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Dieter Rudolf wurde in Markendorf, Wolfgang Welenga in Kliestow zum Ortsvorsteher gewählt.

Ortsbeiräte
Start-Drama in Kliestow

Ines Weber-Rath / 19.06.2019, 11:30 Uhr - Aktualisiert 19.06.2019, 15:46
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mit dem Markendorfer und dem Kliestower Ortsbeirat sind jetzt vier der neun Gremien in den Frankfurter Ortsteilen arbeitsfähig. Doch wer gehofft hatte, nach der Neuwahl sei es mit dem Stunk und Streit im Klies­tower Ortsbeirat vorbei, der sah sich bei der konstituierenden Sitzung am Montagabend enttäuscht.

Die Bürger, die in der Besucherreihe das Geschehen im Raum des Ortsbeirates im Feuerwehrgerätehaus verfolgten, erlebten zunächst den gewohnten Schlagabtausch zwischen der ehemaligen Ortsvorsteherin Gudrun Heinrich und ihrem Nachfolger im Amt, Wolfgang Welenga. Letzterer fragte Heinrich im Rahmen der Protokollkontrolle zur letzten Sitzung des alten Ortsbeirates: "Wo sind eigentlich die 3000 Euro investive Mittel verschüttet worden? Hast du die einfach ohne Rücksprache verwendet?" Das Geld sei in die Reparatur der Friedhofsmauer geflossen, erklärte Gudrun Heinrich und übergab dem neuen Ortsbeirat alle Quittungen und sonstigen Unterlagen.

Ein Protokoll über die konstituierende Sitzung wird es übrigens nicht geben, weil sich die bisherige Ortsvorsteherin weigerte, als Protokollantin für das neue Gremium zu arbeiten. Auch von den neuen Ortsbeiratsmitgliedern fand sich niemand dazu bereit.

Die Spitze erreichte das Klies­tower Drama an dem Abend, als sich Wolfgang Welenga weigerte, die Kaffeekasse des Ortsbeirates, in der sich rund 90 Euro befanden, zu übernehmen. Mit einer solchen "schwarzen Kasse" wolle er nichts zu tun haben, erklärte der Feuerwehrchef. "Das geht ja gut los", sagte Bernd Meergans daraufhin enttäuscht. Er hatte nach Welenga die zweitmeisten Stimmen bei der Wahl erhalten und war als einziger unter den fünf Ortsbeiratsmitgliedern schon im alten Beirat vertreten.

Geheime Abstimmung

Meergans, der sich später "eine bessere Zusammenarbeit und nicht so eine diktatorische Art" wünschte, beantragte die geheime Wahl des Ortsvorstehers. In der stimmten drei Ortsbeiratsmitglieder für Wolfgang Welenga.

Es war dann ein Gast, Michael Macht, der namens "anderer Ehrenamtler im Ort" Gudrun Heinrich mit seinem Dank für ihr Engagement und einem großen Blumenstrauß zu Tränen rührte.

Ganz unspektakulär und friedlich ging hingegen die konstituierende Sitzung des Markendorfer Ortsbeirates vonstatten. Dieter Rudolf wurde einstimmig zum Ortsvorsteher, Günter Müller zu seinem Stellvertreter wiedergewählt.

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Norbert Wesenberg 21.06.2019 - 12:17:10

Wer hat hier nach wessen Pfeife zu tanzen?

Für einen Bewohner des Ortsteils Kliestow mutet es schon befremdlich an, wenn ein vom Welenga Clan dominierter Ortsbeirat seine persönlichen Fehden hier austrägt. Vom Wähler hat er dafür jedenfalls nicht das Mandat erhalten. Auch nicht dafür, das die Freiwillige Feuerwehr bestimmt wer der Chef des Ortsbeirates wird. Bewunderung für Herrn Meergans der trotz der Verhältnisse an seinem Mandat festhält. Ich hätte es unter diesen Umständen im Rathaus längst zurück gegeben. Frau Heinrich ein Dankeschön für ihre Tätigkeit im Ortsbeirat. Gut wäre es zu erfahren, was eigentlich Die Linke im Rathaus zu dem sonderbaren Verhalten ihres Parteigängers W. Welenga meint?

Gudrun Heinrich 20.06.2019 - 10:29:33

Start-Drama in Kliestow

Zur Klarstellung: Die sogenannte "Kaffeekasse" hatte der Ortsbeirat 2014 vom damaligen Ortsbeirat unter Ortsvorsteher Wolfgang Welenga übernommen. Es ist schon seltsam, dass er davon angeblich nichts wusste. Für die anlässlich der Beendigung meiner Tätigkeit im Ortsbeirat mehrfach überbrachten Blumen und den Gutschein möchte ich ganz herzlich Danke sagen. Gern engagiere ich mich auch weiterhin für unseren Ortsteil Kliestow

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