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Jugendclub
Freier Träger tritt Rückzug an

Der Jugendtreff am See gehört Brieskow-Finkenheerd. Nach der Rückzugsentscheidung der Awo wird die Vertragskündigung mit der Gemeinde zur Beendigung der Jugendarbeit erwartet.
Der Jugendtreff am See gehört Brieskow-Finkenheerd. Nach der Rückzugsentscheidung der Awo wird die Vertragskündigung mit der Gemeinde zur Beendigung der Jugendarbeit erwartet. © Foto: Dietmar Puttins
Dietmar Puttins / 14.07.2019, 07:00 Uhr
Brieskow-Finkenheerd Bis Ende 2019, eher schon früher, wird die Arbeiterwohlfahrt (Awo) ihre Arbeit im Jugendtreff am See in Brieskow-Finkenheerd einstellen. Das bestätigten der Geschäftsführer des Awo-Kreisverbandes Eisenhüttenstadt, Armin Busch, und Amtsdirektor Danny Busse der MOZ. Sie hatten vorige Woche dieses Thema in größerem Kreis erörtert. Der Rückzug der Awo bedeutet nicht das Aus für den Jugendclub. Die Gemeinde wird entscheiden, ob und wie die Jugendarbeit fortzuführen ist und das Amt, wie die Schulsozialarbeit künftig organisiert wird.

Seit 2015 managt die Awo mit einer Erzieherin die Jugendarbeit und Leitung des Jugendtreffs in der Seestraße 7. Die Awo beschäftigt zudem einen Jugendkoordinator für das Amt. Beide Mitarbeiter sind außerdem als Schulsozialarbeiter in Grundschulen tätig – die Erzieherin in Groß Lindow, der Jugendkoordinator in Ziltendorf. Doch Letzterer hat zum 31. Juli 2019 bei der Awo gekündigt.

"Es stimmt. Wir ziehen uns aus dem Jugendtreff am See zurück", sagt der Geschäftsführer des Awo-Kreisverbandes Eisenhüttenstadt, Armin Busch und begründet: "Wir sind durch die öffentliche Hand an Qualitätsmerkmale gebunden, die für uns immer schwerer zu gewährleisten sind." Vor allem gehe es um eine sach- und fachgerechte Bewältigung des Verwaltungsaufwands und die Bereitstellung gut qualifizierten Personals. So verlange der Gesetzgeber, dass die Awo eine ausgebildete Sozialarbeiterin vorhalte. Dann, so Armin Busch weiter, müsse der ausscheidende Jugendkoordinator durch einen ausgebildeten Sozialarbeiter ersetzt werden. "Wir haben größte Schwierigkeiten, qualifizierte Bewerber für uns zu finden." Der Fachkräftemangel, weiß er, treffe alle Berufsfelder im Sozialraum des Awo-Kreisverbandes. Der Rückzug aus dem Jugendtreff sei somit ein strategischer.

"Wir arbeiten an der Lösung"

Träger des Gebäudes ist die Gemeinde. Die Kündigung zwischen ihr und der Awo steht noch aus. "Das Hauptproblem ist, dass die Awo bisher die Schulsozialarbeit absicherte", sagt Amtsdirektor Danny Busse. Mit dem Ausscheiden des Schulkoordinators zum 31. Juli müsse sich sein Amt mit der Awo über eine etwaige Vertragsauflösung für die Schulsozialarbeit in Ziltendorf und Groß Lindow verständigen. Noch ist also alles offen. Amtsdirektor Busse: "Wir arbeiten an der Lösung." Es gebe schon Gespräche mit anderen freien Trägern.

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