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Beim Benefizkonzert der Bundeswehr in Storkow glänzt das Landespolizeiorchester mit musikalischen Paraden.

Benefizaktion
Trompete statt Martinshorn

"Da sagen einige, Polizisten seien langweilig", scherzte der Musicalstar Michael Heller, der sich beim Benefizkonzert in Storkow nicht nur als guter Sänger, sondern auch als charmanter und temperamentvoller Moderator und Entertainer erwies.
"Da sagen einige, Polizisten seien langweilig", scherzte der Musicalstar Michael Heller, der sich beim Benefizkonzert in Storkow nicht nur als guter Sänger, sondern auch als charmanter und temperamentvoller Moderator und Entertainer erwies. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 29.06.2019, 06:30 Uhr
Storkow Mit einem Reigen der schönsten Musical-Melodien in einem abwechslungsreichen Show-Programm hat am Donnerstag das 14. Benefizkonzert der Stadt Storkow und der Bundeswehr auf dem Hof der Burg eine neue Qualität erreicht. Die Stimmung im Publikum und im Landespolizeiorchester Brandenburg unter Leitung von Christian Köhler war prächtig. "Da sagen einige, Polizisten seien langweilig", scherzte der Musicalstar Michael Heller, der sich nicht nur als guter Sänger, sondern auch als charmanter und temperamentvoller Moderator und Entertainer erwies. "Die rocken ganz schön", lobte er. Mit Paul Wagners Teufelsspiel auf dem Xylophon, Björn Frankes jazzige Saxophoneinlagen und Gerald Mischkes Hornsolo konnte das ausgezeichnete Orchester auch bei den Storkower wieder punkten. Michael Heller, der das zweite Mal dabei war, überraschte mit Stepptanz und gekonnter Vorführung von Seilspringen, auch Rope Skipping genannt.

Euphorisch bezeichnete Landrat Rolf Lindemann anlässlich dieses Konzerts Storkow "als Schwungrad Europas im Zeichen des Miteinanders". Er kam gerade vom Waldbrandgebiet Ziltendorf, wo Polizei, Bundeswehr und Zivilbevölkerung gemeinsam im Einsatz sind. Dieser Gedanke liegt auch der Auswahl der Begünstigten des Benefizkonzerts zugrunde: die Initiativen "Verkehrserziehung für Storkower Kids" und die Deutsche Knochenmarkspenderdatei "DKMS im Kampf gegen Blutkrebs". "Mit der Spende für die Verkehrserziehung der Kids wird eine Verbindung zwischen Polizei, Armee und Gesellschaft, Letztere zum Beispiel in Form von Schule und Sicherheitspartnern, hergestellt", erläuterte Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig. Die Standortälteste und Kommandeurin der Kurmark-Kaserne, Oberstleutnant Anastasia Biefang, wiederum wies anlässlich "eines schweren Verlustes durch Blutkrebs in unseren eigenen Reihen" auf die Wichtigkeit der Typisierung der Stammzellen für Spendenmöglichkeit hin. Hauptfeldwebel Markus Dötsch, der vor Ort die Typisierung bei Konzertbesuchern bis 55 Jahre organisierte, freute sich über zehn Registrierungen, denn "jede einzelne ist wichtig".

Gabriele Engler und Erika Eckelt, einst Arbeitskolleginnen in der Storkower Schuhfabrik, sind bei jedem Benefizkonzert hier, "auch im Regen", versicherten beide. Sie fanden es schön, dass mehr Musical auf dem Programm stand. "Da zuckt es in den Beinen", lachten sie. "Und wir geben gern für gute Zwecke, wenn man weiß, wo es hinkommt."

Teufelsspiel per Xylophon

Mit sieben Spendenbüchsen sammelten die Helfer Geld, darunter auch die Bürgermeisterin und die Standortälteste. Es kamen 3000 Euro zusammen, welche mit symbolischen Schecks an die Leiterinnen der Storkower Kindereinrichtungen und an die DKMS verteilt wurden. "Seit zwei Jahren veranstalten wir mit der Stadt nicht nur ein Benefizkonzert, sondern zwei, und das wollen wir auch so weiterführen", versprach Oberstleutnant Anastasia Biefang.

Nächstes Benefizkonzert: 15. August mit dem Heeresmusikcorps Neubrandenburg auf der Burg Storkow

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Benefizkonzert Gabriele Engler Martinshorn Björn Franke Landespolizeiorchester

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