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Stühle vor dem Kanzleramt
Nach Zitteranfällen: Merkel hört Nationalhymnen im Sitzen

DPA / 11.07.2019, 17:28 Uhr - Aktualisiert 11.07.2019, 17:32
Berlin (dpa) Kanzlerin Angela Merkel hat Konsequenzen aus mehreren Zitteranfällen bei der Begrüßung ausländischer Regierungschefs gezogen und die Zeremonie erstmals teilweise im Sitzen vollzogen.

Sie und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hörten am Donnerstag die Nationalhymnen auf zwei Stühlen an. Nach dieser ungewöhnlichen Szene gab Merkel später in einer Pressekonferenz mit Frederiksen keine konkrete Antwort auf die Frage, ob sie einen Arzt aufgesucht habe. Sie ließ aber durchblicken, dass sie dies getan hat. Merkel zitterte während der Zeremonie im Sitzen nicht.

Später sagte sie auf eine Journalistenfrage, ob sie ihre Ärzte konsultiert habe: "Sie dürfen davon ausgehen, dass ich erstens und deshalb auch dementsprechend handele - auch was meine Gesundheit anbelangt." Die Kanzlerin fügte hinzu: "Und zweitens dürfen Sie davon ausgehen, dass ich auch als Mensch ein großes persönliches Interesse daran habe, dass ich gesund bin und auf meine Gesundheit achte." Frederiksen sagte, sie habe Merkel "stark und kompetent" erlebt.

Merkel hatte in den vergangenen Wochen mehrfach bei der Begrüßung anderer Regierungschefs Zitteranfälle erlitten - immer beim Stillstehen während des Spielens der Nationalhymnen. Zuletzt war dies am Mittwoch der Fall gewesen, . Anschließend versicherte Merkel, es gehe ihr gut: "Man muss sich keine Sorgen machen."

Diesmal standen auf einem kleinen Podest vor dem Kanzleramt zwei Stühle mit weißem Stoffbezug. Auf diesem Podest stehen Gastgeberin und Gast üblicherweise während der Nationalhymnen. Die Kanzlerin, die einen weißen Blazer und eine schwarze Hose trug, hatte während der Nationalhymnen die Hände auf dem Schoß liegen. Anschließend schritt sie zusammen mit Frederiksen wie üblich die Ehrenformation der Bundeswehr ab.

Erstmals hatte die Kanzlerin Mitte Juni beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig gezittert. Wenige Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall.

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Piefke Saga 11.07.2019 - 21:39:10

Ihr beiden solltet hoffen, dass Euch eines Tages, immer nachdem Eure Windel platzten, jemand hilft,

dass sie gewechselt werden. Euer Bangen ist berechtigt, denn, die Kälte, die Ihr ausstrahlt, lässt selbst den besten Gutmenschen einen großen Bogen um Euch machen.

Peter Graf 11.07.2019 - 20:58:45

Die wahre Merkel

Ob das despektierliche Verhalten mit den Entzugserscheinungen zu tun hat, wage ich zu bezweifeln. Sie hat ja schon bei dem angewiderten Wurf einer ihr gereichten Deutschlandfahne in den Dreck gezeigt, was sie als geschulte DDR Gläubige von Symbolen des Klassenfeindes hält!

Ralf H. Janetschek 11.07.2019 - 19:16:08

Aufstehen

Normalerweise steht man beim Abspielen der Nationalhymne auf, daß gehört sich einfach so, Respekt vor den Staatssymbolen, wozu auch die deutsche Nationalhymne gehört. Wenn man das als Staatschef nicht mehr schafft, sollte man sich einen anderen Job suchen.

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