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Rinderzüchter Sven bei "Bauer sucht Frau": Anke greift in Svens lange Mähne

Andrea Linne/Janine Richter / 21.10.2019, 17:15 Uhr - Aktualisiert 28.10.2019, 18:17
Ruhlsdorf (MOZ) Bauer Sven hat 200 Rinder. Sein Fleckvieh grast in Ruhlsdorf. Was dem 54-Jährigen fehlt, ist eine Partnerin - zum Küssen und lieben Kennenlernen. Die sucht er bei der RTL-Kuppelshow "Bauer sucht Frau". 

+++ 28. Oktober +++ Folge 3: Anke greift in Svens lange Mähne

Für den 54-jährigen Sven aus dem Niederbarnim beginnt zunächst eine schöne Zeit auf seinem Gehöft. Die 52-jährige Anke aus Thüringen, die einen ähnlichen Humor wie er hat, wie er berichtet, ist zu Gast und greift in die lange angegraute Mähne des Rinderzüchters. Sie zeigt ihm, wie schön ein Zopf aussehen kann und legt sich dann auch selbst die Locken. Das gefällt Sven, wie er berichtet, die Nähe tut ihm gut. „Ich finde es steht dir gut“, sagt Anke in der aktuellen Staffel von „Bauer sucht Frau“. Außerdem ist auch um Svens Fitness bemüht. „Es ist mehr als ein Jahr her, dass ich Sport gemacht habe!“, gesteht Sven der Besucherin. Auf der Wiese machen beide eine Runde Gymnastik. „Seine Leistung war super“, lobt Anke. Sven selbst gesteht, dass das anhaltende Körperwachstum ihn stört. „Mehr zulegen will ich eigentlich nicht mehr“, sagt der Barnimer, aber die Mutter, die mit auf dem Hof lebt, kocht eben sehr gut.

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Deshalb geht es mit Anke auch um gesunde Ernährung. Ein Zucchinikuchen mit Gemüse aus dem eigenen Garten soll auf den Tisch. So richtig begeistert ist Sven nicht, er hilft aber bei der Zubereitung kräftig mit. Dann muss Anke ran. Mit dem Trecker muss sie Pferdeäpfel auf einen Anhänger laden. „Du hast dich doch schon ganz ordentlich angestellt“, lobt Sven. Dennoch zweifelt Anke sehr, ob sie sich ein Leben auf einem Hof vorstellen könnte. Am Abend trifft sie eine Entscheidung und teilt Sven schweren Herzens und unter Tränen mit: „Ich will dich nicht verletzen. Ich hatte eine schöne Zeit hier. Wir verstehen uns super gut. Aber ich muss dir leider sagen, bei mir sind noch keine tieferen Gefühle entstanden. Ich habe leider noch nicht mal Schmetterlinge im Bauch. Ich würde morgen gerne abreisen!“ Sven ist überrascht und traurig: „Ich war noch nicht so weit mit der Entscheidung, und die wurde mir jetzt abgenommen. Aber ich muss das jetzt so akzeptieren!“ Dennoch findet der Züchter, der 200 Hektar Weideflächen und Ackerland bewirtschafte, dass sich das Mitmachen in der RTL-Show „Bauer sucht Frau“ für ihn gelohnt hat. Wie es weitergeht? Heute Abend ab 20.15 Uhr im Fernsehen! (li)

Rinderzüchter Sven macht bei der RTL-Serie "Bauer sucht Frau" mit. Der Brandenburger ist aus rauem Holz geschnitzt. Die Arbeit auf den 200 Hektar Land im Niederbarnim, davon 80 Hektar Acker, verrichtet er oft nur mit seinem Hund als Begleiter.
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Rinderzüchter Sven bei Bauer sucht Frau

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+++ 21. Oktober +++ Folge 2 – Von Gummibärchen-Romantik und verschlammten Aquarien

In der zweiten Folge von „Bauer sucht Frau“ besuchten die Auserwählten ihre Bauern auf den Höfen. Rinderzüchter Sven aus Ruhlsdorf empfang die Justizangestellte Anke aus Thüringen. „Ick hab` keene Flirtstrategie. Flirten kann ick sowieso nicht. Dit jeht nur inne Hose“, berlinert er die Erwartungen an ihn herunter. Doch der liebenswerte Nicht-Charmeur nimmt dann tatsächlich noch den Sauger zur Hand, legt Gummibärchen aufs Kopfkissen und zieht zur Begrüßung das Kuh-T-Shirt an, was Anke ihm in der ersten Folge geschenkt hatte.

Darüber freut sich die angehende Bäuerin beim Wiedersehen am meisten. Hand in Hand geht’s zum Hof. Beim Gang durch den Ort muss die Thüringerin feststellen, dass manches Gerücht über das Brandenburger Landleben nicht nur ein Gerücht ist: Es gibt keinen Ortskonsum und prompt wähnt sie sich „am Arsch der Welt“ angekommen.

Gummibärchen als romantische Geste

Auf dem Hof kann Sven mit seinen Gummibären bei Anke punkten. „Manchmal funktionieren die Ohren“, flankiert er bescheiden ihre Freude. Der Bauer scheint ganz begeistert von der lässig-frechen Art seiner Auserwählten und glaubt sich mit ihr auf einer Wellenlänge.Vielleicht soll er damit sogar Recht behalten. Denn wenn Anke beim Anblick des schwarz-verschlammten Aquariums im Wohnzimmer nicht Reißaus nimmt, stehen die Chancen gut. Sven ist das Aquarium sichtlich unangenehm: „Das sollte längst weg sein. Das waren mal Fische. Das muss ich noch entsorgen!", sagt er.

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(Foto: TVNOW)

Anke wirkt ziemlich gelassen: „Also in meiner Wohnung würde ich solche Ecken nicht stehen lassen. Die Wohnung wäre nicht mein Wohnstil, ich bin ziemlich modern eingerichtet, aber ich finde es nicht ungemütlich deswegen“, kommentiert sie das schwarze Ungetüm. Und auch über die „Zwergenstühle“ im Wohnzimmer weiß Anke einen flotten Spruch zu reißen: „Hast du Zwerge im Haus?“ Anke nimmt alles mit Humor. Fragt sich nur wie lange. Sven sagt zu seinem altmodisch-rümpeligen Einrichtung nur: „Ordnung hält der Primitive, das Genie beherrscht das Chaos."

Sven bereut nichts

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(Foto: TVNOW)

Als Highlight der Romantik entspinnt sich ein Dialog auf der Weide bei der Rinderherde. Ein Deckbulle läuft gerade „seiner tagesaktuelle Freundin“ hinter, und sie lässt ihn immer wieder abblitzen. "Wie im echten Leben", kommentiert dies Anke. Hoffentlich ist diese Szene kein Omen für Bauer Sven aus dem Niederbarnim. (jar)

Auch mit Blick auf diese Folge bereut Rinderzüchter Sven im Gespräch mit dieser Zeitung nichts. Er würde jederzeit wieder bei „Bauer sucht Frau“ mitmachen, sagt er. Gerade hat der Fernsehsender noch einmal zu einem großen Abschlussfest eingeladen. Bis morgens 4 Uhr, berichtet der 54-jährige Rinderzüchter, habe die Feier gedauert. Alle Teilnehmer der diesjährigen Staffel seien da gewesen, um von ihren Erlebnissen zu berichten.

Ernte eine Katastrophe

Überhaupt, so der Barnimer, sei ihm das Zusammentreffen mit den anderen Landwirten am wichtigsten gewesen. „Wir sind am Ende doch alle Leidensgenossen“, so Rinderzüchter Sven. Er betreibt einen großen Hof in extensiver Landwirtschaft. Die diesjährige Ernte sei eine Katastrophe gewesen. Getreide, Weide, Kartoffeln – die Trockenheit machte den Pflanzen ein schnelles Ende. „Wir müssen nachhaltig denken“, da habe er den Austausch mit anderen Landwirten gut gefunden. Ob Sven mit Anke erfolgreich war? Das ist noch offen. (li)

+++ 15. Oktober 2019 +++ Folge 1: Bauer Sven laufen die Frauen weg

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(Foto: TVNOW / Guido Engels)

Sven aus einem kleinen Dorf im Niederbarnim hat lange überlegt, ob er für „Bauer sucht Frau“ bei RTL kandidiert. Nun durfte er beim Scheunenfest am Montag nicht nur Moderatorin Inka Bause herzen, sondern auch drei Frauen genauer ansehen, die er aus einem kleinen Stapel von sechs Einsendungen zuvor ausgesucht hatte.

Im karierten Hemd und bei großer Hitze mächtig triefend freute sich der 54-jährige langhaarige Rinderzüchter vor allem über ein Radeberger Bier, das ihm Kandidatin Anke mitbrachte. Als ihm Kandidatin Alina allerdings gestand, dass sie bereits seit zehn Jahren nach dem passenden Mann sucht, zog Sven, der selbst seit sechs Jahren Single ist, erstaunt die Augenbrauen hoch: „Zehn Jahre? Das macht mir Angst“, erwiderte er wenig charmant.

Überhaupt ist der Brandenburger aus rauem Holz geschnitzt. Die Arbeit auf den 200 Hektar Land im Niederbarnim, davon 80 Hektar Acker, verrichtet er oft nur mit seinem Hund als Begleiter. „Ich bewege viel, aber nicht mich“, sagte er und hob damit auch auf seine Kleidergröße ab. Doch das Essen seiner Mutter, die mit auf dem Hof lebt, ist einfach zu gut.

Alina zog wenig amüsiert ihr Interesse noch während des Scheunenfestes zurück, bei Sven eine ganze Woche zu verbringen. Dafür ließ Sven mit Blick auf die beiden acht und zwölf Jahre alten Kinder von Kandidatin Katrin folgenden Satz los: „Ich dachte, ich bin fertig mit der Pubertät. Scheiße", so der Vater einer 16-jährigen Tochter. Da zuckte die Frau mit der blonden Kurzhaarfrisur.

Nur Justizangestellte Anke (52) konnte bei Sven punkten. Er gestand, ihren Humor zu mögen und lud die schmale Frau auf sein Gehöft ein. Am Dienstag war Sven gerade auf dem Weg nach Potsdam, um mit allen Bauern eine weitere Aufzeichnung für die Sendung zu feiern. Wie die Woche ausgeht, wollte der Rinderzüchter nicht verraten. Er gestand aber: „Da wird ne Menge gequatscht.“ Vor allem auch im Dorf. Entgegen seiner vorherigen Ansage soll er sogar getanzt haben. Aber am 21. Oktober um 20.15 Uhr geht „Bauer sucht Frau“ auf RTL weiter. (li/jar)

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(Foto: TVNOW / Guido Engels)

+++ Bauer Sven aus Ruhlsdorf nimmt bei Bauer sucht Frau teil +++

Der 54-jährige Rinderzüchter Bauer Sven aus Ruhlsdorf kann fast alles allein, möchte aber jemanden zum Küssen und Lieben kennenlernen.

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(Foto: Andrea Linne)

"Allein dafür lohnt die Arbeit hier", freut sich Bauer Sven aus Ruhlsdorf. Er steht vor der Weide, auf der sein Fleckvieh gerade grast. Eine Mutterkuh leckt liebevoll ihr Kalb. "Wenn eine Frau zu mir kommt, dann muss sie nichts tun, nur hier bei mir sein", sagt der 54-Jährige. Er suche niemanden, der mitarbeitet.

Der Bauer möchte nach sechseinhalb Jahren Alleinsein nun in der gleichnamigen RTL-Serie eine Frau finden. Pfingstmontag lief die erste Ausstrahlung, in der die neuen Kandidaten der Doku-Soap vorgestellt wurden. 13 Kandidaten bieten sich dem deutschen Frauenmarkt an. Sie haben wie Sven die Nase voll vom einsamen Leben auf ihren Höfen. Nun dürfen sich interessierte Frauen über das Sendeformat bewerben. Welche dann den Hof besucht, da hat der Mitfünfziger die freie Wahl. "Ich hoffe, dass überhaupt jemand zu mir kommen möchte und sich interessiert", sagt Bauer Sven.

Die Haare fallen lang über seine breiten Schultern. Wenn er die Hände in die Seiten stemmt, dann drückt sich der gerundete Bauch nach vorn. "Ein bisschen abnehmen würde ich gern", sonst will er nicht viel ändern in seinem Leben. Der Tag ist bestimmt von den 200 Tieren und verläuft nach Schema F. Die Abläufe auf dem Hof sind klar. Jeder weiß, was zu tun ist.

Die Augen strahlen in einem leuchtenden Blau, das Seele verspricht und Herz verrät, auch wenn sich Sven eher burschikos gibt. Schnell kommt der gebürtige Ruhlsdorfer ins Erzählen. Schon vor einigen Jahren hätte er sich beworben, sei aber jetzt erst in die nähere Auswahl bei RTL gekommen. "Manche lachen über mich, aber das ist mir egal", dabei streicht er mit Händen so groß wie Kinderköpfe etwas ungelenk eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Meist bindet er die langen Haare zusammen, vor allem, wenn er mit den Tieren arbeitet.

Vier Bullen erfüllen ihre Aufgabe

Die kräftigen Finger zeugen von schwerer, körperlicher Arbeit. Sein Körper ist stark, kleine Narben sind auf Händen und Armen zu erkennen. Als er einmal einen Unfall hatte, musste die Berufsgenossenschaft eine Aushilfe schicken. Aber auch ein guter Freund steht parat und packt mit an. "Hier helfen wir uns", sagt der Bauer. 200 Rinder mit Kälbern sind sein Bestand. Dazu vier Bullen, die er sich von Auktionen holt. Die Befruchtung der Tiere geschieht auf natürlichem Weg. Auf 200 Hektar Land, davon 80 Hektar Acker, wirtschaftet der Viehzüchter. Kartoffeln wachsen auf einem Hektar. Ob er die noch lange anbaut, weiß der Bauer nicht. "Kaum noch jemand kellert Kartoffeln ein."

Unkrautvernichter oder chemischer Dünger kommen nicht auf die Felder, die teils gepachtet sind oder dem Bauern gehören. Der Boden ist eh nicht der beste in der Gegend. "Wenn die Landwirtschaft nicht mehr geht, dann schicke ich Sand an die Ostsee", lacht Bauer Sven. Er hat immer einen Scherz auf den Lippen und holt gern aus, um in Bildern zu erzählen, ehe er ans Ziel kommt.

2001 hat der Vater von zwei Töchtern den alten Vierseithof an der Dorfstraße von Vater Willi übernommen, der im Mai gerade seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Mutter Sabine (78) sorgt für Frühstück und deftiges Mittagessen. "Muttern kocht super, es gibt deftige Hausmannskost, was die Kelle hergibt. Am liebsten esse ich Rouladen", sagt Sven und schaut den saftigen Hintern auf der Weide hinterher. Rouladen werden aus der Oberschale geschnitten, das Fleckvieh hat da einiges zu bieten.

"Meine Kühe haben keine Namen, das würde nur für zu viel Nähe sorgen." Da ist Sven pragmatisch, die Kühe auf der Weide sind Nutzvieh. Erreichen die Kälber 200 Kilogramm und mehr, kommen sie zum Schlachter. Einige weibliche Kälber behält er im eigenen Bestand für seine Herde. Zur Auffrischung und Verjüngung der eigenen Herde.

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(Foto: TVNOW)

Gerade ist Bauer Bauer Sven dabei, seinen Betrieb zu einem Biohof zu mausern. Sehr bewusst geht er das Projekt an. Und nicht nur, weil er mit seiner 16-jährigen Tochter viel über den Klimawandel diskutieren muss. Die Gymnasiastin, die in Bernau zur Schule geht, lebt bei ihm auf dem Hof, eine weitere Tochter in Paderborn. "Wir telefonieren, sie hat längst ihr eigenes Leben."

Sven ist bodenständig, aber er hat Humor. "Mit Sarkasmus muss man schon umgehen können", lacht der kräftige Barnimer, der zupacken kann, mit Blick auf die Neue in seinem Leben. Eigentlich hat er Instandhaltungsmechaniker in der LPG gelernt, bei der Armee wurde er Fernmeldemechaniker, später Heizungs- und Lüftungsbauer. Er weiß sich zu helfen.

Als der Vater sich wiedereinrichtete und nach der Wende die Landwirtschaft auf dem Hof anging, stieg später auch Sven mit ein. Er besuchte die Landwirtschaftsschule und wurde Meister. "Wir arbeiten und leben hier gemeinsam. Erst macht jeder, was er will", lacht der 54-Jährige, "und dann teilen wir uns die Scheißarbeit." Mutter und Vater haben sich einst auf der Landwirtschaftsschule in Oranienburg-Luisenhof kennengelernt. So ging das früher, da war keine Fernsehshow nötig. "Wo soll ich hier jemanden treffen?"

Neben den Eltern kommt auch ein 85-jähriger Onkel regelmäßig zum Mittagessen vorbei. Auch Katze und Hühner sowie Hund Digger leben mit auf dem Vierseiten-Hof. Der ist ein Working Kelpie, eine Rasse, die sich zum Hüten eignet. Da hat sich Sven lange mit der Auswahl beschäftigt, ehe er sich das Tier holte: "Ich müsste ihn ausbilden lassen, hatte aber noch keine Zeit." Der Vierbeiner ist dennoch lebendig und munter und begrüßt jeden Besucher schwanzwedelnd. Manchmal springt er in die Höhe und zeigt seine Agilität. Die neue Frau müsse keine Hundeliebhaberin ein, schränkt Sven ein.

An diese neue Frau, die sich der Bauer wünscht, hat er wenig Ansprüche. "Die Frau, die mir gefällt, muss so sein, wie Gott sie geschaffen hat: zwei Arme, zwei Beine, der Kopf oben in der Mitte der Schultern und mit den Beinen immer auf der Erde. Ansonsten ist der Charakter entscheidend, sie kann ruhig Temperament haben", sagt er im Auftaktfilm bei RTL. Auch mager sollte sie nicht sein, ergänzt er. Allerdings sei es für ihn schwierig, Urlaub zu planen oder weit zu verreisen. "Mein Urlaub ist hier", lacht der hilfsbereite Typ. Die Bauern im Dorf helfen sich traditionell untereinander.

Eines kann Sven gar nicht leiden: tanzen. Dazu kriegt ihn keine. Selbst ein ganzer Saal hat es schon einmal versucht, erzählt er schnell eine Anekdote und hält sich den runden Bauch. Dabei sieht er so aus, als könnte er bei metallischen Klängen sein Wallehaar gern mal über die Stirn werfen und rhythmisch dazu nicken. Bauer Sven: "Das geht auch im Sitzen!" Da schaut der Schalk wieder aus den Augen hervor.

Wenig Zeit für Äußeres

Auf dem Feld wächst Waldstaudenroggen, eine alte Getreidesorte. Die Wiese, die er nachgesät hat, ist nicht gut aufgegangen. Auch Lupinen, die er als Kontingent anbauen muss, um Förderungen zu erhalten, stehen jämmerlich im Feld. "Wir haben keine Lobby", ärgert sich Bauer Sven. Der Bauer werde immer nur für Umweltverschmutzungen verantwortlich gemacht, dabei sei er Landschaftspfleger, Nahrungsproduzent, wichtiger Bestandteil der dörflichen Traditionen. Bauer Sven informiert sich und hat eine klare Meinung, aus der er auch keinen Hehl macht. Egal, wer da vor ihm steht. Seinem Äußeren widmet er hingegen weniger Zeit. "Da lass’ ich mich auch nicht mehr verbiegen, dafür bin ich zu alt." Das Shirt trägt die Spuren der staubigen Feldarbeit, und manch andere noch dazu.

Die Hofstelle in Ruhlsdorf gibt es seit vielen Jahrhunderten. Das Wohnhaus, in dem Sven mit seiner Tochter im Ober- und den Eltern im Erdgeschoss lebt, ist von 1900. Früher stand an der Stelle des Wohnhauses ein kleines, flaches Gebäude. Doch sichtbar hat die Familie schon viel Arbeit in das Objekt gesteckt. "Bei uns macht jeder seins, wir stören uns nicht", sagt er Bedenkenträgern gern, die glauben ihre große Freiheit in der Stadt zu leben. Und er setzt nach: "Ich kann fast alles allein, nur Küssen kann ich mich eben nicht selbst. Da wäre eine Frau wirklich schön." (li)

Die Sendung im Fernsehen

"Bauer sucht Frau" wird seit 2005 in Deutschland ausgestrahlt und brachte einige besondere Menschen ins Licht der Öffentlichkeit. Erinnert sei da an Uwe und Iris Abel, die sich gleich ineinander verliebten, oder Narumol, die den Satz "Ich bin fick und fertig" prägte und damit berühmt wurde. Inka Bause moderiert die Sendung, die am Montagabend läuft und mehr als sieben Millionen Zuschauer hat. Kritiker sprechen von einer "Kuppelshow" und schlechtem Außenbild des bäuerlichen Berufs. Zuschauer aber lieben die Serie. Wer sich für die neue Staffel bewerben und zu einem Bauern auf einen Hof ziehen möchte, kann das unter E-Mail an bauersuchtfrau@rtl.de oder telefonisch unter 030 9203836132. Die Ausstrahlung erfolgt dann im Herbst 2019.(li)

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Ralf H. Janetschek 22.10.2019 - 07:44:31

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«Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, wovon andere nicht wollen, daß es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda.» Zitat von George Orwell

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