Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ausstellung
Bunte Gesichter einer Stadt

Freuen sich über das Ergebnis: Teilnehmer des Keramikworkshops im Freizeitzentrum
Freuen sich über das Ergebnis: Teilnehmer des Keramikworkshops im Freizeitzentrum © Foto: Rena Müller-Kaden
MOZ / 26.06.2019, 06:45 Uhr
Eisenhüttenstadt "Gesichter dieser Stadt" sind aktuell im Freizeitzentrum in Eisenhüttenstadt zu sehen.Dort trafen sich seit Anfang des Jahres 26 Mädchen und Frauen sowie ein Junge aus verschiedenen Herkunftsländern, um sich einander zu porträtieren. Wie bereits im Vorjahr hatte der Caritasverband für das Erzbistum Berlin dieses Begegnungsprojekt initiiert. "So konnte man neben deutschen Sätzen immer wieder auch solche in Arabisch oder in einer afghanischen Muttersprache hören", sagt Uwe Vollmar von der Caritas. Neu war ihm zufolge die Zusammenarbeit mit dem Keramikverein Eisenhüttenstadt, in dessen Räumen die Treffen stattfanden und dessen Arbeitsmaterial genutzt werden konnte.

Die künstlerische Leitung lag in den Händen der  Keramikerin Rena Müller-Kaden aus Breslack. Als Vorlage wurden am Anfang Fotografien von allen Teilnehmern angefertigt. Nach der Übertragung auf Tonplatten konnten die Gesichter modelliert und anschließend mit farbigen Engoben bemalt werden. Zeitgleich entstanden Reliefs mit ornamentalen Zitaten aus dem Stadtbild und den jeweiligen Heimatländer der teilnehmenden Frauen. Zum Abschluss wurde auf alle Flachreliefs eine transparente Glasur aufgetragen. Diese bringt die Farben zum Leuchten. Ziel war es, den anderen genau zu betrachten und über das für das Modellieren notwendige Anschauen kennenzulernen. Dabei waren die Fertigkeiten, die die Teilnehmer mitbrachten ganz verschieden.

Vor einigen Tagen nun fand das Projekt sein Finale mit der Eröffnung der Ausstellung. Entstanden sind 35 keramische Porträts und dazu ornamentale Reliefs. Aufgeklebt auf blaue Holzplatten, ergeben sie ein langes Bild, der Blick wandert über eine Reihe von Bewohnern dieser Stadt und ihre ausdrucksvollen Porträts.

"Der Wunsch, einen Platz im öffentlichen Raum dafür zu finden, konnte bisher nicht realisiert werden", weiß Rainer Bublak, der sich begeistert von dem Kunstprojekt zeigt. "Die Damen aus dem Keramikverein ehrt, dass sie eine solche tolle Arbeit geleistet haben und den Projektgedanken – nämlich die Verständigung mit hier angekommenen Menschen aus ganz anderen Kulturen herbeizuführen und Integration voranzutreiben – aufgegriffen und mit Leben erfüllt zu haben", betont er.

Am Ende des Projekts, das vom Bündnis für Brandenburg gefördert wurde, konnte der Keramikverein neue Kursteilnehmerinnen gewinnen. Zwei syrische Frauen werden nun dabei sein.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG