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Erzieherinnen-Mangel
Personal-Notstand in Gosen-Neu Zittauer Kita

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Symbolfoto © Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Joachim Eggers / 15.06.2019, 06:15 Uhr
Gosen-Neu Zittau (MOZ) Der Personalnotstand in der Kita Gosen-Neu Zittau soll im Juli überwunden sein. Dann könne man wieder vernünftig arbeiten, sagte Astrid Biedermann, die Abteilungsleiterin Soziales in der Spreenhagener Amtsverwaltung, auf Nachfrage.

Zum Umfang des Problems wollte sie keine Auskunft geben. Ende Mai hatten die Amtsverwaltung und die Leitung der Kita Gosen-Neu Zittau die Eltern per Aushang gebeten, ihre Kinder möglichst wenig in die Einrichtung zu bringen. Sie verwiesen auf einen hohen Krankenstand unter den Erzieherinnen.

Die äußern sich selbst nicht zu den Vorgängen. Auch die Vorsitzende des vorigen Sommer erstmals gegründeten Personalrats, Ute Thieme, lehnte ein Gespräch zu dem Thema ab. Nach Aussage von Astrid Biedermann haben die Eltern sehr verständnisvoll reagiert und ihre Kinder nicht in die Einrichtung gebracht.

Arbeitende entlasten

Die Vorsitzende des Kita-Ausschusses, die frisch gewählte Gemeindevertreterin Daniela Klaus, bestätigte das, konnte aber auch keine Angaben zum Ausmaß der Personalmisere machen. Den Eltern sei die Erstattung ihrer Beiträge angeboten worden. Die Elternvertreter hätten sich vor allem mit Rücksicht auf die Erzieherinnen, die noch in der Kita arbeiten, dafür entschieden, sich hinter die Amtsverwaltung zu stellen. "Es nützt ja nichts, wenn diejenigen, die jetzt noch arbeiten, völlig überlastet sind und dann auch noch ausfallen", argumentiert sie. Hinterher müsse man "gucken, was da passiert ist". Sie selbst habe ihre Tochter komplett aus der Einrichtung nehmen können.

Daniela Klaus erinnerte daran, dass für den Neubau der Kita im Ortsteil Gosen ein gesundheitsorientiertes Konzept im Gespräch ist. "Das muss dann nicht nur für die Kinder gelten, sondern auch für die dort arbeitenden Erzieherinnen."

Eine Schließzeit wegen der Sommerferien gibt es in der Einrichtung nicht, sagte Astrid Biedermann. Die Einrichtung wird von der Gemeinde selbst betrieben, sie habe einen Versorgungsauftrag und dürfe daher nicht generell schließen wie freie Träger, so die Abteilungsleiterin.

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