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Circus Fantadu
Jubelstürme für junge Artisten

René Matschkowiak / 15.06.2019, 13:16 Uhr - Aktualisiert 17.06.2019, 09:03
Wiesenau Nach einem Jahr Training zeigt der Kinder- und Jugendcircus aus Wiesenau noch bis Dienstag im Kleist Forum sein neues Programm – alle Vorstellungen sind restlos ausverkauft.

Der Zirkus lebt! Das ist die gute Nachricht nach der Premiere des Kinder- und Jugendcircus Fantadu aus Wiesenau im Kleist Forum. Die schlechte Nachricht für alle noch Interessierten: sämtliche Vorstellungen der mehr als 200 jungen Artisten bis einschließlich Dienstag sind ausverkauft. Während reisende Zirkusse mit rückläufigem Zuschauerinteresse zu kämpfen haben, schafft es der Circus Fantadu jedes Jahr aufs Neue, in Frankfurt und Umgebung Begeisterung für Artistik, Jonglage und Tanz zu entfachen.

Immer wieder gibt es am Donnerstag von Kindern, Lehrern, Erziehern und Eltern Szenen-applaus für das diesjährige Programm mit dem Titel: Perspektiven. Selbst die Übergänge während der Umbaupausen sind perfekt choreografiert.

Susann Ullrich begleitet als Pädagogin eine Klasse der Lenné-Grundschule aus Frankfurt. "Im Laufe der Jahre ist das immer besser geworden", sagt sie anerkennend. "Es ist wirklich sensationell, die ganzen Kinder unter einen Hut zu bekommen". Auch ihren Schülern gefalle es, meint sie, und zeigt ins Foyer, wo die Kleinen in der Pause Szenen aus dem Programm nachspielen. Amelie aus Eisenhüttenstadt hat der Programmpunkt mit den Hula-Hoop-Reifen am besten gefallen. Bei den Artistik-Einlagen in luftiger Höhe hatte sie dagegen etwas Angst um die Akrobaten, wie sie erzählt.

Hinter der Bühne schauen die Circusdirektoren Göran und Jeannette Wegener bereits etwas entspannter auf die Vorstellung. "Die Kinder machen das toll. Und vor allem lassen sie sich von Fehlern nicht aus dem Konzept bringen", loben sie. "Vor einigen Jahren hatten wir eine Vorstellung im Kleist-Forum und die war nur halb voll", erinnert sich Göran Wegener. In diesem Jahr sind alle sechs Vorstellungen ausverkauft. Im nächsten Jahr soll wegen des großen Zuschauerinteresses noch eine siebte Schau dazu kommen.

Bestimmt sind dann auch wieder Hannah, Lia und Phoebe dabei. Sie kommen aus Wiesenau und Brieskow-Finkenheerd. Die 14-jährige Phoebe arbeitet bereits als Trainerin. Sie macht schon seit zehn Jahren bei Fantadu mit. Bei Lia und Hannah sind es fünf und sieben Jahre. Ein- bis zweimal in der Woche trainieren sie, um die Höchstleistungen am Trapez zu vollbringen. So richtig nervös scheinen sie vor ihren Auftritten nicht zu sein. Den Zirkus  wollen sie trotzdem nicht zum Beruf machen, sagen sie lachend.

Auf der Bühne geht die Vorstellung weiter. Phoebe schnallt sich ihre Stelzen an. Gleich geht es raus. Nur nicht hinfallen, lautet die Devise. Die Kinder klatschen schon wieder begeistert, denn Lia und Hannah hängen jetzt am Seil. Hochkonzentriert geht es zur Sache. Ausrutscher gibt es nicht.

"Die Kinder haben sich die Ferien wirklich verdient", sagen die Zirkusdirektoren. An den letzten vier Wochenenden haben sie intensiv und zusätzlich zum normalen Training geübt. Jetzt folgen zum Schuljahresabschluss die Vorstellungen. Was am schwersten zu erlernen sei, könnten sie gar nicht sagen, so Jeannette Wegener. "Alles erfordert eine hohe Konzentration", findet sie.

Shows immer gut besucht

Dass der Applaus der schönste Lohn des Künstlers ist, wissen die Zuschauer. Es gibt ihn reichlich. "Viele Kinder kennen Kinder, die beim Zirkus mitmachen", sagt Lehrerin Siri Käthner aus Eisenhüttenstadt. "Deswegen und wegen des tollen Programms sind die Vorstellungen auch immer gut besucht". Mit ihren Klassen ist sie regelmäßig im Publikum. Bestimmt auch im kommenden Zirkusjahr.

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