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Blumenhagener lassen ihren Ort mit Festumzug, Party und musikalischem Frühschoppen hochleben.

750-Jahr-Feier
Krönendes Jubiläums-Ende

Kerstin Unger / 16.06.2019, 20:08 Uhr - Aktualisiert 16.06.2019, 20:18
Blumenhagen (MOZ) Mit einem Festumzug bei sengender Hitze begann am Sonnabendvormittag das Finale und zugleich der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 750. Geburtstag von Blumenhagen Dorfbewohner, Gäste und befreundete Vereine hatten sich in den bunten Zug eingereiht, der von der Schalmeienkapelle Rossow angeführt wurde. Schon lange vor 11 Uhr hatten sich die Zaungäste an der Ortsdurchfahrt ein schattiges Plätzchen gesucht, Tische und Stühle sowie Stände mit Erfrischungen aufgestellt. Doch es war Geduld gefragt: Der Umzug zog zuerst durch die Hintenstraße, um dann am Lauseberg zum Festplatz abzubiegen.

Karin Stockfisch aus Vierraden, die aber schon aus ihrer Jugendzeit mit Blumenhagen eng verbunden ist, präsentierte die 43 Bilder des Umzugs ausführlich. Hinter der Kapelle schritten der Schwedter Bürgermeister Jürgen Polzehl und Ortsvorsteher Jens-Uwe Kühnel mit Gattin Cornelia. Der geschichtliche Rückblick in Bildern erinnerte an die Hugenottenansiedlung, den Tabak- und Kartoffelanbau, schwere Kriegszeiten und Vertreibung, aber auch den Wiederaufbau bis hin zur heutigen Zeit. Schützenverein, Schmiede, Gasthof und Ausspanne, Feuerwehr, Fischer, Schule, Poststelle, LPG und Eierannahmestelle bekamen ihre Würdigung. Selbst der alten Mitarbeiter und Mitstreiter wurde namentlich gedacht. Firmen des Ortes und der Umgebung präsentierten sich mit geschmückten Wagen ebenso wie befreundete Vereine aus Stendell, Vierraden mit der Tabakkönigin, Kunow und singende Groß-Pinnower. Passow lud für den 7. September zum Landeserntefest in ihrem Ort ein. Auch Mitglieder der polnischen Partnerfeuerwehr aus Ognica reihten sich in den Umzug ein.

Am Wochenende feierte Blumenhagen seinen 750. Geburtstag. Die Festlichkeiten begannen mit einem Umzug.
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750 Jahre Blumenhagen

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Nach dem Umzug ging es auf dem Festplatz weiter. Heidi Rades trat mit Schlagern auf. Bis 18 Uhr gab es das alljährliche Kinderfest und weitere Attraktionen. Abends wurde zum Tanz gebeten. Ein kleiner Höhepunkt war später noch der Auftritt eines Andrea-Berg-Doubles.

Bereits am Donnerstagabend hatte Blumenhagen zum Festempfang anlässlich des Jubiläums eingeladen. Der Schwedter Stadtchor grüßte die Jubilare musikalisch. Rosemarie Zillmann stellte die neue Ortschronik "Blumenhagen im Wandel der Zeit – 1269–2019" vor. Bürgermeister Jürgen Polzehl brachte bei dieser Gelegenheiten den Blumenhagenern drei Versprechen als Geburtstagsgeschenke mit: Dieser Tage sollen erstens die Weichen gestellt werden, damit die Müllhalde "Interoeko" auf dem Lauseberg endgültig verschwindet. Die Firmenruinen sollen abgerissen und der Restmüll beseitigt werden. Dann könnte dort Platz für weitere Eigenheime entstehen. Zweitens soll das haltbarste Provisorium des Dorfes, der alte Sparkassen-Container, durch ein Gemeindehaus ersetzt und der Radweg Kummerow-Blumenhagen zu Ende gebaut werden. Beides aber gewiss nicht vor 2021.

Beim Festempfang bewiesen Ortsvorsteher Jens-Uwe Kühnel, Altbürgermeister Peter Schauer, Bürgermeister Jürgen Polzehl und der Heinersdorfer Ortsvorsteher Jürgen Crusius, dass sie Kavaliere alter Schule sind. Als einigen Stadtchorsängerinnen wegen der Hitze und des langen Programms des Stehen immer schwerer fiel, boten ihnen die Herren ihre VIP-Plätze in der ersten Reihe an. Bravo, Männer!

Am Sonntag gingen die Jubiläumsfeierlichkeiten beim Frühschoppen mit den Angermünder Musikanten und dem traditionellen Taubenabwerfen der Frauen und Männer zu Ende.

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