Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Studie zum Klimawandel
Berlin wird bis 2050 so warm wie das australische Canberra

DPA / 12.07.2019, 15:26 Uhr - Aktualisiert 12.07.2019, 15:30
Zürich (dpa) In etwa 30 Jahren könnten in Berlin Temperaturen herrschen wie im australischen Canberra. Auch in Hamburg, Köln und München werde das Thermometer bis 2050 stark nach oben klettern, berechnete ein Forscherteam der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich.

Um die Auswirkungen des weltweiten Klimawandels zu verdeutlichen, verglichen die Forscher um Jean-Francois Bastin die Vorhersagen für 520 Städte weltweit mit aktuellen Temperaturen auf anderen Teilen der Erde. Für 77 Prozent der Städte ergebe sich demnach ein drastischer Unterschied zu heute, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "PLOS ONE".

Das Klima in Berlin werde sich an das von Australiens Hauptstadt annähern. Hamburg und Köln erwärmen sich demnach bis zum Jahr 2050 auf ein Level, das mit dem des Kleinstaats San Marino vergleichbar sei, der in Mittelitalien liegt. München werde Temperaturen erleben wie aktuell das etwa 350 Kilometer südlich davon gelegene Mailand.

Auch für andere europäische Städte trafen die Forscher Vorhersagen: In etwa dreißig Jahren werde das Klima von Stockholm dem von Budapest heute ähneln. In London würden die Temperaturen so hoch klettern wie derzeit in Barcelona, in Madrid so hoch wie heute in Marrakesch.

22 Prozent der Städte würden außerdem Klimabedingungen erleben, wie sie zurzeit in keiner Großstadt existieren. Die Forscher hatten das Klimaszenario RCP4,5 genutzt, das von einer vergleichsweise moderaten Klimaentwicklung ausgeht.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Piefke Saga 12.07.2019 - 19:08:36

Arrrghh, warum sieht man Typos immer erst danach?

Richtig sollte es lauten ..." ... wenn die Menschen in Biergärten anstatt unter Kastanienbäumen unter Palmen sitzen? "

Piefke Saga 12.07.2019 - 19:03:38

Worauf basiert denn Ihr Sparpotential?

Wenn die Sommer so heiss bleiben, dann legen sich die Leute Klimaanlagen zu = Stromverbrauch steigt. Zudem laufen in den PKW permanent die Klimaanlagen = Spritverbrauch steigt, die Zahl der Erkältungen steigt, das Klagen beginnt und Krankschreibungen folgen, der Medikamentenverauch steigt und all das kostet. / Gucken Sie mal auf die Europakarte ... Im Winter können sehr wohl Hochs im Osten wochenlang bittere Kälte bei uns verursachen. Was gar nicht so schlecht wäre, trockenkalt, für Mensch und Natur. Wenn nicht, dann haben wir nasskaltes Mistwetter. Rotz, trief, keuch, hust ... heizen musste trotzdem, der Gang zum Arzt und Influenza-Epidemien ... mir graut's. Wie soll denn da gespart werden? Ach so, in Bayern stehen Palmen? Das soll gut sein? ... wenn die Menschen in Biergärten anstatt und Kastanienbäumen u.dergl. unter Palmen sitzen? Viel zu gefährlich! Die müssten alle Pickelhauben aufsetzen. Ne ne, lass mal, lass den Klimawandel sein. / Apropos Canberra ... Achtung Fettnäpfchen! Gucken Sie sich das mal an ... ? Wie ist das Wetter in Canberra? Link: https://www.australia.com/de-de/facts/weather/canberra-weather.html

Paul Müller 12.07.2019 - 16:13:27

Super, was man da an Heizkosten und auch an CO2 einspart ...

... endlich la dolce vita, nicht immer nur in Italien :) Übrigens: bei zukünftig 10 Mrd Menschen bringen auch hiesige Lebensverhältnisse wie in Albanien keine Änderung mehr ;-) @Klimaretter von FfF ...

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG