Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Lage unter Kontrolle
Großbrand in der Lieberoser Heide

Jörg Kühl / 24.06.2019, 15:03 Uhr - Aktualisiert 29.06.2019, 19:14
Lieberoser Heide (MOZ) Seit Montag brennt es wieder in der Lieberoser Heide. Wegen der Munitionsverdachtsflächen gestalten sich die Löscharbeiten schwierig, Feuerwehrleute dürfen bestimmte Gebiete nicht betreten. 

+++ Sonnabend, 18.28 Uhr +++

Die Lage im Waldbrandgebiet in der Lieberoser Heide bleibt wegen der zu erwartenden neuen Hitzewelle angespannt. Nach wie vor brennt es nach Angaben des Landkreises auf einer Fläche von 100 Hektar.

+++ Freitag, 15.19 Uhr +++

Die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide dauern auch am fünften Tag nach dem Brandausbruch an. Der Waldbrand auf dem munitionsbelasteten Gelände konnte seit Dienstag auf einer zusammenhängenden Fläche von 100 Hektar eingedämmt werden.

Laut Einsatzleiter Christian Liebe ist der Brand unter Kontrolle. Aufgrund der stabilen Lage schließe er eine weitere Brandausbreitung derzeit aus. Folglich müssen auch keine Evakuierungsmaßnahmen oder Straßensperrungen in Betracht gezogen werden. Die Einsatzkräfte haben die Lage im Griff, müssen aber mit den wieder ansteigenden Temperaturen sowie Staub- und Rauchbelastung kämpfen.

Derzeit sind noch immer zirka 54 Löschfahrzeuge mit 245 Einsatzkräften der Feuerwehren aus verschiedenen Kreisen vor Ort. Außerdem unterstützen das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe sowie der Katastrophenschutz und Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg die Löscharbeiten. Bis zum Einbruch der Dunkelheit bekämpfen zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei das Feuer aus der Luft.

+++ Donnerstag, 15.30 Uhr +++ 

Der zusätzliche Hubschrauber hat ein Fassungsvermögen von 2000 Liter. Der Bundespolizeipräsident Dieter Romann machte heute deutlich, dass seine Hilfe an Kapazitätsgrenzen stößt. „Das machen unsere Kräfte gerne“, sagte Romann. Er betonte aber: „Wir kommen immer häufiger bei der Waldbrandbekämpfung in Konflikt mit den polizeilichen Aufgaben.“ Die Bundespolizei habe 92 Hubschrauber, davon würden 18 für die Luftrettung im Zivilschutz verwendet. Romann und Schröter werten es positiv, dass die Innenminister der Länder den Bund baten, die Kapazitäten für die Brandbekämpfung aus der Luft zu überprüfen.

This browser does not support the video element.

Video

Bundespolizei hilft bei Großbränden

Videothek öffnen

+++ Donnerstag, 11.43 Uhr +++

Die Bundespolizei stockt ihre Hilfe für die Großbrände in Brandenburg auf. Ein zusätzlicher großer Hubschrauber ist für den Einsatz in der Lieberoser Heide geordert, ein anderer wird von dort für einen Brand zwischen Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt abgezogen. Das kündigten Bundespolizeipräsident Dieter Romann und Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Donnerstag bei einem Besuch in Lieberose an.

+++ Mittwoch 17.23 Uhr +++ 

Bei großer Hitze kämpften die Einsatzkräfte auch am Mittwoch weiter gegen eine Ausdehnung des Waldbrandes. „Man muss das Feuer permanent beobachten, weil es sich dynamisch entwickelt“, sagte Wehrführer Michael Mummert von der Feuerwehr in Bagenz (Spree-Neiße). Der 45-Jährige fuhr eines der Tanklöschfahrzeuge. „Den ganzen Tag in der Gluthitze - wir sind alle sehr erschöpft“, sagte der Feuerwehrmann nach seinem Einsatz.

+++ Mittwoch 12.30 Uhr +++ 

In der Lieberoser Heide bleibt die Lage angespannt: Bei großer Hitze kämpfen die Einsatzkräfte auch am Mittwoch weiter gegen die Ausbreitung des Waldbrandes. Insgesamt sind 180 Einsatzkräfte mit 45 Fahrzeugen vor Ort. Hilfe kam am Mittwoch von den Feuerwehren aus den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Potsdam Mittelmark.

This browser does not support the video element.

Video

Brand in der Lieberoser Heide - Lage unverändert

Videothek öffnen

+++ Mittwoch 07.30 Uhr +++ 

Der Waldbrand hat sich nicht weiter ausgedehnt und ist derzeit unter Kontrolle. Am frühen Mittwochmorgen brannten, wie bereits am Vorabend, rund 100 Hektar Fläche, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Das Feuer sei unter Kontrolle. Mittlerweile seien rund 150 Feuerwehrkräfte im Einsatz, etwas mehr als noch am Dienstag. Je nachdem wie sich der Brand am Mittwoch entwickelt, könnten noch mehr Kräfte angefordert werden, hieß es weiter.

Zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei sollen die Feuerwehren auch am Mittwoch unterstützen. „Die Wärme ist das eine Problem, Wind ist der andere Risikofaktor“, sagte der Sprecher. Daher sei es auch schwer, eine Prognose für den Einsatz am Mittwoch abzugeben.

„Wir richten uns darauf ein, dass der Einsatz in der Lieberoser Heide mindestens noch mehrere Tage, wenn nicht länger als eine Woche andauern wird“, sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange am Dienstag. Die Einsatzkräfte auch aus anderen Landkreisen seien bis zum kommenden Mittwoch durchgeplant.

+++ Dienstag, 18.40 Uhr +++ 

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide (Dahme-Spreewald) hat sich nicht weiter ausgedehnt und ist zur Zeit unter Kontrolle. Derzeit bleibe es bei 100 Hektar Brandfläche, sagte Kreisbrandmeister Christian Liebe am Dienstag. Er bezeichnete die Situation als stabil. Das bestätigte der Sprecher des Landkreises, Bernhard Schulz. „Momentan sieht es gut aus, die Einsatzkräfte haben die Lage im Griff“, sagte er. Es werde keine Evakuierung und auch keine Straßensperrung ins Auge gefasst. 

+++ Dienstag, 16.35 Uhr +++

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide hat sich seit den Morgenstunden nur noch gering ausgedehnt. Nach wie vor sei eine Fläche von etwa 100 Hektar betroffen, teilt der Waldbrandschutzbeauftragte der Landesforst, Raimund Engel, mit. Wegen der Munitionsverdachtsflächen dürfen die Feuerwehrleute zentrale Bereiche des ehemaligen Truppenübungsplatzes Brandortes nicht betreten, sie sichern stattdessen die Ränder ab. Gelöscht wird mit Hilfe zweier Hubschrauber, die von der Bundespolizei angefordert worden waren. Die Fliegertruppe der Bundespolizei wirft regelmäßig Löschwasser auf die betroffene Fläche.

This browser does not support the video element.

Video

Lieberoser Heide: Wenn das Löschwasser aus der Luft kommen muss

Videothek öffnen

Zur Stunde verschafft sich die Staatssekretärin des Inneren, Katrin Lange, vor Ort ein Bild von der Lage.

Auch wenn sich der Waldbrand von der Fläche her seit den Morgenstunden nicht wesentlich weiter ausgedehnt hat, so ist das Feuer immer noch nicht unter Kontrolle. Ein Grund dafür ist, dass diesesmal, im Gegensatz zu den Heidebränden 2018 und 2017 nicht nur heidetypische niedrige Vegetation brennt, sondern dichte Baumbestände, meist Kiefer. „Die Brandlast ist wesentlich höher, als bei den vorigen Bränden“, so Engel. 

+++ Dienstag, 13.05 Uhr +++ 

Die Brandbekämpfung wird durch die schlechte Zuwegung und die steigenden Temperaturen in unmittelbarer Nähe zur munitionsbelasteten „roten Zone“ des früheren Truppenübungsplatzes Lieberoser Heide erschwert. LDS-Kreisbrandmeister Christian Liebe ist der Einsatzleiter und koordiniert die Löscharbeiten vom Stützpunkt in Lieberose aus. Mit Einstufung des Brandes als Großschadenslage ist die Zuständigkeit für die weitere Brandbekämpfung am Montagabend auf den Landkreis Dahme-Spreewald übergegangen. Liebe: „Wegen der Rauchentwicklung bitten wir alle Bewohner in der Region, weiter Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Brandgeruch zieht momentan in nordwestliche Richtung ab und stellt eine Geruchsbelästigung aber keine ernsthafte Gefährdung dar“.Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge: „Ich danke allen beteiligten Einsatzkräften für den engagierten Einsatz unter den schwierigen Bedingungen. Die Lage ist zwar angespannt, aber wir müssen derzeit keine Evakuierung von Ortschaften oder Sperrungen von Straßen ins Auge fassen“. Der Landkreis steht in engen Kontakt mit dem Potsdamer Innenministerium. Auch Katrin Lange, Staatssekretärin im Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, hat für heute Nachmittag ihren Besuch angekündigt, um sich vor Ort persönlich ein Bild von der Lage zu verschaffen.

+++ Dienstag, 12.22 Uhr +++ 

Aktuell sind zirka 30 Einsatzfahrzeuge mit 120 Einsatzkräften der Feuerwehren aus den Landkreisen Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz vor Ort. Außerdem unterstützen das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk sowie der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg die Löscharbeiten. Da es sich um ein mit Munition belastetes Gebiet handelt, löscht die Feuerwehr den Brand aus Sicherheitsgründen nur von freigegebenen Wegen aus. Ein Hubschrauber der Bundespolizei löscht das Feuer seit Dienstagvormittag wieder aus der Luft. Ein weiterer Hubschrauber der Bundeswehr wird gegen Mittag zur Unterstützung erwartet. 

+++ Dienstag, 9.47 Uhr +++

Der Katastrophenwarn-Dienst Katwarn warnt vor Geruchsbelästigung in Potsdam und Brandenburg an der Havel. Es liege jedoch keine Gefährdung im Warngebiet vor.

+++ Dienstag, 9.32 Uhr +++ 

Heute sollen zwei Löschhubschrauber zum Einsatz kommen. Wie schnell der Brand gelöscht werden kann ist angesichts der angekündigten Hitze nicht absehbar, heißt es aus der Leitstelle Lausitz. 

+++ Dienstag, 9.16 Uhr +++

Der Brand hat sich auf etwa 100 Hektar ausgedehnt. Das meldete die Leitstelle Lausitz am Dienstagmorgen. In der Lieberoser Heide kämpfen 120 Einsatzkräfte mit den Flammen -  es sind 45 Fahrzeuge vor Ort. 

Seit Montag brennt es wieder in der Lieberoser Heide. Wegen der Munitionsverdachtsflächen gestalten sich die Löscharbeiten schwierig, Feuerwehrleute dürfen bestimmte Gebiete nicht betreten.
Bilderstrecke

Brand in der Lieberoser Heide

Bilderstrecke öffnen

+++ Montag, 20.30 Uhr +++ 

In der Lieberoser Heide dehnt sich der Waldbrand immer weiter aus. Gegen 20.30 Uhr waren bereits 70 Hektar betroffen, teilt die Leitstelle Lausitz mit. Für den Folgetag (Dienstag) werden zwei Löschhubschrauber bestellt, am Montag war ein Fluggerät im Einsatz.  

+++ Montag, 18.00 Uhr +++

Der Brand in der Lieberoser Heide ist weiter außer Kontrolle. Nach einer Lagebesprechung um 18 Uhr meldet die Leitstelle Lausitz, dass sich das Feuer auf 15 Hektar ausgeweitet hat.

Montagmorgen gegen 8.30 Uhr hatten automatische Waldbrandkameras Rauchentwicklung in einem Gebiet auf der Gemarkung Byhlen angezeigt. Das betreffende Areal ist Munitionsverdachtsfläche und grenzt an die Schießbahn des ehemaligen Truppenübungsplatzes Lieberoser Heide an. Das Feuer hatte nach Auskunft des Waldbrandschutzbeauftragten der Landesforst, Raimund Engel, bis zur Mittagszeit zwei Hektar umfasst.

120 Mann, das sind 12 Feuerwehren aus den Kreisen Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und der Stadt Cottbus sowie der Einsatz-Führungswagen mit dem LDS-Kreisbrandmeister Christian Liebe und die Sondereinheit Verpflegung des Kreises Dahme-Spreewald sind im Einsatz. Ein Hubschrauber der Bundespolizei wirft bis Sonnenuntergang Löschwasser über dem Einsatzgebiet ab. 

Die Lieberoser Heide ist in den letzten Jahren zur Hochsommerzeit regelmäßig von Waldbränden heimgesucht worden. Wegen der Munitionsverdachtsflächen gestalten sich die Löscharbeiten schwierig, Feuerwehrleute dürfen bestimmte Gebiete nicht betreten. Die Amtsverwaltung Lieberose/Oberspreewald hat zu Jahresbeginn eine Dienstanweisung an die Feuerwehren herausgegeben.

Demnach dürfen die Feuerwehrleute bei Einsätzen auf Munitionsverdachtsflächen nicht mehr unverzüglich zum Einsatzort. Stattdessen muss zunächst die Zweitmeinung eines Mitarbeiters der zuständigen Forstbehörde hinzugezogen werden. Bis zum Ausrücken sind die Feuerwehrleute angehalten, sich an bestimmten Sammelpunkten, meist sind das die Feuerwehrgerätehäuser größerer Stützpunktfeuerwehren, zu versammeln. Die Kriminalpolizei untersucht im aktuellen Fall, wie auch in den Brandfällen in der Lieberoser Heide im Vorjahr, ob Brandstiftung im Spiel ist. Bisher wurden keine konkreten Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG