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Sven Guse aus Biesenthal ist Forstwirt in Ausbildung und gehört mit seinem Erfolg im bundesweiten Berufswettbewerb zu den besten Nachwuchstalenten.

Ausbildung
Auf Zentimeter und Minute

Ausgezeichnet: Sven Guse ist Deutschlands Forstwirt in Ausbildung.
Ausgezeichnet: Sven Guse ist Deutschlands Forstwirt in Ausbildung. © Foto: privat
MOZ / 15.06.2019, 07:00 Uhr
Biesenthal Der Biesenthaler Sven Guse gehört zu den besten Nachwuchs-Forstwirten in Deutschland. Der 20-Jährige hat sich für den Bundesentscheid des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend qualifiziert. Auch im Finale war er erfolgreich und wurde zehntbester Forstwirt in Ausbildung in der Bundesrepublik. An dem inszwischen 34. Berufswettbewerb der deutschen Meisterschaften der Agrarwirtschaft hatten sich nach Information der Bundesgeschäftsstelle der Landjugend in Berlin mehr als 10 000 junge Menschen beteiligt.

Finale in Bayern

Sven Guse erlernt den Beruf des Forstwirts im Bundesforstbetrieb Havel-Oder-Spree und gehört mit seinem Erfolg im bayerischen Herrsching – dort fand das Finale statt – zu den besten Nachwuchs-Forstwirten in Deutschland. Beim Finale musste er in Berufstheorie und -praxis seine Kenntnisse beweisen, erläutert Carina Gräschke von der Landjugend die Anforderungen in dem Wettbewerb. Doch damit nicht genug. Auch Allgemeinwissen vom Unfallschutz bis zu europäischen Hauptstädten sowie seine Präsentationsfähigkeiten seien bewertet worden. "Der Biesenthaler hielt den kritischen Blicken der Prüfer stand", unterstreicht Carina Gräschke sein gutes Abschneiden.

In der Berufstheorie waren die Probleme zu erläutern, die Sturmtief Friedericke im Wald hinterlassen hat und mit denen die Waldbesitzer nach derartigen Unwettern zu tun haben. Im praktischen Teil ging es darum, mit den möglichen Schäden umzugehen, das heißt, es mussten Bäume entastet und Schwachholz gefällt werden. Die Anforderungen waren dabei recht hoch gesetzt. Wer die volle Punktzahl erreiche wollte, so Carina Gräschke, durfte eine Minute nicht überschreiten und musste dafür sorgen, dass "der Stamm die Zielmarkierung zentimetergenau trifft".

Zu den weiteren Aufgaben im praktischen Teil gehörte es auch, Sträucher in Linie zu pflanzen, einen Fledermauskasten zu bauen und Pflanzen, Holzarten und Schadbilder zu bestimmen.

Für die Ausbildung zum Forstwirt hat sich Sven Guse entschieden, weil auch seine Familie mit der Land- und Forstwirtschaft verbunden ist. Schon seit seiner Kindheit habe er großen Spaß an der Arbeit. Kein Wunder, dass auch sein Berufsziel in diese Richtung geht. Seine berufliche Zukunft sieht er in der Forstwirtschaft, entweder als Forstwirt oder Revierförster, wie er meint. Sein gutes Abschneiden in dem Wettbewerb der Landjugend wird dabei von Vorteil sein. Dabei spielt nicht allein seine Platzierung eine Rolle. Der Wettbewerb bringt auch den Einstieg in ein "Netzwerk, mit dem sich berufliche Herausforderungen – digital wie analog – besser meistern lassen", so die Erfahrungen bei der Landjugend.

Der Wettbewerb wurde erstmals 1953 veranstaltet. Er zählt nach Angaben des Verbands zu den "größten grünen Fort- und Weiterbildungsprojekten Europas". Ausrichter sind neben dem Bund der Deutschen Landjugend der Deutsche Bauern- und Deutsche Landfrauenverband mit ihren Landesverbänden sowie die Schorlemer Stiftung. Die Stiftung vermittelt Praktika im Ausland im Bereich der grünen Berufe.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Landwirtschaftliche Rentenbank fördern das Projekt. Schirmherrin ist Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

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