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Leichtathletik
Der Härteste im Norden verlangt alles ab

Mit Silber dekoriert: Läuferin Silke Stutzke
Mit Silber dekoriert: Läuferin Silke Stutzke © Foto: Jörg Stutzke
Britta Gallrein / 26.06.2019, 01:30 Uhr
Neubrandenburg ([]) Der härteste im Norden, so bezeichnet der ausrichtende Verein SV Turbine Neubrandenburg seinen bereits zum 29. Mal ausgetragenen Tollensesee Marathon. Und das völlig zu Recht, denn die knackigen Anstiege, die hier auf den 42,195 Kilometer zu bewältigen sind, haben es in sich.

Am Start waren diesmal auch die Klosterfelder Jörg und Silke Stutzke. Beide nutzen die Marathondistanz gern als Vorbereitung für die Ultraläufe.

Top organisierte Veranstaltung

1450 Sportler hatten sich auf den verschiedenen Strecken angemeldet und so konnte man morgens schon ein gutes Gewimmel im Kulturpark an der Stadthalle Neubrandenburg erleben. Für ihr Startgeld bekommen die Marathonläufer einiges geboten. Ein schönes Shirt, einen gut gefüllten Starterbeutel, der hinterher wunderbar zum Laufschuhbeutel taugt und eine tolle Organisation. Veranstaltungsleiter Jörg Knospe war auch schon oft in Marienwerder beim hiesigen Marathon zu Gast, er läuft selbst schon immer und das merkt man der Veranstaltung auch an. Hier sind Profis am Werk. Logistisch ist es nämlich ein Meisterwerk, die Staffelteilnehmer und Läufer der kürzeren Distanzen an ihre Startorte zu bringen, aber alles funktioniert hier reibungslos.

Für den kompletten Marathon wird nicht nur der ganze Tollensesee umrundet, es geht außerdem weiter bis nach Hohenzieritz, wo der höchste Punkt der Strecke etwa nach der Hälfte der Distanz nach einem kraftzehrenden Anstieg erreicht ist, den man aber danach entspannt wieder hinab laufen kann. Hier starten auch die Halbmarathonläufer. Matthias Köppen aus Eberswalde hatte sich diesen vorgenommen und wurde am Ende in seiner Altersklasse M60 Sieger in sehr guten 1:44 Stunden.

Für die Marathonläufer hatte sich der Veranstalter für die zweite Hälfte etwas Nettes ausgedacht. Standen auf den Kilometerschildern bis dahin die bereits absolvierten Kilometer, wechselte die Anzeige jetzt dahin anzuzeigen, was noch vor einem lag. "Mental ist das eine tolle Sache, denn noch zwölf Kilometer klingt immer nach einem baldigen Ziel", freut sich Silke Stutzke.

Gerhard Lemke aus Eberswalde lief unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer auf die Zielgerade in den Stadtpark ein. Der Starter in der M65 kam nach hervorragenden 4:08 Stunden ins Ziel und wurde Zweiter in seiner AK.

Nächstes Ziel: Thüringen Ultra

Jörg und Silke Stutzke gingen geplant ruhig an die Sache und brachten es solide ins Ziel. Jörg wurde in 4:05 Stunden Sechster in der M50 und Ehefrau Silke freute sich über Platz zwei in ihrer AK W50 nach 4:32 Stunden.

In zwei Wochen geht es für beide weiter zum Thüringen Ultra. Dort teilen sie sich die 100 Kilometer. Silke läuft die ersten 50 Kilometer und übergibt den Stab dann an Jörg. Hier gilt es allerdings noch einige Höhenmeter mehr zu überwinden – Thüringen eben.

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