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Auf dem Yoga United Festival herrschte am Wochenende ein friedliches Miteinander bei meditativen Klängen – und hohen Temperaturen.

Yoga-Festival
Im Einklang mit der Natur und sich selbst

Viktoria Waldvogel / 16.06.2019, 21:17 Uhr - Aktualisiert 17.06.2019, 08:41
Frankfurt (Oder) ( ) Rhythmische Gesänge tragen sich vom Ufer hoch zu den Zeltplätzen. In einem auf dem Hang stehenden großen Zelt sitzt eine Frau in einem weißen Gewand gekleidet, umringt von Klangschalen. Um sie herum ein Meer aus meditierenden Menschen, die sich von der Musik tragen lassen. Auf dem Yoga United Festival an der Helene am vergangenen Wochenende suchte man Lärm und Aufregung vergebens. Auch wenn an den Abenden zu entspannten Beats getanzt wurde, herrschte striktes Alkoholverbot und ab spätestens kurz nach Mitternacht hieß es: Schlafenszeit.

Laut Klaus Seidl, ein Yogalehrer aus Bayern, sei Disziplin eines der wichtigsten Elemente beim Yoga. Auch deshalb standen manche  Festival-Teilnehmer schon um 4 Uhr früh auf der Matte, um den Tag zu begrüßen.

Meditative Oase

Das Festival am Helenesee fand zum zweiten Mal statt. Und es zog in diesem Jahr noch einmal deutlich mehr Besucher an. 1400 Karten – mehr als doppelt so viele wie im vorigen Jahr – wurden laut den Veranstaltern verkauft. Im Ticketpreis enthalten waren Live Konzerte, Vorträge, etliche Meditations- und Yogastunden, Workshops und Camping. Das Festivalgelände war themenorientiert mit Girlanden, Blumen, Slacklines, Hängematten, Kerzen und Räucherstäbchen dekoriert. Die unterschiedlichen und zahlreichen Programmpunkte, die sich von morgens bis abends streckten, fanden auf fünf Floors statt. Für Verpflegung sorgten verschiedene Foodtrucks, die vegetarisches und veganes Essen und Trinken anboten. Unweit davon entfernt gab es Stände mit Schmuck aus Holz, Yogakleidung, Umhängetaschen und Traumfängern. Und in verspielten Tipis wurden Massagen, Henna und geflochtener Federhaarschmuck angeboten.

Handstand-Workshop

Das Publikum war kunterbunt gemischt. Von Kleinkind bis Senior, ob sportlich oder traditionell gekleidet. Alle aber hatten ein wichtiges Accessoire dabei: eine Yogamatte, dazu einen entspannten Ausdruck im Gesicht.  "Die Mischung aus Wald und See ist perfekt. Es ist ein toller ruhiger Fleck", befand die 32-jährige Franziska Vetta aus Berlin. Sie und ihre Freundin Nicola Wintrick sind schon seit vielen Jahren yogabegeistert und freuten sich über die Ruhe und entspannte Atmosphäre am Helenesee.  Weil die Temperaturen teilweise auf über 30 Grad anstiegen, besuchten sie nur morgens und abends die Angebote und nutzten tagsüber den See zum Abkühlen.

Neben angeleiteten Meditationen, Singrunden und ruhigen Morgengrüßen gab es die Möglichkeit, sich auch sportlich auszutoben, wie beispielsweise beim interaktiven Handstand-Workshop von Marius Beyer. Dort durfte jeder, mit Blick auf die Helene, zu zweit zusammenfinden und seine Körperspannung unter Beweis stellen. So purzelten mit viel Gelächter anderthalb Stunden lang Menschen verschiedenen Alters auf ihren Matten hin und her. Manche standen, nach einigen Versuchen, sogar ihren ersten Handstand.

Die Festivalbesucher reisten aus ganz Deutschland an, wie Christoph Still, der aus Mainz mit dem Auto nach Brandenburg gefahren kam. Auch er wollte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und ein straffes Tagesprogramm fahren. "Ich habe nicht vor, auf den Zeitplan zu schauen, sondern möchte mich einfach treiben lassen – einfach sein", erklärt er. Mit viel Sonnenschein, veganem Eis und friedlichen Teilnehmern war das Festival – trotz der Mückenplage – für offene Gemüter eine gute Möglichkeit, dem Alltagsstress zu entkommen.

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