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Am 27. Juni ist es "fünf vor 12" und Unithea beginnt. Festivalzentrum sind die Gerstenberger Höfe.

Zukunftsvisionen
Festival Unithea: Vorhang auf für Katastrophen und Utopien

Konstruktiv nähert sich das Brachland-Ensemble der Zukunftsfrage: "Revolution – alles wird gut" läuft an Festival-Tag 2.
Konstruktiv nähert sich das Brachland-Ensemble der Zukunftsfrage: "Revolution – alles wird gut" läuft an Festival-Tag 2. © Foto: SEBASTIAN AUTENRIETH
MOZ / 16.06.2019, 12:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (Nancy Waldmann) Dystopisch, experimentell, utopisch, elektronisch, spaßologisch", so resümiert das Festivalteam um Francisca Muia, Natalia Łuszczynska und Lina Filatow seine feurige Präsentation der 22. Unithea-Edition am Donnerstag im Kleist Forum zusammen. In weniger als zwei Wochen, am 27. Juni, ist es "5 vor 12". Dann setzen sich Theater-Ensembles, Musiker, Kunstschaffende vier Tage lang mit Zukunft und Zukunftsvorstellungen auseinander.

Den Auftakt macht das Cloud Theatre im Kleist Forum mit einer Zukunftsphantasie zum Verhältnis von Mensch und Maschine. Am Freitag "erlebt" man im Słubicer Smok ein Szenario zum Klimawandel ("Milo, ich habe mich in die Sahara gebeamt!"), danach spielt die preisgekrönte polnische Indie-Band Moa, die bereits bei der "Transvocale" auftrat. Am gleichen Abend kann man vom Brachland-Ensemble erfahren, dass früher nicht alles besser war, sondern jetzt "alles gut wird". Eine katastrophische Zukunftsvision gibt es hingegen am Sonnabend in "O Protokolle" im Kleist Forum. Erwähnt sei auch das Ein-Mann-Stück "Panik Report" präsentiert Arti Grabwoski im Theater des Lachens zum "Virus: Fremdenfeindlichkeit".

Das Spürbarste, das Unithea wohl diesmal in der Stadt anrichten wird, ist die Verwandlung der Gerstenberger Höfe in einen Jahrmarkt und zentralen Festivaltreff. Die Verpflegung liefern Händler aus der Region. Das Berliner Straßenband-Duo "Beranger Gras" spielt am Sonntag um 22 Uhr den Schlussakkord  mit einer "Grunge-Explosion" in den Höfen. Vorher gibt es eine Feuer-Show.

In diesem Jahr ist Unithea erstmals komplett kostenlos, von der Kunst bis zur Party. 2018 waren noch zwei Veranstaltungen kostenpflichtig. Mit der Sanddorf-Stiftung gibt es in diesem Jahr einen neuen Förderer, die Stiftung fördert im deutsch-polnischen Bereich. Wie viel das Festival letztlich kostet, will Francisca Muia nicht beantworten. Nur soviel, die Summe liegt im vierstelligen Bereich. Zu den privaten Förderern gehört neben der Sparkassen-Stiftung Oder-Spree und der Frankfurter Brauerei seit fünf Jahren die Słubicer Zahnklinik Stomatologia. "Aus dem Umfeld der Viadrina kommen viele meiner Patienten und Mitarbeiter", sagt Zahnarzt Bohdan Starzynski. Für ihn sei es wichtig, dass in der Stadt etwas los sei, damit Leute blieben.

Infos zum Programm: unithea.eu

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