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Arbeitsmarkt
Herr Adamski will gern arbeiten

Ulrich Adamski: Der Hennigsdorfer warb mit seiner Geschichte bereits für die Initiative "Sozialstart jetzt" des Bundesnetzwerks für Arbeits und soziale Teilhabe, dem auch die ABS angehört.
Ulrich Adamski: Der Hennigsdorfer warb mit seiner Geschichte bereits für die Initiative "Sozialstart jetzt" des Bundesnetzwerks für Arbeits und soziale Teilhabe, dem auch die ABS angehört. © Foto: Netzwerk
Klaus D. Grote / 15.06.2019, 09:30 Uhr
Hennigsdorf (MOZ) Für Ulrich Adamski gehört Arbeit zum Leben. "Ich arbeite gern, zwingen muss man mich nicht", sagt der 56-jährige Hennigsdorfer. Leider hatte der gelernte Straßenbauer beruflich oft Pech. Für den ursprünglichen Berufswunsch Maurer fehlte ihm die Höhentauglichkeit. Als Straßenbauer wurde er zwei Jahre nach der Wende arbeitslos. Nach fünf Umschulungen zog er 1998 nach Hennigsdorf, arbeitete in einer kleinen Baufirma, bis die Pleite ging, weil Bauherren nicht zahlten. Viele Jahre war Ulrich Adamski arbeitslos, aber er wollte nie lange zu Hause sitzen. Doch aus gesundheitlichen Gründen wurde es schwieirg mit fester Arbeit. Adamski hat Diabetes, Probleme mit der Bandscheibe und den Knien. So kam er in unterschiedliche Beschäftigunsgprogramme des Arbeitsamtes und des Jobcenters. Zuletzt war er über die Hennigsdorfer Beschäftigungsgesellschaft ABS in einem Programm Doch das endete am 30. April.

Die ABS hat Ulrich Adamski dem Jobcenter Oberhavel für eine Beschäftigung über das zu Jahresbeginn bundesweit gestartete Teilhabechancengesetz vorgeschlagen. Wie berichtet, hat Oberhavel bislang als einziger Landkreis in Brandenburg noch niemanden über das neue Gesetz in Beschäftigung gebracht. Dabei hat Oberhavel nach absoluten Zahlen die drittmeisten Langzeitarbeitslosen im Land. Derzeit würden sich drei mögliche Teilnehmer im Bewilligungsverfahren befinden, teilte die Kreisverwaltung mit. "Bis zum 1. Juli sollen zwölf Bewilligungen abgeschlossen sein", hieß es. Insgesamt lägen dem Jobcenter bisher rund 150 Anträge auf Förderung von Arbeitnehmern, Vereinen sowie regionalen Beschäftigungsgesellschaften vor. "Darüber hinaus haben die Mitarbeiter 40 Kunden des Jobcenters ermittelt, die für eine Besetzung im Rahmen des Teilhabegesetzes geeignet erscheinen. Hier werden die zuständigen Fallmanager  Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern aufnehmen", teilte der Kreis mit.

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Neues Gesetzfür neue Chance

Das Teilhabechancengesetz  gilt seit 1. Januar. Warum es trotz sinkender Arbeitslosigkeit notwendig ist, erklärt das Bundesarbeitsministerium unter anderem so: "Entweder sind die Qualifikationsanforderungen zu hoch oder die Arbeitgeber wollen Langzeitarbeitslose selbst für Helfertätigkeiten nicht einstellen, weil sie ihnen nichts zutrauen. Eine gezielte bewerberorientierte Arbeitgeberansprache, Lohnkostenzuschüsse und Coaching, wie vorgesehen, können dabei helfen."

Langzeitarbeitslose sollen für Firmenjobs gecoacht werden sowie Tätigkeiten in Kommunen und bei Beschäftigungsträgern annehmen.⇥kd

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