf die Europameisterschaften in Warschau vorzubereiten. "Es hat sich wieder bestätigt, dass der Tuzla-Cup unter den regionalen Turnieren ein sehr hohes qualitatives und quantitatives Niveau aufweist. So hatte ich es mir für die Jungen meiner Trainingsgruppe der U 18 vorgestellt, damit sie zum Abschluss des Schuljahres noch einmal ihre Leistungen abrufen können", schildert Frankfurts Sportschultrainer Michael Rex.

Taktischer Fehler unterlaufen

Dies ist eindrucksvoll Nick Köhler (PSV Frankfurt) gelungen. Der Lebuser trat in der mit 32 Teilnehmern am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm an und wollte nach dem unglücklichen Ausscheiden bei der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft und ersten internationalen Einsätzen noch einmal zeigen, dass er vorne mitkämpfen kann. Obwohl erst mittlerer Jahrgang besiegte Nick Köhler seine ersten Gegner aus Lübeck, Braunschweig und Schweden jeweils vorzeitig.   Im Halbfinale bezwang er Michael Löb mit einer kämpferisch und taktisch überzeugenden Leistung. Es war sein erster Sieg über den Berliner überhaupt. Im Finale gegen den deutschen Vizemeister Nikita Mantel (AC Berlin) übernahm Nick sofort die Initiative. Doch einen seiner Angriffe konterte Mantel geschickt und ging mit Wazaari-Wertung in Führung. "Nick hat bei dem Angriff am Boden einen taktischen Fehler begangen, hat sich am Gegner aufgerichtet, so dass dieser zugreifen konnte", erklärt Michael Rex. Trotz permanenter Wurfversuche fehlte dem jungen PSV-Sportler das Quäntchen Glück, um seinen Gegner noch zu bezwingen. Doch hatte er allen Grund, sich über Silber zu freuen, genau wie sein Sportschultrainer und sein Heimtrainer Ludwig Baumann. "Nick hat sehr gute taktische Leistungen geliefert und sich sehr gut entwickelt. Das kann er unter Beweis stellen", sagt Rex über den 15-Jährigen, der nach den Ferien zum Bundesstützpunkt Hannover wechselt.

Dass er kämpfen kann, hat auch Benedikt Gädicke bewiesen, der mit Bronze zurückgekehrt ist. Der Oranienburger war erst kürzlich in die Klasse bis 81 kg gewechselt und mit einer Niederlage ins Turnier gestartet. "Benedikt hat gegen den Tschechen Ludvík Jelínek zu lange für seine Aktionen gebraucht und den Kampf regelrecht verschlafen. Dass er es besser kann, hat er in den beiden Kämpfen der Trostrunde  gezeigt. Wenn er am Anfang so gekämpft hätte wie dort, wäre sicher mehr drin gewesen", ist sich sein Trainer sicher. Er lobt vor allem, dass Benedikt einen neu erlernten Schulterwurf angewandt hat.

Die Freude über seinen Auftaktsieg hielt für Oliver Leistner (JC 90 Frankfurt/73 kg) nicht lange vor. Im Kampf war eine Verletzung am Sprunggelenk wieder aufgebrochen und der Sportschüler musste aufhören. Lukas Strupat (JC 90/66 kg) war nach einem Sieg und einer Niederlage genauso aus dem Turnier ausgeschieden wie nach zwei Niederlagen Lenny Wittchen (PSV/66 kg).

Freizeitsportler ebenfalls vorn

Der PSV konnte sich noch über die Erfolge seiner Freizeitsportler Sarah Michelle Kantwerk (U 18/+78, kampflos) und Tommy Wendland (U 18/46 kg/Zweiter) freuen. Für die Vereinsfarben holte ebenso Dan-Giacomo Matuschowitz (Sportschule Hannover) bei den Männern bis 66 kg den Sieg, der Berliner Sportschüler Lenny Seifert (U 15) wurde Zweiter (bis 37 kg). Dritter wurde der ebenfalls in Hannover trainierende Tom Moritz (Männer/73 kg). Mit Platz 5 endete für Leni Eileen Suter (Freizeitgruppe/44 kg) das Turnier (U 15).

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