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Nahverkehr
Wusterhausen testet den Bus der Zukunft

Ein echter Blickfang: Mitten auf dem Mark in Wusterhausen ist am Donnerstag der Bus vorgestellt worden. Wer wollte, konnte nach dem Start des Pilotprojekts an den ersten Testfahrten teilnehmen.
Ein echter Blickfang: Mitten auf dem Mark in Wusterhausen ist am Donnerstag der Bus vorgestellt worden. Wer wollte, konnte nach dem Start des Pilotprojekts an den ersten Testfahrten teilnehmen. © Foto: Markus Kluge
Markus Kluge / 11.07.2019, 15:02 Uhr - Aktualisiert 11.07.2019, 16:26
Wusterhausen (MOZ) In Wusterhausen ist am Donnerstag der erste selbstfahrende Kleinbus in den offiziellen Testbetrieb gegangen. Das Forschungsprojekt zum automatisierten Nahverkehr in ländlichen Gebieten beginnt am Montag und dauert bis Mitte 2020.

In dieser Zeit soll untersucht werden, ob sich die hochautomatisierten Fahrzeuge bewähren und ob der Bus von den künftigen Nutzern auch akzeptiert wird. Gefördert wird das  zwei Millionen Euro teure Projekt, an dem unter anderem der Landkreis Ostrprignitz-Ruppin und seine Busgesellschaft (ORP) beteiligt sind, vom Bund mit 1,54 Millionen Euro.

Das Fahrzeug mit dem Namen "Easymile" hat sechs Sitzplätze und erreicht bis zu 25 Kilometer pro Stunde. Im Testbetrieb ist er mit Tempo 15 unterwegs, was in etwa der Geschwindigkeit eines normalen Radfahrers entspricht. In einer ersten Phase fährt er auf einer etwa dreieinhalb Kilometer langen Strecke, die den Stadtkern mit dem Bahnhof und einem Supermarkt verbindet. In Phase II wird die Strecke auf 7,5 Kilometer ausgedehnt, die dann bis an den Stadtrand reicht.

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Brandenburgs erster autonomer Bus geht in Betrieb

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Ganz alleine sitzen die Passagiere in dem noch Bus nicht. Sie werden begleitet von einem Operator, von denen die ORP in den vergangenen Wochen vier ausgebildet hat. Sie können noch eingreifen, wenn Autos im Weg parken, Radfahrer zu dicht an den Bus heranfahren oder die Bushaltestelle zugeparkt ist. Denn das Fahrzeug, das auf einer per Satellit eingemessenen Route unterwegs ist, ist mit zahlreichen Sensoren ausgestattet. Kommt den Fahrzeug ein Fußgänger zu nahe oder nimmt ihm ein Auto die Vorfahrt, stoppt es automatisch.

Landrat Ralf Reinhardt (SPD) ist überzeugt davon, dass die Testphase positiv verlaufen wird. "Ich hoffe, dass wir danach nahtlos auch in den realen Betrieb übergehen können. Wir und die ORP sind dafür bereit", sagte er in Richtung Brandenburgs Infrastruktur-Staatssekretärin Ines Jesse und Christine Greulich vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

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